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Wer folgt nach und wer hat Chancen?

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Wer folgt nach und wer hat Chancen?

Staatsratswahl: CSP, SVP und CSP wollen mitmischen

Jetzt brodelts auch in der Gerüchteküche von Freiburg. Wird Deutschfreiburg mit seinem Anspruch auf den Sitz von Urs Schwaller durchkommen oder nicht? Einzig für die SP ist es bis anhin klar, dass sie keinen Kandidaten stellen wird.

Von IRMGARD LEHMANN

Kurz nach der Wahl von Staatsrat Urs Schwaller in den Ständerat (19. Oktober) ist nur ein Name in aller Munde, und zwar derjenige von CVP-Grossrat Beat Vonlanthen. Der Anspruch auf den Sitz scheint der Logik zu entsprechen (CVP und Deutschfreiburg). Doch Vonlanthen ist nicht lange der Einzige. Alsbald meldet die SVP ihre Interessen an. Der Name Jean-Blaise Defago taucht auf und kurz darnach ist auch die Parteigenossin Elisabeth Leu-Lehmann im Gespräch.

Doch damit nicht genug: Mit Nicolas Deiss gelangt der Fünfte ins Spiel. Und nicht zuletzt macht CSP-Nationalrat Hugo Fasel die Runde.

Was ist nun Dichtung und was Wahrheit?
Beat Vonlanthen, CVP-Grossrat, 45: An einer Kandidatur sei er nach wie vor interessiert. Inoffiziell sei er auch angefragt worden, sagt der Vizedirektor der Gruppe «Wissenschaft und Forschung» beim Bund. «Doch diese Wahl wird kein Sonntagsspaziergang werden.» Mit dem Vormarsch der SVP habe sich das politische Umfeld verändert. Um Erfolg zu haben, müsse sich die CVP auf eine einzige Kandidatur konzentrieren. Das Wichtigste sei aber, dass der Deutschfreiburger Sitz sichergestellt werde.

Und wie soll das Profil aussehen? Eine Integrationsfigur sei gefragt. «Jemand, der Brücken bauen kann – sowohl zwischen den Sprachkulturen als auch zwischen den politischen Richtungen.» Ausserdem müsse die Person fähig sein, Visionen zu entwickeln.
Nicolas Deiss, CVP-Oberamtmann, 57: «Es ist verrückt. Sie sind die vierte Person, die mich anruft, und ich weiss von nichts.» Niemand habe bis anhin angefragt. Doch über das Profil des Nachfolgers war sich Deiss im Klaren. «Der Kandidat muss zweisprachig und ein Vertreter Deutschfreiburgs sein.»

Die Person müsse politische Erfahrung mitbringen und wissen, wie Dossiers zu managen und Gremien zu präsidieren sind. Da heute in der Politik ein rauer Wind wehe, sei ebenfalls eine mutige Haltung gefragt. Also alles Aspekte, die auf ihn bestens zutreffen? Deiss lacht und meint: «Ich bin nicht mehr ganz der Jüngste und in der Partei habe ich nicht nur Freunde.»

Und wie stehts mit den Chancen der CVP? «Die Zeiten sind vorbei, wo es einfach heisst, Schwaller geht, Vonlanthen kommt.»
Jean-Blaise Defago, SVP-Ständeratskandidat, 41: Seine Kandidatur sei nicht ausgeschlossen, sagt der Leiter der Unternehmenskommunikation bei der Visana. «Mit dem Wähleranteil hat die SVP ein Recht in der Regierung zu sein.» Im Hinblick auf das Profil betont Defago die Teamfähigkeit, die Zweisprachigkeit und Führungskompetenzen.
Elisabeth Leu-Lehmann, SVP-Nationalratskandidatin, 58: Die Gemeindepräsidentin und Heimleiterin zeigt sich überrascht und will sich gegenwärtig nicht äussern. Auch ihr ist es ein Anliegen, dass Deutschfreiburg der Sitz erhalten bleibt.
Hugo Fasel, CSP-Nationalrat, 48: «Was ist los?», war Fasels Reaktion auf die Frage, ob er mit dabei sei. Und er fügt gleich an, dass er sich noch gar nicht damit auseinander gesetzt habe. Bis anhin sei er ausschliesslich mit der Wahl in den Nationalrat beschäftigt gewesen. «Aber vielleicht werde ich mich damit auseinander setzen», meint der Präsident von Travail.suisse. Seine Vision zum Profil: «Kein Verwalter, sondern eine Persönlichkeit, die den Mut hat, aktuelle Fragen aufs Tapet zu bringen, muss nachfolgen.»

Was die Parteien sagen

Dass der vakante Sitz der CVP wiederum der CVP zugesprochen werden sollte, davon ist Kantonalpräsident Georges Bouverat überzeugt: «Auf jeden Fall muss der Sitz Deutschfreiburg erhalten bleiben.» Dies sei vorab für den Zusammenhalt im Kanton wichtig. Die Partei will Mitte Dezember die Spielregeln definieren und das Profil festlegen.

In das Rennen steigen will ebenfalls die SVP und dabei will sich Kantonalpräsident Jean-Luc Rimaz nicht einzig auf eine deutschsprachige Kandidatur festlegen. «Auch die französischsprachige Seite wird ihre Kandidaten stellen.»

Gemäss Kantonalpräsident Michel Monney ist auch die CSP mit dabei. Gesucht werde eine starke Persönlichkeit, die den Kanton auch nach aussen vertreten könne.

Für Claudia Cotting, Präsidentin der FDP, ist noch alles offen: «Nachdem aber die Allianz nicht gespielt hat und Cornu nicht gewählt wurde, müssen wir uns neu positionieren.» Ihr sei es aber wichtig, dass Deutschfreiburg weiterhin vertreten ist.

Auf das Wahlprozedere verzichtet allerdings die SP. Ob die Partei allenfalls Beat Vonlanthen unterstützen wird? «Wir sind offen und gegen Vonlanthen haben wir nichts», meint Berset. In einer ersten Runde werden nun die Vorstände die Bezirksparteien aufrufen, zu Handen der Delegiertenversammlungen ihre Kandidatinnen und Kandidaten zu rekrutieren. il

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