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Weiteres neues Callcenter in Freiburg

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Das Marktforschungsinstitut Demoscope verlegt seinen Westschweizer Standort von Genf nach Freiburg und schafft damit an der St.-Theresia-Strasse im Juraquartier in den ehemaligen Räumlichkeiten einer Kindertagesstätte 40 neue Arbeitsplätze für rund 100 Teilzeitangestellte. Der geschäftsleitende Partner der Firma, Roland Huber, bestätigte gestern gegenüber den FN eine entsprechende Meldung der «Liberté». Nach der Firma Callpoint, welche das Billag-Kundencenter übernimmt, ist dies schon das zweite Callcenter, das innerhalb einer Woche sein Kommen nach Freiburg ankündigt. «Die Verlegung von Genf nach Freiburg erfolgt aus wirtschaftlichen und logistischen Gründen, zur langfristigen Sicherung unserer Dienstleistung», führt Huber aus.

Mehrsprachigkeit als Vorteil

«Ohne nachhaltige Optimierung würden unsere telefonischen Befragungsdienstleistungen vermutlich über kurz oder lang durch Online-Umfragen und Dienstleister im Ausland ersetzt.» Der Standort Freiburg führe im Vergleich mit Genf zu tieferen Betriebskosten und biete dank seiner mehrsprachigen Bevölkerung und der Universität ein optimales Umfeld für die nachhaltige Rekrutierung sowie den Einsatz von geeigneten Mitarbeitenden.

Ausserdem werde die Anreisezeit vom Hauptsitz in Adligenswil  LU durch die Verlegung nach Freiburg halbiert. «Die Mehrsprachigkeit in Freiburg erleichtert zudem die Kommunikation», so Huber. Die Vorarbeiten für den Einzug in Freiburg hätten bereits begonnen, der Aufbau des dortigen Betriebs erfolge sukzessive bis Ende Jahr. Der operative Betrieb in Genf werde noch bis mindestens Ende August aufrechterhalten.

Ende Dezember wird der dortige Standort dann endgültig geschlossen. Huber rechnet aufgrund der grossen Distanz nicht damit, dass viele Mitarbeiter nach Freiburg kommen werden. «Sämtliche Mitarbeitenden haben aber die Möglichkeit, in Freiburg weiterhin für Demoscope zu arbeiten», versichert er. «Diejenigen, die ihren Wohnsitz in der Schweiz haben, können auch als Home Agent von zu Hause aus arbeiten.» Betroffen seien rund 70 Teilzeitmitarbeitende mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag sowie eine festangestellte Kaderperson.

Online-Umfragen verdrängen die telefonischen Umfragen seit Jahren immer stärker. Gemäss einer Statistik wurden 2006 noch 62  Prozent aller Umsätze telefonisch und nur gerade neun Prozent online erzielt. Zehn Jahre später, 2016, betrug der Umsatz mit telefonischen Umfragen nur noch 40  Prozent und der Online-Anteil bereits 36  Prozent.

Das grösste Schweizer Marktforschungsinstitut hat bereits 2017 die Schliessung seiner Telefonlabore in der West- und Deutschschweiz auf dieses Frühjahr bekannt gegeben. «Vor allem grössere Auftraggeber kaufen telefonische Befragungsleistungen zunehmend im kostengünstigeren Ausland ein», bemerkt Huber dazu. Demoscope glaube aber an einen «nachhaltigen Bedarf für qualitativ hochstehende und in der Schweiz selbst realisierte Telefonumfragen».

Hocherfreut über diese Ansiedlung ist Volkswirtschaftsdirektor Olivier Curty (CVP). «Sowohl bei Demoscope als auch bei Callpoint hat die kantonale Wirtschaftsförderung eine wichtige Rolle gespielt», sagt er. «Die Entwicklung bei Billag war für uns alle ein Schock, und dementsprechend intensiv haben wir uns um dieses Dossier gekümmert.» Die Verhandlungen zwischen Billag und Callpoint hätten sich sehr schnell ergeben. Bei Demoscope habe die Wirtschaftsförderung die notwendigen Hilfestellungen geleistet. «Von einem Cluster für Callcenter in Freiburg würde ich noch nicht gerade sprechen», so Curty weiter. «Doch es war unser erklärtes Ziel, dass keine Arbeitsplätze verloren gehen und wir den Billag-Angestellten weiterhin eine Zukunft in Freiburg bieten können.» Es stimme aus seiner Sicht allerdings nicht, dass Callcenter vor allem Studierenden einen Job böten. «Grösstenteils handelt es sich um Menschen, die älter als 50  Jahre sind», stellt der Volkswirtschaftsdirektor fest. «Daher haben diese Ansiedlungen auch eine sehr starke soziale Komponente.»

Lösung für Billag-Mitarbeiter?

Sicher könne Freiburg diesen beiden neu hier ansässigen Unternehmen «attraktive Rahmenbedingungen» bieten. «Und auch unseren wichtigen Trumpf der Zweisprachigkeit haben wir sicher ausgespielt», so Curty. Die Grundidee sei nun tatsächlich, dass mindestens ein Teil der rund 60 Billag-Mitarbeitenden, die noch eine neue Herausforderung suchen, bei Demoscope arbeiten könnten.

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