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Warm ums Herz

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Warm ums Herz

Sybille Schmutz und Leo Ruffieux stellen in Giffers aus

Wenn es draussen kalt, feucht und unfreundlich ist, sucht man instinktiv Wärmequellen. In der Ausstellung von Sybille Schmutz (Öl- und Acrylbilder) und Leo Ruffieux (Skulpturen) in Giffers wird einem warm ums Herz. Die Bilder und Skulpturen erfüllen den Raum mit viel Energie und Leben.

Von RUTH SCHMIDHOFER HAGEN

Die Ausstellung von zwei unterschiedlichen Künstlern birgt immer Risiken. Harmonieren die Werke oder konkurrenzieren sie sich? Bei Sybille Schmutz und Leo Ruffieux ist die Synthese gelungen. Aus manchem Blickwinkel heraus treten die Werke sozusagen in einen stummen Dialog.

Auch die Farbe Blau
kann warm sein

Die mit wenigen Strichen angedeuteten Figuren von Sybille Schmutz tanzen auf der Leinwand, als ob es nichts Leichteres gäbe. Die Körper gleiten wie Menschen beim Wasserballett über die Bildfläche – in Momentaufnahmen festgehalten, verharren sie in weichen Bewegungen.

Auch wenn sich die Inhalte von tanzenden, schwimmenden oder turnenden Figuren zu streng angeordneten Balken, Rechtecken und Quadraten entwickelten, so bilden die Farben Rot und Blau Fixpunkte in ihrem Schaffen. Neben Variationen in Rot, Orange, Schwarz und Gelb wirken selbst Blau, Grau und Türkis warm und herzlich.

Das Papier wurde
immer grösser

Angefangen hat die Liebe zur Malerei irgendwann in der Sekundarschule. «Ich kam vom Format A4 zu A3 und A2. Und dann war der Schritt zur Leinwand auf der Staffelei nicht mehr gross», erklärt Sybille Schmutz ihre Anfänge. Für ihre Arbeit schöpft die Künstlerin aus ihrem Innersten. «Manchmal fliesst es einfach. Dann kommt es auch schon vor, dass ich ein wenig den Überblick verliere», führt sie weiter aus und ergänzt: «Ich bin froh, dass es sich immer anders weiterentwickelt.»

Die Künstlerin aus Bösingen zeigt in der Art Galerie Giffers ganz neue Arbeiten. «Obwohl es mir oft schwer fällt, ganz neue Bilder loszulassen, sind hier alle meine Arbeiten zu verkaufen», erklärt die Künstlerin. Um sich später besser erinnern zu können, macht Sybille Schmutz von jedem Bild eine Fotografie. Diese Alben kann sie Freunden und möglichen Kunden zeigen, sie braucht sie aber auch für sich selbst.

Holz, Eisen und Raku-Keramik

«Ich möchte am liebsten alles selber machen können», erklärt Leo Ruffieux. Deshalb verbrachte er auch schon mal eine ganze Woche im Tessin, um die Kunst der Keramikglasur in der Rakutechnik zu erlernen. Und nun hat er bei einem Profi das Schweissen gelernt. «Von meinem Vater, er war Schreiner, habe ich die Liebe zum Holz, und von meinem Grossvater, er war Schmied, die Freude am Eisen vermittelt bekommen.»

In seinen neueren Arbeiten verbindet Leo Ruffieux denn auch Eisen und Raku. Da wird beispielsweise ein Raku-Stück – einer historischen Ofenkachel ähnlich – auf einen alten Spaten montiert. «Ich liebe es, wenn die Dinge ihre eigenen Geschichten erzählen», betont Leo Ruffieux. Die Schaufel habe wohl so manchen Graben ausgehoben und vielleicht auch noch anderes erlebt.

Eine besondere (Entstehungs-)Geschichte steckt in der Plastik mit dem Titel Spannung. «Bei dieser Raku-Kugel bin ich an die Grenzen des technisch Möglichen gestossen. Einen kleinen Moment lang wollte ich gar nicht mehr weitermachen», führt der Künstler aus.
In der Einmaligkeit der Raku-Keramik liegen nämlich auch die grössten Schwierigkeiten. «Auch erfahrene Künstler erleiden beim Brennen einen Ausfall von etwa 30 Prozent; ein Drittel der Stücke sind meist kaputt oder nicht mehr weiterverwendbar.»
Im Unterschied zu Sybille Schmutz, die sich von ihrer Arbeit tragen und treiben lässt, weiss Leo Ruffieux schon, wohin ihn die nächsten Stücke führen: «Ich möchte jetzt grössere Sachen – etwa zwei bis drei Meter hoch – in Holz und Raku machen.» Er habe schon viele Ideen im Kopf, doch werde die Umsetzung gerade bei den Keramikteilen sehr anspruchsvoll sein. Doch wer Leo Ruffieux kennt, weiss, dass er die Bewunderer seiner Kunst nicht enttäuschen wird.

Art Galerie Giffers. Bis 25. Januar 2004. Öffnungszeiten: Di./Do. 8-12, 13.30-17 Uhr.

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