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«Wir befürchten einen starken Befall»

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Burglind, Evi, Friederike – nacheinander haben diese Stürme in den Schweizer Wäldern einiges umgestürzt, was ihnen im Weg stand. Grossflächige Schäden gab es im Kanton vor allem im Forstkreis Sense-See. Dort sind auf konzentrierten Flächen rund 14 Hektaren Wald zerstört worden: in der Region Murtensee und Galmwald sowie in den Wäldern des unteren und oberen Sensebezirks. Nun sind im Moment zwar keine weiteren Stürme in Sicht, doch die Förster sehen eine andere Gefahr auf sich zukommen: «Wir befürchten einen starken Befall der Fichten durch den Borkenkäfer», erklärt Thomas Oberson, Revierförster und Betriebsleiter der Revierkörperschaft (RK) Galm.

Die Sorge des Revierförsters aus dem Seebezirk kommt nicht von ungefähr: Bereits 2017 gab es im Seebezirk eine massive Zunahme des Borkenkäfers, wie auch Samuel Schmutz, Forstingenieur-Adjunkt vom Amt für Wald, Wild und Fischerei, bestätigt. Er ist für den Forstkreis Sense-See zuständig. «Der Sensebezirk war weniger stark betroffen», sagt Schmutz. Wie viele Brutherde von Borkenkäfern es im Herbst waren, sei für die nächste Generation im Frühling entscheidend. Problematisch werde der Borkenkäfer erst ab einer gewissen Populationsgrösse. Eine Prognose für den Frühling sei kaum möglich, da zu viele Faktoren wie das Wetter und die jeweilige Topografie eine Rolle spielten. Das Sturmholz sei nur einer der Faktoren für die Vermehrung des Käfers. «Und es sieht gut aus, dass wir es schaffen, beschädigte Fichten aus dem Wald zu räumen oder deren Rinde so einzusagen, dass sie für den Borkenkäfer kein Habitat mehr darstellen.» Gerade in Privatwäldern werde es aber im Frühling wohl noch einzelne tote Fichten geben, die herumliegen, sagt Schmutz.

Für Thomas Oberson hat das Räumen der beschädigten Fichten im Galmwald denn auch erste Priorität. Denn wenn der Borkenkäfer im April oder Mai ausfliegt, sind gefällte Bäume für ihn ein gefundenes Fressen und ein ideales Brutmaterial. Doch auch an geschwächten Bäumen könne sich der Borkenkäfer genüsslich verpflegen, erklärt Oberson. Das sei beim trockenen Frühling 2017 das Problem gewesen. «Denn wenn die Bäume erwachen, brauchen sie mehr Wasser.» Haben sie das nicht, seien sie schwach und könnten sich nicht mit Harzausfluss gegen den Käfer wehren.

Heinz Bucher, Betriebsleiter des Forstbetriebs Region Murtensee, ist ebenfalls besorgt, weil es in seinem Gebiet 2017 schon mehr Brutherde von Borkenkäfern hatte. Und auch Bucher ist mit seinen Equipen auf Hochtouren daran, beschädigte Fichten aus dem Wald zu räumen, wie er sagt.

Zahlen und Fakten

Die Situation spitzt sich zu

Schweizweit gesehen ist die durch den Borkenkäfer befallene Menge Fichtenholz 2017 erneut angestiegen. Das ergab eine aktuelle Umfrage von Waldschutz Schweiz an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL). Die Population des Buchdruckers, der wichtigsten heimischen Borkenkäferart, sei in einigen Regionen besorgnis­erregend angewachsen. Die Situation spitze sich zu. Sorgen bereitet den Experten, dass mit den Winterstürmen viel frisches Brutmaterial entstand. Die Aussichten für das laufende Jahr seien demzufolge tendenziell eher düster. Es brauche vermehrte Kontrollen durch das lokale Forstpersonal. Treten erneut Hitze- und Trockenperioden auf, müsse mit einem weiteren Anstieg der Käferpopulationen gerechnet werden.

emu

 

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