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Vorhang auf für die Freiburger Journalistin, die jetzt Modistin ist

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Irmgard Lehmann

Da steht die einstige Journalistin umringt von einem Stapel von Hüten im altehrwürdigen Laden, der den noblen Namen «Chapellerie Cartier» trägt. Da erfüllt Judith Fasel fast alle Hutwünsche: Die Kopfbedeckung für das Hochzeitsfest, für die Beerdigung, für junge Leute, für Kinder und Touristen. Kurzum: wer einen Hut sucht, ist bei ihr goldrichtig.

Kopfbedeckung auf Bestellung

Das Geschäft inmitten der Stadt floriert und die einstige Journalistin freuts. Hat sie hier auch das Sagen? «Nein, nein, ich bin nur angestellt», sagt sie dezidiert. Später aber stellt sich heraus, dass sie doch nicht so eine Allerweltsangestellte ist. Denn Besitzer der Chapellerie ist niemand Geringeres als ihr Lebenspartner.

Die einstige Primarlehrerin und Journalistin kauft ein, legt Preise fest und näht ab und zu ein kostbares Stück. Jenes, das Mann oder Frau bei ihr bestellt. «Trotzdem bin ich nichts anderes als eine Verkäuferin», sagt sie lachend.

Fast wie im Journalismus

Aber eigentlich mache sie nicht viel anderes als früher, als sie mit Mikro und Schreibblock unterwegs war, fährt Judith Fasel fort: «Auch hier gehe ich auf die Leute ein, höre zu und versuche herauszufinden, was wichtig ist.»

In der Chapellerie kann keiner der drei Angestellten eine ruhige Kugel schieben. Jedenfalls im Dezember nicht, wo die Kunden sich gleichsam die Türklinke reichen: «An Spitzentagen verkaufen wir bis zu 200 Hüte», sagt die Modistin.

In andere Welt eintauchen

Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass ihre Welt weit weg ist vom Berichten, Informieren und Kommentieren. Und wer Judith aus frühen Tagen kennt, versteht das irgendwie. Denn die Senslerin ist mit einem ausgeprägten Sinn für Kopfschmuck ausgerüstet. Judith war fast immer «Frau mit Hut». Kein Wunder also, dass sie eines Tages wissen musste, wie so ein Ding zu kreieren ist.

So hat sie 2005 bei Schweizer Radio DRS ein Sabbatjahr beantragt, sich in Lyon niedergelassen und ein Jahr lang dort das «Lycée professionelle Camille Claudel» besucht – die Fachschule für Hutmacherinnen. Den Unterbruch erklärt sie so: «Ich wollte unbedingt vermeiden, im super Job müde zu werden.»

Eine andere Spur gefunden

Doch das Jahr in Lyon brachte Judith Fasel auf eine andere Spur. Ihr Lebenspartner Regis – sie hat ihn auf einer Tour rund ums Matterhorn kennengelernt – mag dabei eine Rolle gespielt haben. Auch Regis Challier ist ein Umsteiger. Seinen Job als wissenschaftlicher Marketingleiter hat er an den Nagel gehängt und in der wunderschönen alten Passage de l’Argue einen Hutladen gekauft.

Judith Fasel liebt ihren neuen Arbeitsplatz, schätzt das Leben in der Stadt und flaniert auch dort «behutsam», wie sie sagt, durch Gassen und Quartiere. «Behutsam» ist auch der Markenname von Judiths Hut-Kreationen.

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