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Wintermärchen im Burgerwald

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wintermärchen im Burgerwald

Ausflug des Heimatkundevereins Deutschfreiburg in den Plasselbschlund

Die märchenhafte Winterlandschaft des Burgerwaldes im Plasselbschlund war das Ziel eines Ausfluges des Heimatkundevereins Deutschfreiburg. Auf Schneeschuhen ging es unter der Leitung von Walter Vonlanthen durch verschneite Wälder auf die «Chrüzflue»

Wildhüter Erich Peissard, einer der beiden Führer, machte die 33 Wanderteilnehmer immer wieder auf interessante Dinge aufmerksam, wie zum Beispiel auf einen Baum, der auf einem Felsbrocken stand und dessen Wurzeln über den Fels hinaus in den Boden gewachsen sind. Eindrucksvoll war auch eine abgestorbene, aber noch stehende Tanne, die in winterliches Weiss gehüllt märchenhaft aussah. In einem Gewirr aus umgestürzten Bäumen und jungen Tannen glaubten einige Teilnehmer, den «weissen Hai» zu sehen.

Tiere passen sich an

Bei einem kleinen Halt an einem grossen Felsen erklärte Erich Peissard die vorgefundenen Fuchsspuren. Die Flora und Fauna könne sich in dieser Gegend ganz anders entwickeln, hielt er fest. Die Füchse, zum Beispiel, brauchen in diesen Felsen keine Höhlen zu graben, sie übernachten einfach in natürlichen Höhlen unter den grösseren Felsen. Dort können sie problemlos bis zu einem Tag bleiben.

Zum mächtigen Felsbrocken und zum Thema der Wanderung «Märchen» passte auch die Sage «Gfahr! Gfahr!», die von Anton Schwartz, Autor des Buches «Urlandschaften», erzählt wurde. Darin geht es um drei Holzfäller, die im Burgerwald von einem Zwerg vor einem riesigen Felsblock gewarnt werden.

Die Wanderung führte unter umgestürzten Bäumen und über kleine Felsen. Wegen des Schneefalls war die Sicht nicht sehr gut. Bei einem Becher warmen Tees erzählte Anton Schwartz von seiner Zusammenarbeit mit dem Fotografen Michel Roggo und der Schwierigkeit, Text und Bild für das Buch «Urlandschaften» zusammenzuführen.

Lothars Kraft

Der nächste Waldabschnitt war weniger felsig und es gab auch weniger umgestürzte Bäume, die das Vorwärts-kommen erschwert hätten. Das eindrucksvolle Werk des Sturms Lothar zeigte sich dennoch. Wenn man den Blick etwas in den Wald hinein richtete, sah man aber auch Anzeichen von menschlichen Eingriffen.

Anton Schwartz erklärte, dass der Sturm Lothar für seine und Michel Roggos Arbeit fast so etwas wie ein Geschenk gewesen sei. Bei einem Erkundungsflug hatten sie gemeinsam die Objekte für ihr Buch ausgesucht. Auch für die Natur sei der Sturm keine allzu grosse Katastrophe gewesen, da sie mit dieser Situation sehr kreativ umgehen könne.

Die Gruppe kam an einer Lichtung voller Baumstümpfe vorbei, zwischen denen bereits wieder Unterholz wucherte. Gemäss Erich Peissard hat man in diesem Rutschgebiet Bäume gefällt, um das Holz noch verwenden zu können, bevor weiterer Schaden entsteht. Er warnte vor Einzeltouren in die Berge, vor Lawinen und den Gefahren in unbekanntem Gebiet.

Gämsen vor der Fotolinse

Die «Chrüzflue» vor Augen ging es ein Stück aufwärts durch steiles Terrain mit vielen umgestürzten Bäumen, wobei die Ausdauer der Wandergruppe getestet wurde. Sie stiessen auf einen stark gebogenen Baum, dessen Spitze wieder den Boden berührte – fast wie eine Brücke. Aus den Kronen der Bäume rieselten immer wieder kleine Schneestürme auf die Köpfe der Wandergruppe.

Kurz vor dem Gipfel erblickten die Teilnehmer eine Gruppe von Gämsen, die nur wenige Meter entfernt waren und sich einige Minuten lang gut beobachten und knipsen liessen. Oben angekommen, wurde in einem geschützten Waldstück gerastet. Weil es sehr kalt war, ging es aber schon bald weiter, unter grossen Bäumen mit gefrorenen Ästen durch – ein passender Abschluss eines unvergesslichen Wintermärchens. FN/Eing.

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