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Winter erwischt viele Autolenker kalt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Rechtzeitig zum Winterbeginn, auf jeden Fall vor dem ersten Schnee, sollten Winterreifen aufgezogen werden. Am besten orientieren sich Autofahrer an der O-O-Regel, welche auch vom TCS empfohlen wird. Will heissen: Winterreifen von Oktober bis Ostern. Im Unterschied zu anderen Ländern in Europa gibt es in der Schweiz zwar keine Winterreifenpflicht, wer aber mit Sommerreifen den Verkehr behindert, muss ein Bussgeld zahlen. Und bei Unfällen trägt man stets eine Mitschuld.

Für viele Leute kam der Wintereinbruch aber gefühlt unvermittelt, so dass sie sich erst jetzt um die Winterreifen kümmern.

Noch kaum Unfälle

Rein unfallstatistisch hat dies zum Glück noch keine schlimmen Folgen gehabt, wie Bernard Vonlanthen, Mediensprecher der Freiburger Kantonspolizei, auf Anfrage erklärt. «Es hat ein paar Unfälle deswegen gegeben. Aber es war nicht so heftig wie im vergangenen Jahr, wo es vor allem im Süden des Kantons viele Unfälle gab.»

Dafür lange Wartezeiten

Organisatorisch zahlen jene, die trödeln, aber die Zeche. Denn die Wartezeit für einen Reifenwechsel beläuft sich in vielen Garagen auf ein bis zwei Wochen. Der Präsident des Freiburger Autogewerbeverbandes, der Garagist Georges Bovet aus Grolley, bestätigt: «Ja, wir haben mindestens eine Woche Wartezeit.» Aber das sei jedes Jahr dasselbe. «Die Leute warten bis auf die letzte Minute. Dann haben wir nicht genügend Platz und Arbeitskräfte, um alle Aufträge sofort erledigen zu können.» Dies, obwohl sein Autohaus im November an drei Samstagen zusätzlich Reifen wechselt. Um Wartezeiten zu verhindern, hilft offenbar auch nicht, dass Bovet seine Kunden vorzeitig zum Reifenwechsel einlädt.

Auch die Garage Emil Frey AG in Marly kämpft mit dem grossen Ansturm. «Vor dem Winter ist es ein enormer Stress. Wir machen derzeit regelmässig Überstunden, die Kunden kommen in letzter Sekunde», sagt Geschäftsführer Christian Perritaz auf Anfrage. Die Garage verzeichnet derzeit einen Durchlauf von 60 Fahrzeugen täglich. Mit einer Woche Wartezeit sei zu rechnen. Erst dieser Tage hat ihm ein Garagistenkollege erzählt, dass Kunden – sauer wegen der Wartezeiten – die Winterreifen mit nach Hause genommen hätten, um sie selber zu montieren.

Geschäftsführer Jan Kauer vom Pneuhaus Zaugg in Murten ist richtiggehend entnervt, als die FN ihn anrufen und erst nach mehreren Versuchen durchkommen: «Schreiben Sie das nächste Mal im September über Winterreifen, nicht erst, wenn wir bis zum Halse in der Arbeit stecken. Ich sage nur O-O.»

Ausnahme in der Branche

Ganz entspannt tönt es indes bei Franz Peter Raemy, Garagist in St. Ursen. 13 Kunden musste er gestern die Pneus wechseln. Das ist zwar mehr als sonst, Raemy glaubt aber, dass es eine Frage der Kundennähe und Organisation ist, ob es zu Wartezeiten kommt oder nicht. «Ich habe in den vergangenen eineinhalb Monaten bei fast all meinen Kunden mit dem Service auch die Reifen gewechselt.»

Raemy bestellt die Winterreifen zudem bereits vor den Sommerferien. In der laufenden Woche macht er zudem nur zwei Services pro Tag, so dass er und sein Team genügend Kapazitäten für Reifenwechsel haben.

Tipps

Die Empfehlungen des TCS

Sommerreifen sind bei tiefen Temperaturen und winterlichen Verhältnissen ungeeignet. Die Gummimischung von Sommerpneus ist anders als bei Winterreifen und wird schnell hart und unelastisch. Dadurch ist die Bodenhaftung schlechter. Zudem verlängert sich der Bremsweg mit Sommerreifen auf Schnee um das Doppelte. Der TCS empfiehl die O-O-Regel: Sprich, die Winterreifen von Oktober bis Ostern aufzuziehen. Lange hielt sich die Meinung, dass die Temperaturgrenze für den Reifenwechsel bei sieben Grad Celsius liege. Einen solchen Grenzwert gebe es jedoch nicht, wie Daniel Graf, Mediensprecher beim TCS, auf Anfrage erklärte. Ab wann die Materialeigenschaften sich verschlechtern, hänge ganz von der jeweiligen Reifengrösse und Bauart ab. Es sei jedoch nicht verkehrt, Temperaturen von unter sieben Grad als Hinweis zu nehmen, auf Winterbereifung umzusteigen. Einen Radwechsel (Felge und Reifen zusammen) kann gemäss TCS auch ein Laie gut vornehmen – sofern er das richtige Werkzeug dazu hat: Wagenheber und Schraubenschlüssel mit Drehmomentregelung. Einen Reifenwechsel, also Winterreifen auf eine Felge aufziehen, sollte aber nur ein Profi machen, betont Graf. Bei den Reifen ist auf das Profil zu achten (mindestens vier Millimeter), dass der richtige Luftdruck eingestellt ist und die Reifen nicht älter als zehn Jahre sind.

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«Das ist jedes Jahr dasselbe. Die Leute warten mit dem Reifenwechsel bis zur letzten Minute.»

Georges Bovet

Präsident des Freiburger Autogewerbeverbandes

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