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Wasser sparen – Kontamination befürchtet

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In der Gemeinde Tafers herrscht Ausnahmezustand: Sie kämpft mit Wasserknappheit. Der Tafersner Gemeinderat hat veranlasst, die Wasserzufuhr der Quelle von Wolgiswil zum Wasserreservoir Rüteli zu stoppen, weil sich die Quelle in der Nähe des Galterenbachs befindet, bestätigt Ammann Gaston Waeber eine Meldung von Radio Freiburg. In diesen Bach sind am Wochenende bei Alterswil Pflanzenschutzmittel geraten und haben das Wasser verseucht. Die Ermittlungen der Kantonspolizei hatten ergeben, dass ein 43-jähriger Mann Tanks mit Resten eines Behandlungsmittels für Weizen gereinigt hatte – das verschmutzte Wasser ist über die Kanalisation ins Gewässer geraten. Er wurde angezeigt (die FN berichteten).

Der Gemeinderat wollte sich absichern, dass das Grundwasser nicht verseucht und dass die Quelle nicht betroffen sei, sagt Waeber. Der Kanton habe deshalb am Montag eine Probe in ein Labor nach Genf gesandt; das Ergebnis solle bis Ende der Woche vorliegen (siehe auch Kasten). «Wir wollten kein Risiko eingehen, besonders da sich auf unserem Gemeindeboden das Spital HFR Tafers und zwei Pflegeheime befinden», führt Waeber weiter aus. Durch den Wasserstopp hat die Gemeinde nun aber ein Versorgungsproblem: Die Quelle von Wolgiswil liefert die Hälfte des Wassers an das Reservoir Rüteli; die andere Hälfte kommt aus Plasselb. Laut Angaben des Gemeindeschreibers Helmut Corpataux hat das Wasserreservoir ein Fassungsvermögen von rund 1800 Kubikmetern Wasser – rund 1000 Kubikmeter liefere alleine die Quelle von Wolgiswil. Die Gemeinde bezieht nun bei den Nachbargemeinden Alterswil, Schmitten und Düdingen Wasser. Das Quartier Kleinschönberg habe Tafers von der Leitung genommen, damit es von Freiburg mit Wasser versorgt werde, sagt der Ammann.

Auch die Feuerwehr Tafers war im Einsatz: In der Nacht von Montag auf Dienstag verteilte sie an alle 1550 Haushalte Informationsblätter, mit der Bitte, in den nächsten Tagen sparsam mit dem Wasser umzugehen.

Es sei unvorstellbar, was die Gemeinde alles organisieren müsse, wenn einmal das Wasser knapp werde, sagt Waeber. «Nicht nur die Haushalte müssen versorgt werden, sondern beispielsweise auch der Brandschutz braucht eine gewisse Menge an Wasser, sollte ein Notfall eintreffen.»

Galterenbach bei Alterswil

Keine grosse Gefahr mehr für Fische

«Das Ökosystem hat sich in der Zwischenzeit einigermassen erholt», sagt Fischereiverwalter Manuel Pompini vom kantonalen Amt für Wald, Wild und Fischerei zur Situation im Galterenbach bei Alterswil. Bei den am Samstag über ein Ablaufgitter in den Bach gelangten Pflanzenschutzmitteln handelte es sich um ein Saatbeizmittel, das die Weizensamen vor Pilzkrankheiten schützen soll, sagt Pompini. Die Feuerwehren von Freiburg, Alterswil und Düdingen setzten noch am gleichen Tag eine Bachsperre, pumpten das verseuchte Wasser ab und ersetzten es mit frischem, wie Franz Moser, Kommandant der Feuerwehr Alterswil, erklärt. Aus dem Reservoir von Alterswil hätten sie rund 300 Kubikmeter Wasser hinzugefügt, 1000 Kubikmeter von der Quelle Hofmatt der Freiburger Wasser AG.

Insgesamt 300 Fische, darunter viele Forellen, sowie vier Krebse sind aufgrund der Verschmutzung verendet. Seit Samstag habe das Amt keine toten Fische mehr gefunden, sagt Pompini. Kommende Woche werde der Kanton vor Ort erneut eine Kontrolle durchführen und bei Bedarf das Gewässer abfischen. In zwei Wochen folge eine erste Schadensschätzung.

Diese Art von Gewässerverschmutzung, nämlich dass verunreinigtes Wasser in die Kanalisation gelange, geschehe viel zu häufig, sagt Pompini. «Viele Menschen sind sich nicht bewusst, dass das Wasser, das durch ein Ablaufgitter läuft, in ein Gewässer fliesst.» Dank der Verfärbung sei der Schaden relativ rasch entdeckt worden.

jp

 

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