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Warum nicht Automechanikerin?

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Warum nicht Automechanikerin?

Die Broschüre «Schnupperpraktika für Mädchen in atypischen Berufen» liegt vor

Junge Frauen für atypische Berufe sensibilisieren: Das war das Ziel des Gleichstellungsbüros Freiburg. Am Fünf-Jahres-Projekt haben 850 Achtklässlerinnen teilgenommen und ein Schnupperpraktikum absolviert.

Von IRMGARD LEHMANN

Sekretärin, Verkäuferin, Kosmetikerin, Hotelfachangestellte, Lehrerin, Therapeutin: Alles typische Frauenberufe, die heutzutage immer noch beliebt sind. Jedenfalls wählen in der Schweiz immer noch drei von vier jungen Frauen einen von den 23 «typischen Frauenberufen». Eine ganz andere Palette steht hingegen den Männern zur Verfügung. Drei von vier jungen Männern wählen einen von 74 Berufen, oft technischer oder handwerklicher Art.

«Das Fehlen von Teilzeitstellen in typischen Männerberufen trägt dazu bei, dass junge Frauen weiterhin typische Frauenberufe wählen», kommentiert das Freiburger Büro für Gleichstellung von Frau und Mann und für Familienfragen.

Männer nehmen sich mehr Zeit

Im Durchschnitt investieren Frauen weniger Zeit als Männer in ihre Berufsbildung, was sich später negativ auf die Löhne und Aufstiegsmöglichkeiten auswirke, schreibt das Gleichstellungsbüro weiter. Dies obwohl inzwischen nur noch 38 Prozent der Frauen nach der Geburt des ersten Kindes ihre Erwerbsarbeit aufgeben.

Im Kanton Freiburg sind 64 Prozent der Mütter von Kindern im Primarschulalter berufstätig.

Praktika in atypischen Berufen

Während der letzten fünf Jahre haben 850 Schülerinnen der achten Schulklasse ein Schnupperpraktikum in einem männlichen Beruf absolviert. Sei dies als Informatikerin, als Malerin oder als Automechanikerin.

Durchgeführt wurde das Projekt «Praktika für Mädchen in atypischen Berufen» vom Gleichstellungsbüro in Zusammenarbeit mit dem Amt für Berufsbildung und dem Amt für Berufsberatung und Erwachsenenbildung. Den jungen Frauen während ihrer Berufswahl zwei bis drei Schnuppertage in einem technischen oder handwerklichen Beruf zu ermöglichen war das Ziel des Projekts. «Wir hoffen damit jungen Frauen neue Horizonte eröffnet zu haben», sagt Regula Kuhn Hammer, Co-Leiterin des Gleichstellungsbüros.

476 Freiburger Unternehmen haben beim Projekt mitgemacht. Im Rahmen des gesamtschweizerischen Lehrstellenprojekts wurde das Unterfangen mit Bundesgeldern finanziert.

Resultat in Broschüre festgehalten

Die Bilanz des Freiburger Projektes ist in einer 30-seitigen Broschüre festgehalten, die den Lehrbetrieben, den Schulen, der Berufsberatung und den kantonalen Behörden zugestellt wird.

Wie Regula Kuhn Hammer sagt, kann aus finanziellen Gründen nicht gleich wieder so ein Projekt durchgeführt werden. Das Büro werde jedoch mit den zuständigen Stellen in Kontakt bleiben. «Gemeinsam mit interessierten Kreisen werden wir neue Möglichkeiten suchen, Mädchen und Knaben für eine geschlechterunabhängige Berufswahl zu sensibilisieren und atypische Berufswünsche unterstützen.»

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