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Wer sägt schnell und präzis?

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Wie vor fünf Jahren in Broc treffen sich die Holzereifachleute dieses Mal in Düdingen zum sportlichen Wettkampf.Bild Alain Wicht/a

Festgelände:Mit einem Velo Holz zersägen

Der Kantonale Holzereiwettkampf wird turnusgemäss alle vier bis fünf Jahre von einem der sechs kantonalen Forstkreise organisiert. Die diesjährige Austragung wird kombiniert mit dem 75-Jahr-Jubiläum des Waldbauvereins Düdingen. Dieser übernimmt die Festwirtschaft. Austragungsort ist eine Wiese in Allenlüften (Nähe Bad Bonn) in Düdingen. Neben Heli-Flügen, einer Riesenschaukel, Holzskulpturen, einem Holzsägevelo bietet sich für Kinder und Erwachsene die Gelegenheit, auch einmal selbst eine Motorsäge in die Hand zu nehmen – natürlich mit Schutzausrüstung.im

Allenlüften Düdingen, Fr., 15. Juni ab 14 Uhr und Sa., 16. Juni, ab 7 Uhr.

Zum Jubiläum

Waldbauverein feiert 75-jähriges Bestehen

Der Waldbauverein Düdingen feiert am Tag nach dem Holzereiwettkampf, am Sonntag, 17. Juni, sein 75-jähriges Bestehen in Allenlüften bei Düdingen. Ueli Ruprecht und Christian Rolli haben aus diesem Anlass die Geschichte des Vereins in einer Chronik aufgearbeitet. Der Waldbauverein Düdingen ist am 28. Januar 1937 gegründet worden. Hauptziel war damals, mithilfe einer Waldhut den Waldfrevel zu bekämpfen. Zum ersten Waldhüter wurde Stephan Poffet gewählt, 16 Männer hatten sich für dieses Amt beworben. Ab 1968 wurde Forstinspektor Edmund Minnig Sekretär-Kassier. Er trieb vor allem die gemeinsamen Holzverkäufe voran. 1989 trat der Verein dem Freiburgischen Waldwirtschaftsverband bei. Mithilfe von zahlreichen Helfern wurden in den Jahren 2005 und 2006 im Chiemiwald eine Köhlerhütte erstellt. Seit 2002 ist Anton Julmy Präsident. Seit 30 Jahren amtiert Christian Rolli als Sekretär-Kassier. im

Allenlüften Düdingen, So., 17. Juni, ab 11 Uhr, Jubiläumsfeier mit speziellem Programm.

Wer sägt schnell und präzis?

Autor: Imelda ruffieux

Alle vier bis fünf Jahre organisieren der Freiburger Försterverband und der Freiburger Vorarbeiterverband einen Wettkampf, bei dem Berufsleute zeigen können, wie gut sie eines der meistgenutzten Werkzeuge in ihrem Arbeitsalltag, die Motorsäge, beherrschen. Bei allen Disziplinen geht es um Sekunden. Beim Kettenwechsel zum Beispiel müssen die Teilnehmer die Kette, die um das sogenannte Kettenschwert bei der Motorsäge läuft, möglichst rasch ab- und wieder anmontieren. «Ein Weltmeister schafft das in acht oder neun Sekunden», sagt OK-Präsident Heinz Bucher. «Durchschnittlich dauert der Kettenwechsel aber etwa eine halbe Minute.» Am Holzereiwettkampf gibt es Punkte für Schnelligkeit, aber auch die Geschicklichkeit zählt. «Wenn einem die Schraube aus der Hand fällt oder er in der Hektik sogar die Kette verkehrt montiert, erhält er Punktabzüge.»

Geschickte Hände können die Zuschauer am Freitagnachmittag und am Samstag auf dem Festgelände in Allenlüften (siehe Kasten) auch bei der zweiten Disziplin beobachten: Ein Holzträmel liegt auf einem Brett, das mit Sägespänen bedeckt ist. Die Aufgabe der Wettkampfteilnehmer ist es, eine schmale Scheibe Holz so abzusägen, dass das darunterliegende Brett nicht angeritzt wird, und der Schnitt absolut rechtwinklig zur Stammachse verläuft. Die zwei Zentimeter Schicht aus Sägemehl erschwert die Aufgabe. «Es braucht viel Gespür und Augenmass», sagt Heinz Bucher. Das gilt auch für den Kombinationsschnitt, bei dem ein leicht schräg aufgestellter Trämel präzise von unten und von oben eingeschnitten werden muss. «Die Schnitte müssen millimetergenau aufeinandertreffen.»

Alltagsarbeiten verfeinert

Als weitere Disziplinen stehen Entasten und symbolisches Fällen auf dem Programm. Bei Letzterem muss ein sechs Meter hoher Baumstamm so gefällt werden, dass er genau auf einen einige Meter entfernten Posten fällt. Schnitttiefe und -höhe sowie der genaue Winkel müssen dabei vom Teilnehmer präzis eingeschätzt werden. «Alle Aufgaben im Holzereiwettkampf entsprechen dem Berufsalltag im Wald, bei manchen Disziplinen sind sie verfeinert», sagt Heinz Bucher.

Auch der Faktor Zeit spiele bei der normalen Holzereiarbeit eine Rolle. «Wir schätzen effiziente Arbeiter», sagt er. «Jedoch nicht Leute, die hetzen, weil sonst das Unfallrisiko zu hoch ist.» Beim Wettkampf in Düdingen werden im Übrigen alle nötigen Sicherheitsmassnahmen getroffen: Die Teilnehmer tragen Helm, Gesichtsschutz, Handschuhe und eine Schnittschutzhose.

Zwei Frauen dabei

79 Teilnehmer aus dem ganzen Kanton haben sich angemeldet, darunter 28 Lernende. Mit Bettina Kolly, Forstwartin im Forstbetrieb Region Murten, und Karin Krieg, Forstwartlehrtochter aus Laupen, sind auch zwei Frauen am Start. Am Holzereiwettkampf beteiligen sich vor allem Forstwarte oder Forstwart-Lehrlinge sowie Waldarbeiter und Förster. «Aber auch versierte Landwirte mit den nötigen Kursen im Umgang mit der Motorsäge können mitmachen», sagt Heinz Bucher, der seit sechs Jahren Präsident des Kantonalen Försterverbandes ist. Als Gäste sind fünf Mitglieder der Schweizer Nationalmannschaft präsent.

Gestartet wird in zwei Kategorien: über 24-Jährige sowie unter 24-Jährige. Die drei besten der ersten und der beste der zweiten Kategorie qualifizieren sich für die Schweizermeisterschaften und haben somit Chancen, an der Weltmeisterschaft teilzunehmen. Die in Düdingen angewandten Disziplinen entsprechen dem internationalen Reglement.

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