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Wer kommt für Transporte auf?

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Anstelle eines budgetierten Defizits durfte Gerhard Liechti an der Gemeindeversammlung von vergangenem Freitag in Tentlingen eine positive Jahresrechnung 2018 präsentieren: Der Syndic der 1300-Seelen-Gemeinde hätte also eigentlich allen Grund zur Freude gehabt. Eigentlich. Denn Liechti informierte die 33-köpfige Versammlung nicht nur über das erfreuliche Rechnungsjahr 2018 (siehe Kasten), sondern auch über einen Konflikt, der ihm «derzeit schwer auf dem Magen» liege.

Beschwerde wird geprüft

Das Unwohlsein Liechtis liegt in den Schülertransporten innerhalb des neuen Schulkreises Giffers-Tentlingen-St.  Silvester begründet – oder vielmehr in der Uneinigkeit darüber, wie für die Transportkosten genau aufzukommen sei. Trotz einer gemeinsam ausgearbeiteten und von allen drei Gemeindepräsidenten unterzeichneten Vereinbarung weigere sich St. Silvester, sich wie vorgesehen an den Kosten der Schülertransporte zu beteiligen, erklärte Liechti. «Als einzige Sensler Gemeinde, die über kein Schulhaus auf eigenem Boden verfügt, ist Tentlingen darauf angewiesen, dass das Schülertransportwesen reibungslos funktioniert. Das ist im Moment nicht der Fall.» Deshalb prüfe man, Beschwerde beim Oberamt einzulegen.

«Weg, der für alle stimmt»

Marc Habegger, Präsident des im Sommer 2018 neu zusammengeschlossenen Schulkreises und im Gemeinderat von St. Silvester für das Bildungsressort zuständig, zeigt sich auf Anfrage «verwundert und doch ziemlich enttäuscht» darüber, dass die Meinungsverschiedenheit nun öffentlich zum Thema gemacht wurde. «Wir hatten beschlossen, dass der Punkt der Schülertransporte dieses Jahr wieder aufgeworfen wird und wir einen Weg suchen, der für alle Beteiligten stimmt.»

In der letzten Budgetrunde habe man aus St. Silvester zu verstehen gegeben, dass es doch sicherlich verständlich sei, wenn sich die Gemeinde vorerst nicht am Schülertransport beteilige, da bisher kein Transport zwischen Giffers-Tentlingen und St. Silvester stattfand und vorderhand auch keiner geplant sei. «Der Gemeindepräsident aus Tentlingen willigte im Rahmen der Schulkommissionssitzung ein, vorerst keinen Beitrag von St.  Silvester zu verlangen», sagt Habegger. «Für Giffers war dieses Vorgehen absolut korrekt.»

Der Schülertransport kostet Giffers und Tentlingen etwa 110 000 Franken pro Jahr. Dieser Betrag sollte laut Tentlingen nach Anzahl zivilrechtlicher Bevölkerung auf die drei Gemeinden verteilt werden. «Da wir in St. Silvester momentan keinen Transport brauchen, wäre dies sicher eine Summe, die völlig unverhältnismässig ist», so Habegger. «Wie unser Beitrag aussehen wird, werden wir an einer nächsten Sitzung bestimmen.»

Jahresrechnung 2018

390 000 Franken an freien Abschreibungen

Die Gemeinde Tentlingen blickte am Freitag auf ein positives Rechnungsjahr zurück. Bei einem Aufwand von 4,945 Millionen Franken schliesst die Rechnung 2018 mit einem Ertragsüberschuss von 9800 Franken. Budgetiert gewesen war ein Defizit in der Höhe von 134 000 Franken. Positiv beeinflusst wurde die Rechnung durch die um über eine halbe Million Franken höher ausgefallenen Steuererträge. Das gute Ergebnis erlaubte es dem Gemeinderat, freie Abschreibungen im Umfang von 395 000 Franken zu tätigen. Die Versammlung verabschiedete die Jahres- und auch die Investitions­rechnung mit Nettoinvestitionen von 295 000 Franken einstimmig.

mz

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