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«Wir haben nicht definitiv entschieden»

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Eigentlich schienen die Pläne des Freiburger Gemeinderats im September 2018 klar zu sein: Auf dem Areal des ehemaligen Schlachthofs im St. Leonhard will er ein Hallenbad mit einem 25-Meter-Becken mit zehn Bahnen erstellen. Mithilfe von Investoren soll auf dem Schwimmbad ein Gebäude mit 22 000 Quadratmetern nutzbarer Fläche gebaut werden – für Angebote, die eine Verbindung zum Sport haben wie Physiotherapie, Rehabilitation, Wellness und Unterkünfte für Sportlager. Der Gemeinderat überlegte auch, in den oberen zwei Stockwerken Wohnungen zu bauen.

Olympische Masse

Zumindest die Grösse des Schwimmbads ist aber noch offen, wie Syndic Thierry Steiert (SP) gestern eine Recherche der FN bestätigte. So überlegt sich der Gemeinderat nun wieder, ob im alten Schlachthof ein 50-Meter-Becken gebaut werden soll – ein Politikum im Grossraum Freiburgs, denn seit Jahrzehnten fordern Schwimmerkreise ein Becken mit olympischen Massen. Zahlreiche Projekte haben Schiffbruch erlitten; 2018 beispielsweise die Idee, im Sportzentrum Platy in Villars-sur-Glâne ein Schwimmbad mit einem 50-Meter-Becken zu bauen. Und noch immer geistert die Idee herum, das Forum Freiburg in Granges-Paccot sei ein idealer Standort für ein grosses Schwimmbad.

Kein Alleingang möglich

«Die Frage eines 50-Meter-Beckens im alten Schlachthof steht im Raum», sagt Steiert. «Wir sind am Planen.» So müssten raumplanerische und verfahrenstechnische Fragen geklärt werden. Und auch die Finanzierung. «Die Stadt Freiburg könnte ein Bad mit einem 50-Meter-Becken weder allein bauen noch allein betreiben», so Thierry Steiert. Denn die Betriebskosten seien immens. «Das würde den Rahmen sprengen.» Für ein grosses Becken benötige die Stadt deshalb auf jeden Fall Partner.

Bern und Lausanne

Steiert gibt auch zu bedenken, dass im Berner Neufeld ein Hallenbad mit einem 50-Meter-Becken gebaut wird und auch in Lausanne ein Becken mit diesen Dimensionen entsteht. «Das dürfen wir bei unseren Überlegungen nicht ausser Acht lassen.» Offen sei zudem auch noch, ob das Schwimmbad im Schulhaus des Kollegiums St. Michael weiter betrieben werde. «Auch das lassen wir in unsere Planung einfliessen.»

Klar ist für Thierry Steiert, dass der Freiburger Gemeinderat bald einen definitiven Entscheid fällen muss. «Wir wollen das Gelände des alten Schlachthofs neu gestalten und nicht mehr viel Zeit verlieren.» Zudem erwarteten sowohl Schwimmklubs als auch die Bevölkerung, dass es vorwärtsgehe.

OS-Verband

Ein Schwimmbad in Marly

Der OS-Verband Saaneland und oberer Seebezirk versucht, seinen Schülerinnen und Schülern den Zugang zu Schwimmbädern zu garantieren, um die Empfehlungen des Westschweizer Lehrplans zum Schwimmunterricht umzusetzen. «Es ist wichtig, dass alle Schülerinnen und Schüler Schwimmunterricht haben, unabhängig davon, wo sie zur Schule gehen», sagt Carl-Alex Ridoré den FN. Der Oberamtmann des Saanebezirks präsidiert den OS-Verband. Das Motto des Verbandsvorstands: «Globale Sicht, lokale Lösungen.»

So werden die Schülerinnen und Schüler der 9H der OS Gibloux und der OS Saane West in Avry ab August das Schwimmbad des Heims Saint-Martin in Cottens benutzen. Der OS-Verband ist zudem in Diskussionen mit den Verantwortlichen des geplanten Schwimmbads im Einkaufszentrum Avry; die OS Gibloux und Saane West sollten dereinst dieses Bad benutzen können. «Weil das Bauprojekt aber blockiert ist, sind auch unsere Diskussionen mit den Verantwortlichen blockiert.»

Auch das Projekt der Stadt Freiburg für ein Schwimmbad beim alten Schlachthof im St. Leonhard (siehe Haupttext) könnte den Schulen des OS-Verbands dienen – sei es direkt mit Schwimmunterricht im St. Leonhard oder indirekt, weil mit dem neuen Bad Kapazitäten im Bad Levant im Torry-Quartier frei werden.

Der OS-Verband setzt auch auf Neubauten, die extra für die Schulen erstellt werden. So wird die neue Orientierungsschule am Standort Les Taconnets in Givisiez ein 25-Meter-Schwimmbecken beherbergen.

All diese geplanten Hallenbäder liegen jedoch zu weit weg von Marly und der Region Obere Saane. Darum plant die Gemeinde Marly, beim Marly Innovation Center (MIC) ein Hallenbad mit einem 25-Meter-Becken zu bauen. «Das Projekt ist parat», sagt Jean-Pierre Helbling (CVP), Syndic von Marly. Noch sei aber die Kostenfrage nicht geklärt.

Ridoré möchte Ende Jahr den Delegierten des OS-Verbands die konkreten Projekte vorstellen samt Angaben dazu, welche Projekte von welchen Gemeinden mitgetragen werden könnten.

njb

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