Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Was aussen so hässlich ist, muss viel innere Schön

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Was aussen so hässlich ist, muss viel innere Schönheit haben. Mit dieser Erwartung ging ich am 7. Februar in die Oper. Im Eingang war es mit Durchzug bitterkalt. Ungern trennte ich mich vom Mantel, aber ich hatte ja «bessere» Kleidung angezogen, und so gab ich den Mantel in der Garderobe ab. Dann ging es weiter zum Aufgang mit den Plätzen «Impairs»: Die Treppe ist schmal, steil, lang und bereits von vielen schwarzen Schuhen gezeichnet – Fabrik-Atmosphäre. Endlich im Saal angekommen: Schwarz und Anthrazit (das sei modern), so weit das Auge reicht. Immerhin ein roter Vorhang! Die Beleuchtung blendet, und doch vermag sie die Düsterkeit nicht zu erhellen. Alles ist schwarz! Mit Ausnahmen: Für die Winkel und Ecken in den Wänden hat die schwarze Farbe offenbar nicht ganz gereicht: Wenn man genau hinschaut, blitzen überall weisse Spalten auf. Und Schwarz ist anfällig für Abdrücke aller Art: Hände, Schuhe, Taschen, überall hat es bereits Spuren.

Dann fand ich meinen Platz. Polster anthrazit, mit Flusen vom Vorgänger mit Mohairpullover. Für mich ist der Platz lang genug, aber der gross gewachsene Herr neben mir muss die Beine schräg platzieren, wie in der Aula. Zwei Reihen vor mir steht das Geländer vor dem Orchestergraben: Etwas wacklig, im Stil einer Baustellenschranke, aber sicher funktionell. Dann geht der Vorhang auf – und jetzt wird es sehr kalt: Durchzug von der Bühne her. Die Musik und die Oper sind wunderbar, aber in der Pause hole ich den Mantel wie viele andere Besucher auch. Vielleicht ist das eben Minergie.

Im Foyer fehlt es auch an Licht, Düsterkeit noch und noch. Es ist eng, es hat hohe, wetterfeste, blecherne Tischchen, aber kein Charme, nichts Festliches, nur das Personal ist freundlich.

Nach der Oper drängen alle dem Ausgang zu. Auch da ist es eng, vor der einzigen Türe auf einer Seite gibt es Stau. Meine Frage: Ist es das, was man für 50 Millionen erhalten kann?

Autor: Kathrin Zbinden, Givisiez

Mehr zum Thema