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Weite Melodienbögen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Heimspiel für Marie-Claude Chappuis

Ein Konzert in der Region Freiburg ist für die Freiburgerin Marie-Claude Chappuis ein «Heimspiel». Das Gesangsstudium führte sie an das Salzburger Mozarteum in die Liedklasse von Professorin Breda Zakotnik. Dort erlangte sie das Konzertdiplom mit Auszeichnung und legte so den Grundstein für eine internationale Karriere.

Dass trotz den hochwertigen Qualifikationen Künstlerinnen nur die Hälfte des Zuschauerraums besetzt war, lag sicherlich auch an den hochsommerlichen Temperaturen.

Romantisches aus der
Heimat zum Einstieg

Die drei einleitenden Lieder stammen vom Schweizer Komponisten Othmar Schöck, der vor allem durch sein umfangreiches, im romantischen Stil gehaltenes Liedschaffen bekannt wurde. Schöck bediente sich zahlreicher Gedichte von Joseph Freiherr von Eichendorff, welcher sich thematisch hauptsächlich mit den Motiven Heimweh, Erinnerung und der Trennungserfahrung des Menschen von der Natur befasste.

Hommage an deutschen
Liedermacher der ersten Stunde

Der zweite Block des Konzerts war dem österreichischen Romantik-Komponisten Hugo Wolf gewidmet, der dieses Jahr seinen 140. Geburtstag feiern würde. Leider verstarb er schon im frühen Alter von 43 Jahren. Dennoch konnte er sich einen bedeutenden Namen in der Komponistenreihe des 19. Jahrhunderts schaffen. Ihm wird sogar zugeschrieben, dass er das deutsche Lied des 19. Jahrhunderts auf den Höhepunkt der Entwicklung gebracht habe.

Marie-Claude Chappuis verstand es, mit ihrer variablen, warmen Stimme den Texten eine tiefe Bedeutung zu verleihen und weite Melodienbögen zu spannen. Am Ende jedes Liedes senkte sie in demütiger Haltung den Kopf, mit einem strahlenden Lachen nahm sie dankend jeden Applaus entgegen.

Manchmal etwas gar schwermütig
und besinnlich

Teilweise wirkte der Ablauf von Gestik und Haltung schon beinahe mechanisch. Dies mag auch durch die Programmwahl beeinflusst sein, die nur wenige Ausbrüche aus einer gedankenverlorenen, schwermütigen und besinnlichen Stimmung erlaubte. Die Klavierbegleitung von Breda Zakotnik überzeugte durch tiefen musikalischen Ausdruck, Einfühlungsvermögen und technische Präzision.

Nach einer kurzen Pause spielte Breda Zakotnik ein Stück des Franzosen Claude Debussy für Klavier solo, um dann überzuleiten in eine Liedreihe desselben Komponisten. Debussy nahm dabei Gedichte von Paul Verlaine als Textgrundlage. Gegen den Schluss, bei der Liederauswahl des französischen Komponisten Francis Poulenc, zeigte Marie-Claude Chappuis erstmals ihr jugendliches Temperament und brachte eine gewisse wohltuende Leichtigkeit in das Programm. Verstärkt wurde der Eindruck durch die beiden wunderschönen Zugaben. Bei der Interpretation der feurigen Carmen sprang dann der Funken definitiv auf das Publikum über.

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