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Wie entdecken Chinesen den Moléson?

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Die Freiburger Gastgeber haben vorgängig dafür gesorgt, dass ihr hoher Gast nicht unvoreingenommen sein konnte. Für den Besuch des Tourismusministers, Bundesrat Johann Schneider-Ammann, war nur der vielleicht schönste Ort des Kantons gut genug: der Gipfel des Moléson.

Auf einer gerade mal eine Woche alten Aussichtsplattform formte ein Quadrat aus Bänken und Tischen den runden Tisch, an dem Politiker und Tourismusverantwortliche des Kantons Freiburg mit Johann Schneider-Ammann über Tourismus sprachen. Der Bundesrat war am Mittwoch für die Bundesfeier im Greyerzerland; er nutzte die Gelegenheit für ein Arbeitsgespräch in ungezwungenem Rahmen.

«Märkte spielen lassen»

Er sei kein politischer Botschafter, sondern eher ein Zuhörer, der sich über den Tourismus in Freiburg informieren wolle, so der Bundesrat. Die Rolle als Berichterstatter übernahm für die rund 30-köpfige Freiburger Delegation Volkswirtschaftsdirektor Beat Vonlanthen. Dieser erwähnte, dass im Kanton Freiburg zwischen den Tourismusanbietern eine enge Zusammenarbeit auf allen Niveaus herrsche. Er erwähnte die neue Bergbahn auf den Moléson als Paradebeispiel einer privaten-öffentlichen Zusammenarbeit. Die Idee komme von einem privaten Anbieter, die Regionen und der Staat folgen dann.

Vonlanthen präsentierte die Tourismusregion Freiburg als jung, klein, aber dynamisch. Nicht umsonst sei sie eine der wenigen Regionen mit steigenden Übernachtungszahlen. Vonlanthen kritisierte aber, dass für die namhafte staatliche Beteiligung in touristische Infrastrukturprojekte die Mehrwertsteuer nicht zurückgefordert werden kann.

In seinen Ausführungen verwies Bundesrat Schneider-Ammann mehrfach auf den im Juni vorgestellten Tourismusbericht. Darin wird die Rolle des Bundes in erster Linie als jene gesehen, der gute Rahmenbedingungen stellen soll. «Aber es sind die Verantwortlichen vor Ort, die sehr viel besser das Richtige tun. Es braucht den Geist der Unternehmer.»

Wohl helfe der Bund den Regionen mit der Neuen Regionalpolitik und auch die Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredite gewähre mehr Gelder, so Schneider-Ammann. Aber der FDP-Bundesrat will nicht, dass der Staat eine Art Hotelbank betreibe. Er will Märkte spielen lassen, welche auf Marketing setzen.

Nationalrat Jean-François Steiert fragte den Bundesrat, ob man in Anbetracht der neuen chinesischen Kundschaft nicht Chinesisch in Schulen fördern solle. Schneider-Amman bestätigte das Potenzial des chinesischen Marktes. Deren Besucher strömten vor allem in Tourismuszentren wie Luzern, Interlaken, Graubünden oder das Wallis. «Wie aber bringt man sie dazu, auch den Moléson zu besuchen?», fragte er. «Es ist eine grosse Kunst, zu erreichen, dass sie nicht immer am gleich Ort bleiben.» Gleichzeitig appellierte der Magistrat, Tag und Nacht an das eigene Potenzial, nämlich die Schweizer Touristen, zu denken. Philippe Micheloud, Tourismuspromoter aus Moléson, gelangte mit Kritik an der Zweitwohnungsinitiative an den Bundesrat. Dieser antwortete, er wünsche, dass durch die Zweitwohnungsregelung kein volkswirtschaftlicher Schaden entsteht, dass aber der Volkswille doch umgesetzt wird.

Ansprache: «Traditionen sind nicht immer die Antwort»

B undesrat Johann Schneider-Ammann hatte am Mittwochnachmittag den Moléson besucht; am Abend bei der Bundesfeier in Greyerz blickte er nochmals Richtung des berühmtesten Greyerzer Gipfels: «Wer die Augen auf die bekannte und majestätische Silhouette des Moléson richtet, sagt zu sich: ‹Ich bin hier zu Hause.›»

Für Schneider-Ammann steht Greyerz für Tradition. Aber die neue Bahn auf den Moléson ist für ihn gleichzeitig auch ein Symbol der technologischen Erneuerung. In ein paar Minuten auf den Gipfel, das entspreche den Erwartungen der Besucher. Deshalb sei die neue Bergbahn ein Erfolgselement für den Freiburger Tourismus, welcher sich zu einem wichtigen Pfeiler der Freiburger Wirtschaft entwickelt habe.

Der Berner FDP-Bundesrat zeigte sich gut informiert, was im Kanton Freiburg läuft. Er sprach von den Fusionsbestrebungen in den Bezirken und insbesondere im Greyerzbezirk, von der Landwirtschaft der Region, von den Besonderheiten des Greyerzer Käses, aber auch von der Blue Factory und dem Smart Living Lab. «Sie haben begriffen, dass Traditionen nicht immer die Antwort auf neue Probleme einer sich ständig entwickelnden Welt sind.» uh

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