Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Welsche Murtner wollen auch fernsehen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

280 Leute fordern in einer Petition unterdrückte welsche Fernsehprogramme zurück

Im November 1999 hat die Cablecom Bern das Netz der Region Murten von Cablecom Freiburg übernommen. «Wir wollten das Angebot für die Kunden verbessern», erklärt Bernard Berset, Direktor der Cablecom Freiburg, den Wechsel.

«Die politisch deutschsprachigen Gemeinden sollten von Bern aus bedient werden und so mehrheitlich deutschsprachige Sender erhalten.» Cressier, Courgevaux, Haut-Vully und Bas-Vully wurden als mehrheitlich französischsprachig klassiert und blieben unter den Direktiven von Cablecom Freiburg.
Die neuen Chefs aus Bern haben eine Ausweitung des Programmangebots angekündigt, was viele Fernseh- und Radio-Benutzer vor Freude darauflos zappen liess:17 neue TV-Programme und 15 neue Radio-Programme erlaubten eine noch nie dagewesene Auswahl. Über 50 Fernsehsender standen zur Wahl. Und die Palette der Radiokanäle reichte sogar bis zu Radio Rumantsch ins Bündnerland.
Zappenduster sah die Situation aber für die französischsprachige Minderheit in den Gemeinden des Murtenbietes aus. Gleichzeitig mit der Ausweitung wurden sieben mehrheitlich französischsprachige Fernsehsender und sechs französischsprachige Radiokanäle aus der Zap-Auswahl gestrichen. Fertig mit Canal+, Canal Météo, RTL9 und der französischsprachigen Version von Eurosport. Betroffen war auch das französischsprachige Radio Fribourg, das schliesslich aufgrund der Medienberichte zusammen mit Cartoon Network wieder eingeführt wurde. Weiter hat sich aber nichts getan, obwohl sich die Gemeinde Murten in einem Brief für ihre Romands und die Zweisprachigkeit stark gemacht hat.
Nun wurde es den Welschen aber zu bunt. Unter der Führung von Pascale und Olivier Chène sammelten sie Unterschriften, um gemeinsam der Cablecom ihre Anliegen zu unterbreiten. «Gemeinsam ist man stark», sagten sich 280 Betroffene und halfen mit. Der eingeschriebene Brief ging nach Bern, bisher aber ohne Echo. «Uns stört vor allem, dass niemand irgendetwas gesagt hat», ereifert sich Pascale Chène.
«Von einem Tag auf den anderen bekamen wir fast die Hälfte aller französischsprachigen Sender nicht mehr.» Und sie zeigt sich kampfbereit: «Wir wollen unsere Sender bis Ende Mai zurück haben!»
Paul Winiker, Leiter Marketing und Verkauf bei Cablecom: «Wir haben auf Bitten vieler Murtner das Berner Programm aufgeschaltet. Aus Kapazitätsgründen können wir analog nicht weitere führen. Dank der Petition soll nun aber das Murtner Angebot wie in Biel behandelt werden. Mit einem digitalen Decoder können verschiedene französischsprachige Sender empfangen werden. Decoder kann man im Fachgeschäft kaufen oder mieten.

Mehr zum Thema