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Widerstand gegen Windpark hält an

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«Der Windpark auf dem Schwyberg würde eine grosse Gefährdung von Vögeln verursachen», heisst es in der gestern versandten Medienmitteilung verschiedener Naturschutzorganisationen. Der Schweizer Vogelschutz/BirdLife Schweiz, die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, Mountain Wilderness und Pro Natura Freiburg ziehen ihre Einsprache gegen die Schaffung einer Zone für Windenergie auf dem Schwyberg weiter vor das Kantonsgericht. Christa Glauser, stellvertretende Geschäftsführerin von Schweizer Vogelschutz, betonte gestern gegenüber den FN, dass den Naturschutzorganisationen neben dem Vogel- auch der Landschaftsschutz wichtig sei. «Die angrenzenden Kantone Bern und Waadt haben beispielsweise entschieden, an ähnlich exponierten Lagen in den Voralpen keine Windanlagen zu bauen.»

Nach drei Jahren bewilligt

Das Gesuch für die Zonenänderung hat die Schwyberg Energie AG–ein Unternehmen der Groupe-E-Tochter Greenwatt und der Gemeinden Plaffeien und Plasselb–2009 eingereicht. Sie will auf dem Schwyberg neun Windturbinen aufstellen, die 9000 Haushalte mit Strom versorgen könnten. Gegen die Spezialzone waren elf Einsprachen eingegangen. Nachdem die Gemeinden diese abgelehnt hatten, reichten sechs Einsprecher ihre Beschwerde bei der kantonalen Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion ein. Im Juli hat diese die Schaffung der Spezialzone bewilligt. Für die Schwyberg Energie AG ist der jetzige Rekurs keine Überraschung (siehe Kasten).

Massnahmen ungenügend

Die Naturschutzorganisationen halten in ihrer Mitteilung fest, dass das Projekt auf dem Schwyberg grosse Beeinträchtigungen der Biodiversität, insbesondere der Vogelarten verursache. «Ein wichtiger Zugvogelkorridor führt über den Schwyberg, viele Vögel würden in den Windturbinen sterben», führt Christa Glauser aus. Zudem würde der Windpark Bestände von sensiblen oder bedrohten Arten, wie zum Beispiel dem Birkhuhn oder dem Auerhuhn, gefährden. 

Der Kanton hatte die Spezialzone zwar nur gekoppelt an Auflagen zugunsten des Vogelschutzes genehmigt. Für die Naturschutzorganisationen sind diese Auflagen jedoch ungenügend. «Der Kanton sieht zum Beispiel vor, Ersatzbiotope für Birkhühner zu schaffen, die im Flachmoor auf dem Schwyberg leben», erklärt Glauser. Es habe aber gar nicht genügend Platz, um geeignete Biotope zu bilden, es sei denn, es werde Wald gerodet. «Zudem sind Birkhühner sehr ortstreu, die ziehen nicht einfach so um.»

Die Naturschutzorganisationen rechnen sich relativ gute Chancen aus, mit dem Rekurs Erfolg zu haben. «Viele betroffene Vogelarten sind von nationaler Bedeutung», begründet Glauser den Optimismus unter anderem.

Weitere Rekurse

Die Einsprache gegen die Schaffung der Spezialzone weitergezogen hat auch Peter Roodbeen, Direktor der Hostellerie am Schwarzsee. Er setzt sich für die Erhaltung der heilen Bergwelt ein, denn davon lebe der Tourismus in Schwarzsee. «Ich beharre auf diesem Standpunkt.»

Andere Einsprecher, wie die «Interessengruppe zum Schutze des Schwybergs» und der Verein «Komitee Alp Spielmannda», haben ihre Einsprache aus Kostengründen aufgegeben. Der Verein «Rettet den Schwyberg–sauvez les préalpes» ist nicht einspracheberechtigt, hat aber gestern in einer Medienmitteilung darauf hingewiesen, dass durch den Windpark die Landschaft, der Tourismus und die Tierwelt gefährdet würden.

Die kantonale Baudirektion hatte noch keine Kenntnis von den Rekursen und konnte diese nicht kommentieren.

 

Greenwatt AG: Fest mit Rekursen gerechnet

D ie Gesuchstellerin der Spezialzone, die Schwyberg Energie AG, habe mit Einsprachen gerechnet, erklärt Jean-Michel Bonvin, Direktor der Greenwatt AG, Hauptaktionärin der Schwyberg Energie AG. Deshalb habe er die zusätzlich anfallenden Kosten für die Ausgleichsmassnahmen noch nicht berechnet. «Vielleicht verlangt das Gericht ja Änderungen.» Infrage gestellt sei das Projekt deshalb nicht. «Wir haben Zeit und warten ab, wie das Kantonsgericht entscheidet.» ak

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