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Warum einfach, wenn es kompliziert auch geht?

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Warum einfach, wenn es kompliziert auch geht?

Am 1. Juni 2008 wird über die Statuten und damit über die Agglomeration Freiburg abgestimmt. An und für sich ist das Entstehen der Agglo Freiburg nichts Aussergewöhnliches, tun dies doch noch 36 andere in der Schweiz. Es ist sicher auch sinnvoll, dass Verkehrs- und gewisse Infrastrukturaufgaben über die Gemeindegrenzen hinweg gelöst werden. Das Problem liegt aber anderswo: Die Agglo Freiburg ist in der Schweizerischen Landschaft ein einmaliges Gebilde. Es entsteht eine neue, vierte Verwaltungsebene mit komplexen und komplizierten Abläufen. Dabei hätten die Bundesgelder auf viel einfachere Art und Weise geholt werden können. Bulle macht es vor: Zwischen Juni 2007 und Oktober 2007 ist eine Agglo nach Bundesrecht entstanden, die den Kriterien entspricht, um das Manna aus Bern zu holen. Mobul, wie sich diese Agglo nennt, hat weder ein Parlament, noch verlieren die Gemeinden ihre Autonomie. Aus Erfahrung wissen wir, dass eine zusätzliche Instanz Prozesse weder vereinfacht noch beschleunigt. Im Gegenteil – es wird eine neue Flut von Papier produziert. Der erste Beweis: Die Statuten der Mobul bestehen aus 24 Artikeln, diejenigen der Agglo Freiburg aus 75! Es hätte etwas Mut gebraucht, dem überholten Agglomerationsgesetz aus dem Jahre 1995 den Laufpass zu geben und eine Agglo gemäss dem Modell Bulle auf die Beine zu stellen. Die demonstrative Harmonie, die uns in den letzten Wochen von unserem Gemeinderat, aber auch von Exekutiv-Mitgliedern anderer Gemeinden vorgeführt wurde, sollte uns skeptisch stimmen. Zu viel Harmonie könnte nämlich bedeuten, dass an den Bürgern vorbei, nur im eigenen Interesse gearbeitet wird. Deshalb: Geben wir dem komplizierten Agglo-Konstrukt einen symbolischen Laufpass und legen wir am 1. Juni ein Nein in die Urne.

Autor: Patrick Schaller, Düdingen

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