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Wenn der Schiedsrichter auf die Hautfarbe schaut

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Freiburg Entscheide von Fussballschiedsrichtern hängen nicht mit der Hautfarbe der Spieler zusammen: Zu diesem Schluss kommt laut einer Mitteilung eine Studie an der Universität Freiburg. Zwar zeigen die Resultate der Testpersonen eine unterschiedliche Beurteilung von Spielern schwarzer und weisser Hautfarbe, man könne aber nicht von explizitem Rassismus sprechen.

Die Forschungsarbeit umfasste ein Panel aus 82 Teilnehmenden, welchen eine Serie von 64 Fallsequenzen gezeigt wurde. Die Forscher konfrontierten Schiedsrichter, Spieler und Fans mit Tackling-Szenen, die nicht eindeutige Fouls zeigen und an denen Fussballer unterschiedlicher Hautfarbe beteiligt sind.

Es hat sich gezeigt, dass die Urteilenden am ehesten ein Foul anzeigen, wenn zwei Spieler derselben Hautfarbe beteiligt sind. «Wir interpretieren dies als Vorsichtsmassnahme: Die Teilnehmer sind weniger schnell zum ‹Pfiff› bereit, wenn zwei Ethnien beteiligt sind», erklärt Pascal Wagner-Egger. Zudem werde schneller gepfiffen, wenn der Angreifer schwarzer Hautfarbe ist – vor allem, wenn der Gegenspieler einer weissen Ethnie angehört. «Dies könnte als eine Unterscheidung interpretiert werden, welche die schwarzen Spieler benachteiligt», so der Forschende. «Aber ein von einem weissen Spieler begangenes Foul wird als am schlimmsten bewertet.»

Die Resultate wurden dem Schweizerischen Fussballverband unterbreitet. Aktuell suchen die Forscher nach neuen Finanzierungsquellen, um die Resultate ergänzen und bestimmte Faktoren genauer untersuchen zu können.fca

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