Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Wir haben Respekt vor dem, was auf die Schulen noch zukommt»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Situation an der OS Tafers beunruhige ihn nicht, sagt der Vorsteher des kantonalen Amts für den deutschsprachigen obligatorischen Unterricht, Andreas Maag, auf Anfrage der Freiburger Nachrichten. «Aber wir haben Respekt vor dem, was auf die Schulen noch zukommen könnte.» Das erstmalige Auftreten des englischen Coronavirus an einer Freiburger Orientierungsschule und seine schnelle Verbreitung haben die Lage doch verändert. «Es gab bereits einzelne Fälle an Primarschulen, aber keine Anhäufung wie nun an der OS.» Dabei habe es gereicht, einzelne betroffene Personen in Quarantäne zu schicken, um eine weitere Ausbreitung zu stoppen.

Auf Erkenntnisse warten

Die Ansammlung von Corona-Fällen an der OS Tafers wirft nun aber nicht nur die Frage auf, wie dies trotz Maskenpflicht geschehen konnte, sondern auch, welche Kreise das Virus noch ziehen wird. Nach Ansicht von Maag ist die Maskenpflicht eine gute Schutzmassnahme: «Die Masken müssen aber auch konsequent getragen werden.» In den Klassenzimmern und auf dem Schulareal sei dies gewährleistet. «Aber es gibt auch noch den Schulweg, die Transportmittel und den Privatbereich. Darüber haben wir keine Kontrolle.»

Maag ist froh über das entschiedene Handeln der Behörden im Fall der OS Tafers. Die infizierten Schülerinnen und Schüler sind nun in Isolation und vier Klassen befinden sich in Quarantäne. Zudem gilt für die ganze Schule bis mindestens heute Fernunterricht. Nun gelte es vor allen Dingen abzuwarten, welche Erkenntnisse aus jenen Fällen gezogen werden könnten, die keine Symptome gezeigt hätten, aber trotzdem positiv getestet worden seien. «Spätestens zum Wochenbeginn sollten wir mehr wissen.»

Noch folgenlos für Primarstufe

Noch sieht der Amtsvorsteher aber keinen Grund für Eltern von nicht infizierten OS-Schülerinnen- und Schülern, allenfalls Geschwister im Primarschulalter ebenfalls aus der Schule zu nehmen. Weiterreichende Schutzmassnahmen an den Primarschulen seien aktuell zudem nicht vorgesehen. Es gebe aber Überlegungen, die Maskenpflicht bereits ab der 7H einzuführen. «Eine solche muss aber medizinisch begründet sein und nachweislich etwas bringen. Sonst wird die Maskenpflicht nicht befolgt», sagt Maag. Weiter sei man daran, die Computerkompetenzen von Primarschülerinnen und -schülern voranzutreiben. «Ab der 7H sind die Kinder soweit, dass sie einem allfälligen Fernunterricht folgen könnten. In der 5H und 6H läuft der Kompetenzaufbau ebenfalls.» Dennoch bleibe das Problem, dass nicht alle Kinder für den Fernunterricht zu Hause ausgerüstet seien und eine Person zur Hand hätten, die ihnen bei Fragen helfe.

«Einsperren ist keine Option»

Das zehnstufige Kaskadensystem für zusätzliche Massnahmen sieht gemäss Maag als Erstes sowieso vor, die Durchmischung von Klassen in den Freifächern oder im Sport zu verhindern. «Das ist für die Rückverfolgbarkeit der Ansteckungen wichtig.» Wie bereits an anderer Stelle betont Maag aber erneut: «Die Gesellschaft einzusperren ist keine gute Option.» Dies auch in Anbetracht dessen, dass die psychische Belastung von Kindern und Jugendlichen wegen Corona stark zugenommen hat.

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema