Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Wir reden über Liebe, nicht über Sex»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Freiburg«Welche Verhütungsmittel kennen Sie? Wer hat Sie aufgeklärt? Wie schützt man sich vor Aids?» Diese drei Fragen haben die Achtklässlerinnen und Achtklässler der Deutschen Orientierungsschule der Stadt Freiburg letzte Woche zahlreichen Leuten in der Innenstadt gestellt. Die Schülerinnen und Schüler haben sich während einer Woche mit «Freundschaft, Liebe, Sexualität» auseinandergesetzt. Unter dieses Motto haben die Lehrkräfte die vergangene Projektwoche gestellt. Dabei wurden viele Fragen angesprochen: Wer ist mein Traummann, was macht meine Traumfrau aus? Wie spiegeln sich Frauen- und Männerbilder in der Musik? Wie pflege ich meinen Körper?

«Habe fast nichts gewusst»

Letzten Sommer, noch bevor der Fall Schmitten oder die Geschehnisse rund um den Fussballklub Thun in die Schlagzeilen kamen, haben die Lehrkräfte der Orientierungsschule beschlossen, den Sexualunterricht in einer Projektwoche zu vertiefen. «Obwohl die Jugendlichen so tun, als ob sie alles über die Sexualität wüssten, wissen sie sehr wenig darüber», sagt Stufenleiter Gabriel Huber.

Es sei eine spannende Woche gewesen, sagt Theoda Woeffray. «Ich habe viel erfahren und fast nichts gewusst», sagt die 14-Jährige. Mit ihren Freundinnen spreche sie offen über Beziehungen – «aber wir reden über die Liebe und den ersten Freund, nicht über Sexualität». Bei den Knaben sieht das etwas anders aus: Sexualität sei ein grosses Thema, sagt Philippe Ayer. «Wir reden über Mädchen, über unsere eigenen Erlebnisse – und darüber, wie wohl das erste Mal sein wird.» Der Austausch mit den anderen mache ihn selber sicherer, sagt der 15-Jährige.

Im Atelier «Meine Rechte und Pflichten» hat die ehemalige Untersuchungsrichterin Franziska Bolliger den Jugendlichen erklärt, wie sie das Gesetz schützt, wie und dass sie sich gegen sexuelle Übergriffe wehren können – und dass auch der Besitz harter Pornographie strafbar ist. «Wenn Ihr aufs Handy einen Film mit harter Pornographie erhaltet, dann erstattet entweder Anzeige bei der Polizei gegen die Person, die Euch den Film geschickt hat, oder löscht ihn sofort», sagte Bolliger.

Verhütung und Aids

Vor allem beeindruckt hat die beiden Jugendlichen in der vergangenen Woche das Atelier «Verhütung»: Nach der Fragerunde auf der Strasse klärte Peter Briggeler von der Aidshilfe Bern die Jugendlichen über die sexuell übertragbare Krankheit auf. Sie erfuhren, dass sich das HI-Virus vor allem übers Blut und die Schleimhaut überträgt – sicher aber nicht durch das gemeinsame Benutzen einer Gabel. Vor allem der Bericht eines 44-jährigen HIV-Infizierten (siehe Kasten) beeindruckte die Jugendlichen – «weil er so offen über sich, seine Krankheit und seine Homosexualität sprach, und auch über den Tod», sagt Theoda Woeffray.

Mehr zum Thema