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«Wir wollen keinen Schnellschuss»

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In der Brecca ist das Wasser knapp, das die Alpbetriebe für die Bewirtschaftung dringend brauchen. Der trockene Sommer 2015 hat gezeigt, wie wichtig eine gute Versorgung ist. Vor einem Jahr hat die Mehrzweckgenossenschaft Schwarzsee grünes Licht für die Weiterverfolgung eines Projekts für eine bessere Wasserversorgung gegeben (die FN berichteten). Es geht um 15 Alpen mit rund 1100 Tieren, betroffen sind vier Alpgenossenschaften und sieben private Grundeigentümer.

Bund redet mit

Wasser zu suchen und zu fassen, ist das eine. Leitungen zu bauen in einem Gebiet, das im Bundesinventar der geschützten Landschaften ist, das andere. Schon von Anfang an waren deshalb die eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission sowie die Bundesämter für Landwirtschaft und Umwelt involviert – letztere unterstützen das Projekt auch mit Subventionen. Bei einer Begehung hätten deren Vertreter grundsätzlich die Notwendigkeit des Projekts anerkannt, jedoch gewisse Bedingungen gestellt, wie Marcel Thalmann vom kantonalen Landwirtschaftsamt an der Generalversammlung der Mehrzweckgenossenschaft am Montag in Plaffeien ausführte. Verlangt wird etwa, dass die Arten und Lebenräume, die tangiert sind, kartiert werden, dass die Leitungen wo immer möglich in die Wege gelegt werden und dass Pumpstationen und Reservoir unterirdisch gebaut werden. Noch sind verschiedene Varianten in Diskussion. Erst, wenn diese Fragen geklärt sind, gibt es das definitive Okay der Bundesvertreter. Der nächste Schritt ist die Ausarbeitung eines Vorprojekts. Dieses soll im Herbst vorliegen. Dann müssen die betroffenen Grundbesitzer entscheiden, ob sie ihren Kostenanteil finanziell mitragen können und wollen.

Kein Schnellschuss

Marcel Thalmann rechnet damit, dass das Bauprojekt im Mai 2018 öffentlich aufgelegt werden kann und im Juli oder August die Genehmigung vorliegt. «Das Projekt ist auf guten Wegen. Aber es braucht Zeit, weil vieles koordiniert werden muss. Wir wollen keinen Schnellschuss, sondern ein Projekt, das gut wird.»

Das Wasserprojekt in der Brecca wird zudem abgestimmt mit dem Strom- und Wasserprojekt für die beiden Alpen Oberer und Unterer Euschels (die FN berichteten). Auch dieses steht unter der Obhut der Mehrzweckgenossenschaft. Dort ist die Detailplanung abgeschlossen. Der Baubeginn ist für Ende August 2017 vorgesehen.

Insgesamt sind auf dem 26 Quadratkilometern umfassenden Gebiet der Genossenschaft mit einem Wegnetz von 17 Kilometern stets mehrere Wegbauprojekte am Laufen, in Planung oder bereits abgeschlossen. Im Wegperimeter Brecca wurden in den letzten Jahren sehr viele Zufahrten verbessert – auch hier wieder unter dem aufmerksamen Auge der eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission und diverser Umweltorganisationen (die FN berichteten).

Riggisalpweg wird saniert

Ein Projekt, das noch ansteht, ist die Sanierung des Alp­weges auf die Riggisalp. Genossenschaftspräsident Alfons Piller erachtet diese als sehr wichtig, «denn dieser Weg wird im Sommer und im Winter von verschiedenen Akteuren sehr beansprucht». Oberstes Ziel sei auch hier, die Alpen zeitgemäss zu erschliessen und die Kosten für den laufenden Unterhalt zu senken. Der Weg soll in zwölf Abschnitten saniert werden.

Ins Stocken geraten ist die Wegsanierung Unterer Stierenberg. Dies, weil zwei Geschwister gegen das Projekt Einsprache erhoben haben. Die Mehrzweckgenossenschaft habe diese abgewiesen, weil sie die Einsprecher als nicht einspracheberechtigt befand, führte Alfons Piller aus. Diese sehen das anders und haben ihre Beschwerde an die kantonale Direktion für Landwirtschaft weitergezogen. Der Entscheid fällt nicht vor Ende Sommer.

All die Wege im Genossenschaftsgebiet sollen im Grundbuch eingetragen werden, ebenso die Dienstbarkeiten. Dafür zuständig ist die Schätzungskommission, wie dies gemäss Bodenverbesserungsgesetz vorgesehen ist. Deren Präsident Heribert Rappo informierte die Genossenschafter am Montag über die Wichtigkeit, diese Dienstbarkeiten zugunsten der Genossenschaft klar zu regeln und reinen Tisch zu machen, zum Beispiel alte Wegrechte zu löschen.

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