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Wie weiter mit dem Gesundheitsnetz?

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Autor: Lukas Schwab

«Wir werden heute zum Entwicklungskonzept nicht wie ursprünglich geplant einen Beschluss fassen, sondern nur darüber informieren und diskutieren», sagte Daniel Lehmann, Präsident der GNS-Delegiertenversammlung, am Donnerstag in Jeuss vor den Delegierten. Die Reaktionen im Vorfeld der Versammlung hätten gezeigt, dass die Diskussion mehr Zeit brauche. Rund die Hälfte der Verbandsgemeinden hatte sich nach den Informationsabenden von Ende Mai kritisch beim Vorstand gemeldet und teils den Rückzug des Traktandums gefordert. Der Beschluss über das Entwicklungskonzept soll deshalb neu erst an der Oktober-Delegiertenversammlung gefasst werden.

Hohe Kosten für Ausbau

Grund für die teils heftigen Reaktionen der Gemeinden war wohl die Tragweite der Studie, die die Entwicklung des Gesundheitsnetzes bis ins Jahr 2035 skizziert (die FN berichteten). Die Studie geht davon aus, dass die Bettenzahl der fünf Alters- und Pflegeheime des GNS aufgrund der demografischen Entwicklung stark ausgebaut werden muss, um dem künftigen Bedarf gerecht zu werden: von heute 238 Pflegebetten auf 301 im Jahr 2020 und auf 501 bis 2035. Dafür rechnet die Studie mit Um- und Neubaukosten von insgesamt 85 bis 105 Millionen Franken bis 2035.

Weiter schlägt die Studie vor, Angebote für betreutes Wohnen sowie ein Kompetenzzentrum für Demenzkranke zu schaffen. Die Spitex-Dienste sollen zudem ausgebaut und ins GNS integriert werden.

Die Studie geht davon aus, dass das GNS zu einem Unternehmen mit 500 Angestellten und einem Jahresumsatz von 100 Millionen Franken anwachsen wird. Aus diesem Grund müsse auch die Führungsstruktur angepasst werden: Die operative Führung soll nicht mehr der ehrenamtliche Vorstand übernehmen, sondern ein neu geschaffenes Direktorium. Der Vorstand als strategische Führung soll zudem verkleinert werden, so die Idee im Entwicklungskonzept.

Marschrichtung festlegen

Mittels Fragenkatalog will der Vorstand von den Delegierten wissen, ob er die Vorschläge zum Ausbau bis 2020 – die Schaffung von Angeboten für betreutes Wohnen, den Ausbau der Spitex und eine Neuorganisation der Führung – konkretisieren kann. «Es geht darum, eine Richtung festzulegen, in der wir uns weiterentwickeln wollen», erklärte Vorstandspräsident Markus Ith. Und das sei dringend, da das GNS mit der Planung im Rückstand sei. «Wir sollten deshalb rasch weitermachen können», so Ith. Ein Ja der Delegierten zum Konzept bedeute aber nicht, dass es danach kein Zurück mehr gebe. Es gehe darum, dem Vorstand den Auftrag für eine Vertiefung der Überlegungen zu geben.

Der Gurmelser Ammann Daniel Riedo sagte in der Diskussion, das Konzept zeige einiges und sei eine gute Diskussionsbasis. Es brauche aber noch eine vertiefte Auseinandersetzung. «Wir haben in Gurmels beispielsweise ein eigenes Heim.» Dies müsste, auch wenn es nicht zum GNS gehöre, einbezogen werden. Laut Riedo sollte das Konzept unter Einbindung der Gemeinden überarbeitet werden. «Momentan würde Gurmels alle Fragen mit Nein beantworten.»

Die Delegierten können nun weitere Fragen zur Klärung stellen, die vom Vorstand beantwortet werden. An der nächsten Versammlung im Oktober soll dann ein definitiver Entscheid fallen. «Wir müssen wissen, in welche Richtung es gehen soll», so Ith.

Das Gesundheitsnetz See am Scheideweg: Der Vorstand will die Zukunft planen, die Gemeinden tun sich schwer damit. Im Bild das Pflegeheim Jeuss.Bild Charles Ellena

Spitalumbau Merlach: Drei bis fünf Monate Verzögerung

Da der Grosse Rat frühestens in der Septembersession und nicht wie geplant im Juni über den Spitalumbau Merlach befinden wird (FN vom 13. Juni), entsteht eine Verzögerung von bis zu fünf Monaten. Das sagte Siegfried Walser, Präsident der Planungskommission, an der Delegiertenversammlung des Gesundheitsnetzes See. Laut Gesundheitsdirektion gab es die Verzögerung, weil im Dossier Informationen fehlten. Oberamtmann Daniel Lehmann fand dafür vor den Delegierten klare Worte: «Wir haben unsere Aufgaben erledigt, der Grund für die Verzögerung liegt nicht im Seebezirk.» Anscheinend habe die Kommunikation unter den kantonalen Ämtern nicht funktioniert. «Jetzt ist es aber gut und im September kommt es in den Grossen Rat.»

Trotz Verzögerung läuft die Planung: Gestern wurde in Absprache mit der Gesundheitsdirektion das Baugesuch für das Spital-Provisorium publiziert. Bei einem positiven Entscheid des Grossen Rates soll es im Frühjahr gebaut werden, damit ab Mai das Spital umgebaut werden kann. Der neue Zeitplan hat auch Auswirkungen auf Betrieb und Personal im Spital Merlach (siehe Artikel unten).

Die heiss diskutierte neue Strategie des Freiburger Spitals hat laut Lehmann keinen Einfluss auf den Umbau in Merlach. Dies habe der HFR-Verwaltungsrat klar und deutlich festgehalten.luk

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