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Wer strahlt zuletzt?

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Gurmelser Informationsmeeting zur Mobilfunk-Antennenanlage

«Damit die Bevölkerung über das Thema umfassend informiert werden kann, organisiert die Firma Orange SA (Daniel Ogg) ein Informationsmeeting», hatte der Gurmelser Gemeinderat schriftlich zur Veranstaltung eingeladen. Noch bevor Daniel Ogg loslegen konnte, kritisierte ein Antennengegner, dass «nur eine Seite» informiere.

Auch wenn Hans-Ulrich Jakob, der Schwarzenburger Kämpfer gegen Elektrosmog, nicht wie gewünscht an der Veranstaltung erschien, waren die Antennengegner gut gewappnet:Breit dokumentiert und ziemlich «geladen», glänzten sie in der Diskussion mit allerlei Hintergrundwissen und kritisierten – wie schon in den FN-Leserbriefspalten – den Gemeinderat.

Verhärtete Fronten

Schnell war klar: Mit dem Informationsanlass liessen sich die Gegner nicht umstimmen – zu unterschiedlich sind die Positionen. Dies liegt aber nicht einfach daran, dass die einen nur ihre (geschäftlichen) Vorteile im Auge haben oder dass die anderen verbohrte Neinsager sind.

Auch der Physik-Begriffswirrwarr von Megaherz über ionisierende und nicht-ionisierende Frequenzen bis zu kurzen und langen Wellen stellten kein Hindernis dar. Das Problem liegt vielmehr darin, dass die Materie zu unterschiedlichsten Interpretationen Anlass gibt. Weltanschauungen prallten denn auch aufeinander.

Was heisst «nicht erwiesen»?

Der Orange-Vertreter legte dar, die geplanten Schutzmassnahmen seien wohl genügend, habe die Schweiz doch 10-mal strengere Vorschriften als Österreich oder Deutschland. Die Schädlichkeit der Strahlungen sei nicht erwiesen. Ausserdem sei man heute überall – generell dort, wo Strom fliesst – von künstlichen Wellen umgeben. Wer 30 Meter vom Hauptrichtstrahl entfernt sei, auf den wirkten 6 Volt pro Meter. Daniel Ogg: «Wenn Sie vor einem Computer sitzen, so sind sie einer fünfmal stärkeren Strahlung ausgesetzt.»

Die Gegner argumentierten, auch die Unschädlichkeit der Strahlungen sei nicht erwiesen. «Und was, wenn in 30 Jahren herausgefunden wird, dass der Elektrosmog doch schädlich ist?» Wer Kinder habe, könne dieses Risiko nicht eingehen. Sie brachten Beispiele von kritischen Wissenschaftlern – und jenes von Köniz, das keine Antennenanlagen auf Gemeindegebiet duldet.

FN-Lesen ist angesagt

Daniel Ogg erklärte, Köniz verstosse mit diesem Verhalten gegen das Gesetz und werde noch Schwierigkeiten bekommen. Er wies auf den Fall Dotzigen hin, wo letzte Woche eine Beschwerde vom bernischen Verwaltungsgericht abgewiesen wurde, weil die Grenzwerte eingehalten werden.

Ammann Alfons Blanc hielt fest, dass sich der neu vorgesehene Standort beim Wasserreservoir nicht mehr unmittelbar am Dorfrand befinde: 500 Meter von Monterschu, 450 vom reformierten Schulhaus und 400 vom Bulliard. Der Gemeinderat hat aufgrund der herben Kritik der letzten Wochen beschlossen, die Auflage solcher Projekte künftig zusätzlich (neben dem Amtsblatt) in den FN zu publizieren. Auch wenn es weder rechtlich notwendig noch üblich sei.

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