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Von «Grenzen setzen» bis «Mobbing»

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Von «Grenzen setzen» bis «Mobbing»

«FemmesTische» – Gesprächsrunden für Frauen

«FemmesTische» sind lockere Gesprächsrunden, bei denen Mütter untereinander ihre Erziehungsarbeit besprechen. Dabei geht es weniger um Fachgespräche als vielmehr um den persönlichen Erfahrungsaustausch.

Von IMELDA RUFFIEUX

Das Konzept von «FemmesTische» ist einfach: Eine Gruppe von vier bis sechs Müttern trifft sich bei einer Gastgeberin zum zwanglosen Gedankenaustausch zu einem bestimmten Thema aus dem Erziehungsbereich. Eine ausgebildete Moderatorin leitet das Gespräch, gibt Impulse, ohne aber Fachkenntnisse einzubringen.

Das Projekt «FemmesTische» ist vor rund vier Jahren gestartet worden und wird derzeit an 23 Standorten in der Schweiz durchgeführt. Die als Pilotprojekt gestarteten Gesprächsrunden werden heute vom Schweizerischen Bund für Elternbildung organisiert. Dieser vergibt an jedem der Standorte die lokale Projektleitung. In Deutschfreiburg hat dieses Mandat bereits im dritten Zyklus das Beratungsbüro 3pol in Düdingen übernommen.

Haupterziehungsarbeit
liegt bei den Müttern

«FemmesTische» sollen, ähnlich wie bei Tupperware-Partys, lockere Gesprächsrunden sein – allerdings mit einem ernsten Hintergrund: Da Frauen auch heute noch den Hauptteil der Erziehungsarbeit in einer Familie tragen, richtet sich das Projekt in erster Linie an die Mütter. Der Name lehnt sich an die (männerdominierten) Stammtische in Restaurants an.

Ziel der «FemmesTische» ist es, die Ressourcen der Mütter zu stärken. «Alle diskutieren bei diesen Runden auf der gleichen Basis, tauschen sich aus, sprechen über Probleme», hält Raphaela Walker Schmid von 3pol fest. Es gehe nicht darum, dass eine Fachperson Ratschläge gebe und die Arbeit der Mütter als gut oder schlecht bewertet werde. «In den Gesprächsrunden werden keine Erziehungsrezepte vermittelt. Man geht davon aus, dass alle Teilnehmerinnen kompetente Erziehende sind. Sie sollen im Austausch mit anderen Frauen in ihrem Tun verstärkt werden, was ihre eigene Arbeit gleichzeitig aufwertet.» Viele Mütter seien sich nämlich oft nicht bewusst, dass sie ein grosses Wissen haben. Durch die «FemmesTische» sollen sie deshalb auch mehr Zutrauen zu den eigenen Fähigkeiten bekommen.

Vier Themen

Bei jedem Zyklus werden vier Themen besprochen. Soeben sind die Gesprächsrunden unter dem Motto «Grenzen setzen/Regeln einhalten/ Verwöhnung» zu Ende gegangen. Das aktuelle Thema lautet «Eigene Grenzen/das Rollenverständnis als Mutter». Ab Herbst geht es um «Mobbing, bereits unter Kindern?» und im Winter wird über den «Umgang mit Gefühlen in der Erziehung» gesprochen.

Das «FemmesTische»-Team hat Anfang des Jahres Moderatorinnen in Gesprächsleitung usw. ausgebildet. Gesucht werden jetzt noch weitere Gastgeberinnen, die eine Frauenrunde an einem Abend bei sich beherbergen möchten sowie interessierte Frauen, die an einer der Gesprächsrunden teilnehmen möchten.

Sie sei auf motivierte und interessierte Frauen getroffen, die ihre Erziehungsarbeit ernst nehmen, berichtet Andrea Wyler Wyttenbach, eine der Moderatorinnen. Manche der Frauen kennen sich schon vor dem Treffen, andere kommen neu dazu. Für einige ist die Anonymität eine Hemmschwelle, für andere ist es leichter, vor «Fremden» über Erziehungsprobleme zu sprechen.

Gesundheitsförderndes Projekt

Im Team arbeitet dieses Jahr zum ersten Mal auch die Suchtpräventionsstelle Freiburg mit. Das Projekt «FemmesTische» entspreche genau der Stossrichtung, welche die Suchtprävention eingeschlagen habe, erklärt Judith Meuwly Correll. Man setzt den Schwerpunkt weniger auf die Bekämpfung von Sucht und Krankheit als vielmehr auf gesundheitsfördernde und -erhaltende Elemente. «FemmesTische» spreche eine Zielgruppe an, die sonst nur schwer erreichbar sei. Ausserdem wirken sich die Gesprächsrunden unter Umständen direkt auf die Erziehungsarbeit aus, betonte Judith Meuwly Correll.

Subventionen vom Kanton

Als Pilotprojekt wurden die «FemmesTische» anfänglich vom Bundesamt für Gesundheit (Stiftung Radix) unterstützt. Da diese Beiträge zurückgingen, hat die Projektleitung beim Kanton ein Gesuch um Unterstützung eingereicht. Dieses wurde – vorerst für ein Jahr – bewilligt (12 000 Franken). Diese Beiträge decken die Kosten nicht ganz, wie die Projektleitung an der gestrigen Medienorientierung festhielt.

Kontakt: Praxis 3pol, Düdingen, Tel. 026
492 02 70.

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