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Wie hüpft der «biläänge» Wetterfrosch?

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KDMS-Schülerinnen und -Schüler diese Woche als «Bilinguismus-Barometer» tätig

Bevor heute und morgen Rekreativeres wie Skifahren oder Kulturelles auf dem Programm steht, haben sich die Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Klassen der Kantonalen Diplommittelschule (KDMS) seit Montag intensiv mit dem Thema «Zweisprachigkeit» auseinandergesetzt. In kleinen – selbstverständlich gemischtsprachigen – Gruppen von rund fünf Personen galt es, Schulen, Heime, Einkaufszentren, Spitäler oder Vereine und deren Verhältnis zur Zweisprachigkeit unter die Lupe zu nehmen.

Gestern Mittwochvormittag präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Forschungsresultate vor nahezu vollbesetzter Aula des Kollegiums Gambach ihrer Mitschülerschaft. Glaubt man den Ergebnissen, steht es in der Region Freiburg gar nicht schlecht um die Zweisprachigkeit, jedenfalls wurden kaum Konfliktsituationen geortet. Allerdings wurde bemerkt, dass die Deutschsprachigen eher Französisch sprächen, als dass sich die Frankophonen der Sprache Goethes befleissigen würden. «Überraschungsgast» Joseph Buchs aus dem Kantonalen Erziehungsdepartement hielt dazu in seiner Ansprache schalkhaft fest: «Die Französischsprachigen können Deutsch, sprechen es aber nicht, und die Deutschsprachigen können kein Französisch, sprechen es aber.»

«Die Thematik weiterführen»

Einige Schülerinnen und Schüler haben in ihren Vorstellungen vom gestrigen Vormittag auch gleich Vorschläge gemacht, wie der Zweisprachigkeit an der KDMS zu mehr Durchschlagskraft zu verhelfen sei. Die Rede war von einem Nachmittag Unterricht in der Partnersprache pro Woche, von Zeichen- oder Musikunterricht im anderen Idiom («nichts zu Kompliziertes») oder von gemischten Klassen. Diese Ideen dürften bei den KDMS-Lehrkräften, welche die diesjährige Spezialwoche organisiert haben, gut ankommen: «Zwar ist die Spezialwoche zur Zweisprachigkeit etwas Einmaliges, doch wir hoffen, dass diese Thematik weitergeführt wird», erklären Nathalie Nagel und Guy-Noël Jelk.

Konkret sei noch nichts geplant, Projekte müssten untersucht werden, um zu schauen, was realisierbar sei, sagen die erwähnten Lehrpersonen. Zweifelsohne wären ihrer Meinung nach Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerschaft und Schulleitung dafür, weitere Schritte in Richtung Zweisprachigkeit zu unternehmen: «Die KDMS ist eine weiterführende Schule. Etliche der Schülerinnen und Schüler werden später in einem Spital arbeiten. Nun haben sie gesehen, dass sie in Freiburg dafür zweisprachig sein sollten.» Bereits gebe es bei der KDMS einen Austausch mit einer Berner Bildungsanstalt, «warum aber nicht auch innerhalb unserer Schule?»
Neben den sprachlichen Früchten, welche die KDMS-Gängerinnen und
-Gänger ernten könnten, würde so mit Sicherheit auch für ein näheres Zusammenleben der Sprachgruppen an der Schule gesorgt, wozu teils auch die jetzige Spezialwoche dienen mag: «Die Schüler haben sich gut kennen gelernt», bemerken Nathalie Nagel und Guy-Noël Jelk zu den Gruppenarbeiten.

Verständigung und
Atmosphäre gelobt

Ins gleiche Horn blasen die Angesprochenen: «Es war sehr gut, wir haben uns gegenseitig geholfen und viel miteinander gesprochen», äussert sich ein deutschsprachiger KDMS-Studiosus namens Lars. «Die Verständigung und die Atmosphäre waren gut», sagt auch dessen frankophone Kollegin Marie. Sprachlich habe ihr die Spezialwoche bis anhin zwar nicht viel gebracht, häufig sei Französisch gesprochen worden, jedoch sei das Unterfangen vom Sozialen her als lohnend zu bezeichnen.

Auch Lars sagt, es sei jeweils mehr Französisch parliert worden: «Die Deutschsprachigen waren in den Gruppen jeweils in der Minderheit. Vielleicht hat den Französischsprachigen das Ganze weniger gebracht, weil sie mehr in ihrer Sprache gesprochen haben. Mir hat es jedoch sehr viel gebracht, sowohl sprachlich als auch von den Kontakten her.» Auf die Frage, ob er jetzt mehr Kontakte zu französischsprachigen KDMS-Schülerinnen und
-Schülern haben werde, antwortete Lars: «Ja, auf jeden Fall.» Vorsichtiger gab sich auf die entsprechende – auf den Kontakt zu den Deutschsprachigen bezogene – Frage Marie: «Vielleicht. Mal sehen.»

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