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Wie Jugendliche lernen, nicht in die Schuldenfalle zu tappen

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Schülerinnen und Schüler der Region lernen mit dem Programm Moneymix, wie sie einer Verschuldung aus dem Weg gehen können. Gestern waren die Neuntklässler der Sekundarstufe Neuenegg an der Reihe.

Ein Drittel der Jugendlichen in der Schweiz gibt mehr Geld aus, als sie eigentlich zur Verfügung haben. Im Schnitt beträgt die Verschuldung von Jugendlichen 500 Franken pro Kopf. Über dieses Thema informierten Alessia Raemy und Jan Ackermann von der Raiffeisenbank Sensetal am Mittwochvormittag an der Sekundarstufe I in Neuenegg. Sie zeigten den Neuntklässlern auf, dass gerade junge Erwachsene sehr schnell in die Schuldenfalle tappen können, es aber sehr schwierig ist, wieder aus dieser Spirale herauszukommen. Die Präventionskampagne Moneymix des Deutschfreiburger Verbands der Raiffeisenbanken will Jugendliche dafür sensibilisieren, den Überblick über ihre Finanzen zu behalten, und sie davor bewahren, sich zu verschulden. Das Programm besteht aus sieben Modulen. Die Mitarbeitenden der Raiffeisenbank stellen den Schülerinnen und Schülern an verschiedenen Orientierungsschulen in der Region vor, wie man ein Budget erstellt und wie man nicht in die Schuldenfalle gerät.

Geld für Kleider und Gamen

«Schulden sind keine schöne Voraussetzung für die Zukunft», sagte Raemy den Schülerinnen und Schülern. In den zwei Lektionen lernten die Schülerinnen und Schüler unter anderem, wie man ein Budget erstellt, um seine Finanzen im Griff zu halten. Stehe jeden Monat mehr Geld auf der Ausgabenseite, als eingenommen werde, habe man ein Problem. Deshalb sei es wichtig zu wissen, wie viel Geld man jeden Monat einnehme und ausgebe. Dabei müsse man unterscheiden zwischen Verpflichtungen wie der Miete und der Krankenkasse, die fix seien, und Bedürfnissen wie Hobbys und Ausgang, die unterschiedlich hoch sein könnten. Ferner gebe es noch Wünsche wie Ferien am Meer oder ein Auto, die man realisieren könne, wenn man etwas angespart habe. Sei das Budget unausgeglichen, müsse man entweder mehr Einnahmen generieren oder die Ausgaben reduzieren.

Wofür denn die Schülerinnen und Schüler ihr Geld ausgeben würden, wollten die Mitarbeitenden der Bank wissen. «Fürs Töffli und fürs Essen», sagten die einen. «Für Kleider und Schuhe», die anderen. «Fürs Gamen», riefen vor allem die Jungs.

Handy ist Schuldenfalle

In einer zweiten Lektion lernten die Schülerinnen und Schüler, wie schnell es passieren kann, dass man in eine Schuldenfalle tappt. Anhand des Beispiels eines Rollers vermittelten die Mitarbeitenden der Bank, dass nach dem Kauf noch viele andere Kosten wie Versicherungen, Mofasteuern, Benzin und Service anstehen. So können sich die Folgekosten einer Anschaffung schnell als Stolperstein erweisen. In Gruppen überlegten sich die Neuenegger Jugendlichen, welchen weiteren Schuldenfallen es auszuweichen gilt. Eine Gruppe nannte das Handy. «Neben den hohen Anschaffungskosten kommt noch eine Hülle dazu, weiter ein Panzerglas, das Handyabo, die Versicherung, das Ladekabel und die Kopfhörer. Darüber hinaus kosten auch das Netflix- und Spotify-Abo etwas und gewisse andere Apps.» Andere Gruppen nannten ein Fahrzeug, Kleider oder ein Haustier als mögliche Schuldenfallen.

Die Jugendlichen lernten, dass die Konsequenzen, wenn jemand seine Rechnungen nicht mehr zahlen kann, unschön sind. Im schlimmsten Fall drohe eine Betreibung. Ackermann:

Das Betreibungsamt kann dabei zu euch nach Hause kommen und eure Gegenstände beschlagnahmen und pfänden.

Eine weitere Möglichkeit sei die Lohnpfändung. Hier wird ein gewisser Betrag vom Lohn direkt abgezogen, um die Rechnungen zu bezahlen. «Spätestens ab dann erfährt euer Arbeitgeber von den Schulden.» Dass junge Erwachsene sich ihre Zukunft verbauen, wenn sie zu sorglos mit dem Geld umgehen, sahen die Jugendlichen anhand eines Films, der ihnen gezeigt wurde. Hier sprach eine junge Erwachsene, die im Alter von 24 Jahren bereits 30’000 Franken Schulden angehäuft hatte.

Wichtiges Thema für Zukunft

Die meisten Jugendlichen würden bereits wissen, dass man das Geld gezielt einsetzen müsse, um sich nicht zu verschulden. Die Beispiele von verschuldeten jungen Erwachsenen seien aber nicht aus der Luft gegriffen, sagten die Raiffeisen-Mitarbeitenden Raemy und Ackermann gegenüber den FN. Dass Jugendliche sich hoch verschulden würden, hätten sie persönlich zwar noch nicht erlebt, auch weil die Jugendlichen noch keine Kredite aufnehmen können. Ab dem Alter von 18 Jahren sei die Gefahr der Verschuldung aber schon gross, und sie hätten als Kundenberater diesbezüglich schon einiges gesehen. «Wichtig ist einfach, dass auch schon junge Erwachsene mit dem Sparen anfangen und einen kleinen Betrag auf ein Sparkonto einzahlen.»

Die Schülerinnen und Schüler machten an diesem Vormittag gut mit. Es war ihnen anzusehen, dass das Thema sie interessiert und sie dabei etwas lernen wollten. Das überrascht die Mitarbeitenden der Raiffeisen-Bank nicht. «Schliesslich ist es ein essenziell wichtiges Thema für die Zukunft der Jugendlichen.»

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