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«Wir werden ernst genommen»

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Autor: Mit CHARLES FOLLY und ALAIN GRANDJEAN sprach IMELDA RUFFIEUX

Wie hat sich der HKV in den letzten Jahrzehnten entwickelt?

Charles Folly (CF): Der Aspekt des Natur- und Landschaftsschutzes hat an Gewicht gewonnen. Vorher hatte die Tätigkeit des Vereins eher eine beschreibende Art: Man hat verschiedene Kulturgüter, ihre Besonderheiten und ihre Schutzwürdigkeit beschrieben.Alain Grandjean (AG): Ausserdem hat sich auch die regionale Ausrichtung des Vereins in den letzten Jahren stark geändert. Aus einem Sensler Verein wurde Anfang der Achtzigerjahre eine Deutschfreiburger Organisation, die auch den Seebezirk, die Stadt Freiburg sowie das Jauntal miteinbezogen hat.

Welchen Einfluss hat der HKV in Deutschfreiburg?

CF: Wir machen nur bei grösseren Sachen Einsprache, wo es uns angebracht scheint, einen bestimmten Prozess aufzuzeigen. Die Idee ist aber nie, ein Projekt einfach so zu Fall zu bringen, sondern auf andere Möglichkeiten, einen gangbaren Weg, hinzuweisen. Im Falle des Käsereiprojektes in Heitenried ging es uns darum, die Dimensionen des Bauvorhabens mitsamt den Erweiterungsoptionen aufzuzeigen.AG: Wir können durch unsere Interventionen erreichen, dass neue Ideen in die Planung miteinbezogen werden. Unsere Anmerkungen werden ernst genommen. Wir sind also nicht die verbissenen Einsprecher, die in den Verhandlungen keinen Deut nachgeben, sondern suchen das Gespräch und den Konsens. Zum Teil werden wir heute bereits konsultiert, bevor es zu einer öffentlichen Auflage kommt. So wurden wir z. B. beim geplanten Bau einer Tierkörpersammelstelle in Bundtels miteinbezogen.

Was würde in Deutschfreiburg fehlen, wenn der HKV vor 80 Jahren nicht gegründet worden wäre?

CF: Viele schöne Bücher, denn sie stellen einen gewaltigen Schatz an Informationen dar. Viele Sachen wurden in diesen Publikationen aufgearbeitet. Es ist ein grosser kultureller Fundus, der wohl ohne HKV nicht realisiert worden wäre.Aber auch für die Identitätsfindung in Deutschfreiburg war der Verein wichtig. Das Bewusstsein, ein Deutschfreiburger zu sein, ist durch seine Tätigkeiten gefördert worden, zum Beispiel auch in der Sprachenfrage. Durch unsere Veranstaltungen tragen wir zudem dazu bei, dass die Leute ihre nähere Umgebung besser kennenlernen.AG: Der Verein hat viele Leute mit ganz unterschiedlichen Lebensansichten zusammengebracht.CF: Heimatkunde ist nichts, wenn die Leute in dieser Landschaft nicht auch leben können. Der Verein hat Themen auf den Tisch gebracht, zum Beispiel die Problematik der Alp- und Forststrassen. Wir dürfen annehmen, dass nicht zuletzt dank unserem Podiumsgespräch auf politischer Ebene etwas ausgelöst wurde.

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