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«Wir sind offen für alle und für alles»

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Autor: Carole Schneuwly

Dass man beim Vereinsnamen Nutellia unweigerlich an Namen wie Zähringia, Sarinia oder Nuithonia denkt, kommt nicht von ungefähr: Die allgegenwärtigen Studentenverbindungen gaben im Februar 2007 den Ausschlag für die Gründung von Nutellia. «Die vielen Aufnahmebestimmungen und strengen Regeln der Verbindungen haben uns dazu inspiriert, einen Verein zu gründen, der offen ist für alle und für alles», sagt Gründungsmitglied und Präsident Nicolas Carrupt. So steht zwar in Artikel 1 der Nutellia-Statuten, dass die Mitglieder Studentinnen und Studenten seien. Gleich im nächsten Satz wird aber präzisiert, was der Verein unter «Studenten» versteht: nämlich «alle Lernenden im weitesten Sinn des Wortes».

Obwohl die Vereinsgeschichte in Studierendenkreisen ihren Anfang nahm, sind heute viele der inzwischen gut 30 Mitglieder nicht oder nicht mehr Universitätsstudenten. Die meisten sind zwischen 20 und 35 Jahre alt – einige auch viel jünger, wie Nicolas Carrupt erklärt: «Einige Mitglieder sind in der Zwischenzeit Eltern geworden, und die Kinder von Nutellia-Mitgliedern werden automatisch auch zu Mitgliedern …»

Mehr als ein Scherz

Vieles ist bei Nutellia nicht ganz ernst gemeint, von den Aufnahmebedingungen («schweizerischer Nationalität sein oder auch nicht») über den Status des Grüdefrü oder des Fröli, die sich gegenseitig wählen, bis hin zum sogenannten Zerberus, der unter anderem darüber wacht, dass bei Nutellia der Humor nicht verloren geht. Trotzdem sei der Verein nicht einfach ein Scherz unter Freunden, betont Carrupt, und es gehe auch keineswegs darum, sich über die Studentenverbindungen lustig zu machen. Ziel sei vielmehr, ein Netzwerk für die Realisierung kultureller und gesellschaftlicher Projekte zu schaffen, Leute zum Mitmachen zu motivieren und die Ressourcen der Mitglieder zu nutzen.

So hat Nutellia in den zwei Jahren seit der Vereinsgründung unter anderem am Freiburger Musikfest mitgemacht, eine Fotoausstellung organisiert oder, im vergangenen September, die Aktion «Frimmob 2008» durchgeführt, bei der Passanten im Stadtzentrum, analog zu ähnlichen Aktionen in anderen Städten, dazu angehalten wurden, für einige Minuten regungslos stehen zu bleiben. Sportliche Aktivitäten stehen ebenso auf dem Programm wie etwa ein gemeinsames Blutspenden.

Seit diesem Jahr hat der Verein eine neue Aufgabe: die Organisation der Konzertabende im Café des Marionettentheaters. Francine Balet ist eines von drei Mitgliedern, die hierfür die Federführung übernommen haben. Dazu gekommen sei sie über den bisherigen Organisator Marc Blaser, erzählt sie. «Ich habe ihn kennengelernt, als er noch im damaligen ?Le Chat qui touille? Konzerte organisierte. Am letzten Konzertabend dort gewann ich bei einer Tombola das Schild des Lokals.» So sei sie zum ersten Mal mit Blaser ins Gespräch gekommen. Als der ihr später erzählt habe, dass er für die Organisation der Konzerte im «Café de la Marionnette» einen Nachfolger suche, habe sie an den Verein Nutellia gedacht.

So organisiert Nutellia jetzt jeden Monat ein Konzert in dem Café im Auquartier. Das Programm stehe praktisch schon für das ganze Jahr, so Francine Balet. Auch hier sei man, ganz im Sinne der Vereinsstatuten, offen für alles: «Jeder Musikstil ist möglich, mit einem Schwergewicht auf der Weltmusik.» Das nächste Konzert findet am 19. März statt, mit dem Walliser Chansonnier Eric Constantin.

Ebenfalls einmal monatlich findet im Café ein Spieleabend statt – organisiert von Nutellia und selbstverständlich offen für alle.

Café des Marionettentheaters, Hinter den Gärten 2, Freiburg. Nächster Spieleabend: Do., 5. März, ab 19 Uhr. Konzert Eric Constantin: Do., 19. März, 20 Uhr. Details: www.cafe-marionnette.ch; www.nutellia.ch.

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