Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Welche Schule wollen wir?»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Welche Schule wollen wir?»

Bildungsdiskussion der CVP Sense in Überstorf

Die CVP Sense und die CVP-Ortspartei Überstorf organisierten eine öffentliche Veranstaltung zum Thema: «Bildung heute». Mit dabei war auch Erziehungsdirektorin Isabelle Chassot.

Von ELISABETH SCHWAB-SALZMANN

«Welche Schule wollen wir für welche Gesellschaft aufbauen?», fragte die Staatsrätin zu Beginn ihres in perfektem Deutsch gehaltenen Eintrittsreferats im Saal des Restaurants Schlüssel in Überstorf.

Sozialen Umgang einüben

Die Schule müsse sich verändern, denn sie müsse sich dem Wechselspiel mit ihrer Umwelt anpassen.
Dabei bleiben die beiden Kernaufträge, das Unterrichten und das
Erziehen zentral, sagte sie. Das Ein-üben vom sozialen Umgang, das Erlernen von Gemeinschaftsbewusstsein werde leider immer mehr vom Elternhaus vernachlässigt und so müsse auch dieser Erziehungsunterricht immer mehr in der Schule stattfinden.

Zu viele Reformen überfordern

In der Reform des neuen Schulgesetzes müsse der Förderung des Fremdsprachen-Lernens ein grosser Platz eingeräumt werden. Dass dabei die erste Fremdsprache (im Kanton Freiburg das Deutsch respektive Französisch) ab der dritten Klasse und die zweite Fremdsprache (Englisch) ab der siebten Klasse unterrichtet wird, sei sicher unumstritten, meinte Chassot. Die Zweisprachigkeit müsse unbedingt weiter gefördert werden. Das Konzept der zweisprachigen Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule zum Beispiel habe jetzt schon schweizweit grosse Beachtung gefunden. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die rasche Integration von fremdsprachigen Schülern. Das Modell IFF (Integration Fremdsprachiger in Förderklassen) von Flamatt möchte man weiter auf den Kanton ausdehnen.

Eine dritte wichtige Massnahme ist das Auffangen von verhaltensschwierigen, aggressiven Kindern mittels schulischen Massnahmen. Die Lehrer seien aber keine Sozialtherapeuten, mahnte die Erziehungsdirektorin.
«Wir müssen Sorge dazu tragen, dass wir uns mit zu vielen Reformen nicht überfordern», sagte Chassot. Es brauche gute Rahmenbedingungen und die notwendigen finanziellen Mittel dazu. Einmal gestartete Projekte müssten auch zu Ende gebracht und evaluiert werden. Die Lehrerfortbildung bleibe ein zentraler Punkt.

Die Staatsrätin plädierte für frühere und flexiblere Schuleintritte und für neue Strukturen bei Kindergarten und erster und zweiter Klasse. Besser wäre noch ein zweijähriger Kindergarten-Besuch, meinte sie. Das Projekt Schulleitung werde weitergeführt, obwohl aus Kosteneinsparung im Moment keine neuen Schulleiterstellen bewilligt werden können.

Diverse Themen angesprochen

An der rege geführten Diskussion wurden über die freien Mittwoch-nachmittage, das Schuleintrittsalter, die Eltern-Mitarbeit in der Schule und den günstigsten Zeitpunkt für das Erlernen von Fremdsprachen diskutiert. Staatsrätin Isabelle Chassot rechnet damit, dass das neue Schulgesetz auf 2006 in Kraft treten wird.

Mehr zum Thema