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Von Togo in eine Sensler Käserei

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Wo er herkommt, gibt es keine Käsereien. Hie und da wird auf privater Basis Ziegenkäse hergestellt. Doch sämtliche anderen Käsesorten, die es in Togo zu kaufen gibt, sind importiert. Für den Westafrikaner Dodzi Kwami Felitse war also alles neu, als er vor drei Jahren in der Käserei Bühl in Oberschrot zwei Schnuppertage absolvierte. Doch er merkte sofort, dass ihm diese Arbeit gefallen könnte–und startete bei Lehrmeister Yvan Aeby die Lehre zum Milchtechnologen.

Ihm gefalle die Vielfalt der Tätigkeit und der Kontakt mit den Produkten. «Es ist ein Beruf mit Leidenschaft», sagt Dodzi Kwami Felitse. Im ersten Lehrjahr habe er sich einige Male gefragt, ob er das alles schaffen könne; vor allem der Theorie wegen. Sein Lehrer in Grangeneuve habe ihm dann aber versichert, dass er auf gutem Weg sei. In Togo hatte er zwei Jahre Wirtschaftsstudium hinter sich und verdiente sein Geld mit Kunsthandel.

Erst Staplerfahrer

Dodzi Kwami Felitse kam vor fünf Jahren der Liebe wegen in die Schweiz. Er ist seit Oktober 2008 mit einer Plaffeierin verheiratet, die er in Togo kennengelernt hatte, als sie dort für eine Organisation einen Sozialeinsatz leistete. Da er fliessend französisch spricht, sei er in der Schweiz nie mit Sprachproblemen konfrontiert gewesen. Bevor er die Lehre zum Milchtechnologen begann, machte er eine Ausbildung zum Staplerfahrer und arbeitete bei der Micarna und bei Cartier. Durch ein Gespräch bei der Berufsberatung fand er dann zum Beruf des Milchtechnologen. Sein ehemaliger Lehrmeister Yvan Aeby findet nur lobende Worte für ihn. «Wenn er weiterhin so viel Motivation an den Tag legt, wird er ein sehr guter Käser», sagt der ehemalige SVP-Grossrat.

 Seit dem 1. Juli arbeitet der 33-Jährige in der Käserei Olympica in St. Antoni. Dort stellt er wie in Oberschrot Greyerzer und Vacherin her und macht auch den für St. Antoni typischen Jakobs- und Olympica-Käse. Er möge Käse sehr gerne, sagt Felitse, auch Fondue. Dabei gefalle ihm vor allem die Ambiance.

Diplom der Familie zeigen

In den nächsten Monaten wird er nun für einen Besuch zurück zu seiner Familie nach Togo reisen. Zum ersten Mal seit fünf Jahren. «Natürlich mit dem Diplom in der Tasche», sagt er nicht ohne Stolz und lacht herzhaft. Die Familie fehle ihm. Via Telefon und Facebook pflege er den Kontakt zu ihr. In der Schweiz habe er sich gut und schnell eingelebt–dank guten Freunden und der Schwiegerfamilie. Auch sein Lehrmeister habe viel für ihn getan. «Ich bin ihm sehr dankbar.»

«Wenn er weiterhin so viel Motivation an den Tag legt, wird er ein sehr guter Käser.»

Yvan Aeby

Ehemaliger Lehrmeister von Dodzi Kwami Felitse

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