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Wettlauf mit ungewissem Ausgang

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Generalrat entscheidet über Landverkauf für Alterssiedlung

Autor: Von PATRICK HIRSCHI

«Es besteht ein Bedürfnis nach Alterswohnungen in der Region Murten.» Bereits letzten Februar wandte sich der Murtner Gemeinderat in seiner Botschaft mit diesen Worten an den Generalrat und bat ihn, dem Verkauf einer Parzelle von knapp 10 000 Quadratmetern Land im Beaulieuquartier zum Preis von 1,7 Millionen Franken zuzustimmen.Doch zu einer Abstimmung kam es damals in der Generalratssitzung gar nicht. Auf Antrag von Gemeinderat Andreas Aebersold hatten die Stadtdelegierten das Traktandum auf diesen Herbst verschoben. Der Grund: Nebst dem ursprünglich vorgesehenen Käufer, dem Berner Generalunternehmen Marazzi, tauchte plötzlich ein zweiter Interessent aus der Region auf. Weil dieser beabsichtigte, beim Bau der Residenz vor allem das einheimische Gewerbe zu berücksichtigen, wollte die Mehrheit des Generalrats mit dem Verkauf zuwarten.

Regionaler Investor zog sich zurück

An der Generalratssitzung vom nächsten Mittwoch ist der Landverkauf zum zweiten Mal traktandiert. Doch wieder ist in der Botschaft an die Parlamentarier nur von der Marazzi die Rede – von einem zweiten Projekt keine Spur. «Wir wussten, dass an Alternativprojekten gearbeitet wurde», erklärt Andreas Aebersold gegenüber den FN. «Doch als uns bis am 11. September nichts Konkretes vorlag, haben wir dem Generalratsbüro beantragt, den Verkauf an die Marazzi für die Oktobersitzung zu traktandieren.»Nicht ganz glücklich über diesen Entscheid ist Peter Blatter, Präsident des Gewerbevereins Murten und Umgebung. Der Verschiebungsantrag im Februar kam nicht zuletzt auf Initiative des Gewerbevereins zustande. «Im Dezember hätten wir zwei alternative Projekte von Architekten aus der Region vorstellen können.»Zu Verzögerungen kam es, weil anfangs September der zweite Interessent, der in der Öffentlichkeit nicht genannt werden will, ausgestiegen ist. Gemäss Blatter machte der unbekannte Investor dafür einerseits gesundheitliche Gründe geltend, andererseits habe sich auch ein wichtiger Mitarbeiter zurückgezogen, der mit dem Investor am Projekt gearbeitet hatte. Trotz dieses Umstands haben die zwei Projekte laut Blatter noch eine Chance. «Es herrscht ein grosses Interesse am Bau von Alterssiedlungen», sagt er. Geldgeber liessen sich seiner Meinung nach rasch finden.Allerdings sei es wohl unwahrscheinlich, dass sich nochmals ein Investor aus der Region Murten melde. Die Chancen für das einheimische Gewerbe stehen gemäss Blatter daher etwas schlechter. Aber der Vorstand des Gewerbevereins sei trotzdem der Meinung, dass das Marazzi-Projekt nicht unterstützt werden soll, betont er.So sieht es auch SVP-Präsident Fritz Gaberell. «Unsere Fraktion lehnt den Verkauf an die Marazzi nach wie vor ab», sagt er gegenüber den FN. Die anderen Fraktionen entscheiden sich in diesen Tagen.

Ein Projekt ist startbereit

Eines der beiden Projekte wurde von den beiden Murtner Architekturbüros Winkelmann und BD-Architekten in einer Arbeitsgemeinschaft verfasst. «Wir haben einen Investoren und könnten bereits morgen mit dem Bau anfangen», sagt Jürg Winkelmann auf Anfrage.Der andere Mitbewerber ist das Freiburger Büro LZ&A. Gemäss Inhaber Robert Linder aus Muntelier ist sein Büro noch in Verhandlungen mit Investoren. Seiner Meinung nach sollte der Verkauf an Marazzi abgelehnt und das Bauland anschliessend öffentlich ausgeschrieben werden.

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