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Westschweiz wird ab 2010 im Ausland gemeinsam Unternehmen anwerben

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Bern/Freiburg Mit einem Jahresbudget von über vier Millionen Franken werden die Kantone Genf, Waadt, Freiburg, Wallis, Neuenbug und Bern künftig im Ausland gemeinsam versuchen, Unternehmen anzuwerben und sie für die Westschweiz zu gewinnen. Am Donnerstag haben deren Volkswirtschaftsdirektoren in Bern die Lancierung einer neuen Struktur bekannt gegeben. Damit will die Westschweiz den Wirtschaftsräumen Basel und Zürich die Stirn bieten. «Ein in Freiburg, Bern oder Sitten angesiedeltes Unternehmen bringt uns mehr als eines, das sich im Ausland niederlässt», begründete der Genfer Volkswirtschaftsdirektor Pierre-François Unger am Donnerstag in Bern die Zusammenarbeit der Westschweizer Kantone. Er dachte dabei an die US-Firma Amgen, die sich dann in Irland und nicht in Galmiz ansiedelte.

Zweisprachigkeit als Stärke

«Zum ersten Mal nehmen die Westschweizer ihr Schicksal gemeinsam in die Hand», meinte der Präsident der Westschweizer Volkswirtschaftsdirektoren weiter. «Wir wollen im Ausland mit einem starken Image auftreten, eine andere und ungemein innovative Westschweiz vertreten, unsere Universitäten, Fachhochschulen und die EPFL bekannt machen, unsere Kompetenzpole stärken und eine Linie zwischen Genf als Hauptstadt der internationalen Schweiz, dem Waadtland als weltweite Hauptstadt des Sports und Bern als Landeshauptstadt ziehen» fuhr Unger fort.

Für ihn ist die neue Organisation «Greater Geneva Berne Area» aber viel mehr als eine gemeinsame Wirtschaftsförderung im Ausland. «Ist dies ein klares Zeichen dafür, dass sich die Mentalitäten in den verschiedenen Westschweizer Kantonen ändern? Dass endlich die Überzeugung gewinnt, dass Zweisprachigkeit eine Stärke ist?», fragte er sich.

Das gemeinsame Auftreten der Westschweizer Kantone im Ausland bedeutet aber nicht das Ende der Rivalitäten unter den Kantonen. Jeder Kanton soll zwar sofort erfahren, welche Firmen sich für eine Ansiedlung in der Westschweiz interessieren. Dann aber ist der Wettbewerb unter den Westschweizer Kantonen offen. Der Walliser Volkswirtschaftsdirektor Jean-Michel Cina verglich das Ganze mit einem Trichter, in welchem die Informationen gesammelt werden. «Jeder Kanton hat Zugriff zu dieser Datenbank», sagte er. Und ansiedeln soll sich dann das Unternehmen in jenem Kanton, in dem seinen Bedürfnissen am besten entsprochen wird.

Für Freiburg bedeutet dies, dass sich der Kanton auf gewisse Bereiche wie saubere oder Nanotechnologie spezialisieren muss, um seine Trümpfe ausspielen zu können, wie Volkswirtschaftsdirektor Beat Vonlanthen gegenüber den FN betont. az

Interview Seite 3

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