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Wohnen im Alter – Wie und wo?

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Wohnen im Alter – Wie und wo?

Am Vortragsabend in Düdingen nahmen rund 150 Personen teil

Ältere Menschen bevorzugen kleine Wohnungen in zentraler Wohnlage und möchten so lange wie möglich selbständig bleiben: so lautet die Quintessenz des Vortrages «Wohnformen im Alter» vergangene Woche im Begegnungszentrum Düdingen.

Von IRMGARD LEHMANN

Die Kunst des Alters besteht darin die körperlichen Einschränkungen anzunehmen und nicht passiv zu werden. So lautet einer der vielen Grundsätze für ein gutes Altern. Doch um diesem Folge zu leisten, braucht es das unterstützende Umfeld. Dies zeigt jedenfalls eine Studie, welche die Rentnervereinigung zusammen mit der Universität Freiburg (Prof. Soulet, Lehrstuhl für Soziologie) in Marly durchgeführt hat. Eine genaue Auswertung wird im März vorliegen.

Angst vor Einsamkeit

Am Vortragsabend – organisiert vom Spitex-Verein Düdingen/Schmitten – gab Joseph Zosso, Präsident der Rentnervereinigung des Sensebezirks, bereits einen ersten Einblick. Bei den befragten Personen zwischen 70 und 85 Jahren scheint die Angst vor dem Alleinsein zentral zu sein. So möchte man im Alter da wohnen, wo auch «die Woche durch im Treppenhaus Betrieb ist». Man möchte da wohnen, wo öffentliche Verkehrsmittel den Kontakt mit Stadt- und Dorfbewohnern erleichtern. Und man möchte da wohnen, wo es sich auch einkaufen lässt. «Die Vorstellung betagte Menschen brauchten nichts als Ruhe ist somit falsch», bemerkt Zosso. Aus den Umfragen ging auch hervor, dass der Aufenthalt im Alters- und Pflegeheim so kurz wie möglich sein sollte.

Der Vorstand der kantonalen Rentnervereinigung wird nun auf Grund der Studie weitere Aktivitäten durchführen.

«Ich wünsche mir auch, dass nicht nur Schulen, Kultur und Sport ins Leitbild einer Gemeinde aufgenommen werden, sondern auch das Rentenalter», sagt der Präsident der Rentnervereinigung Sense abschliessend.

Alt und Jung im «Drei Rosen»

«Die Alterswohnung – gibt es sie überhaupt», fragt Frau Ammann Hildegard Hodel, Präsidentin der Stiftung «Zentrum Drei Rosen». «Eigentlich gibt es sie nicht, denn Wohnwünsche und Ansprüche sind bei älteren Menschen genauso verschieden, wie sie es bei jungen Menschen sind.» Die einen mögen den Kontakt in einer gemeinsamen Cafeteria, andere wiederum ziehen es vor ein Buch zu lesen, Radio zu hören oder einfach bei sich zu sein. Ein Haus, in dem das alles möglich ist, heisst «Zentrum Drei Rosen», in Düdingen, das sich in unmittelbarer Nähe des Alters- und Pflegeheims Wolfacker befindet. In den 17 Wohnungen (vierzehn 2 1/2- und drei 3-Zimmerwohnungen) wohnen 20 Frauen und Männer, die im Durchschnitt 85-jährig sind. Unter dem gleichen Dach ist ebenfalls eine Spielgruppe untergebracht. Alt und Jung gut durchmischt, so wie man es sich laut Umfrage wünscht.

Begehrte Wohnung in begehrter Wohnlage

Das Modell «Wohnung im Mehrfamilienhaus» als Etappe zwischen Eigenheim und Altersheim hat sich denn auch bewährt. Die Wohnungen im «Drei Rosen» seien begehrt. Also wird Düdingen in diese Richtung planen? «Wir haben noch Landreserve hiefür», sagt Hildegard Hodel. Doch zur Zeit sei noch keine Projekt spruchreif. «Ausserdem glaube ich nicht, dass man alles durchorganisieren muss.» Günstige Altbauwohnungen gäbe es auch anderswo – wie beispielsweise in der Nähe des Bahnhofs von Düdingen.

Ein anderes Modell, von dem man hin und wieder hört, sind Wohngemeinschaften. Doch davon hält Hildegard Hodel nicht viel: «Meistens bleibt es bei der Begeisterung.»

Was sie sich allerdings wünscht, ist das Einbeziehen der Betagten beim Planen von Alterswohnungen.

Altersheim – eine Abstellkammer?

Nach einem «Gamellenfutter bereits um fünf Uhr mit Windeln ab ins Bett». Gegen solche Vorurteile müsse er jeden Tag ankämpfen, sagt Johannes Martz, Geschäftsführer der Stiftung Altersheim St. Wolfgang. «Und dabei heilen wir im Altersheim die schlimmste aller Krankheiten – das Vereinsamen.»

Trotz der Vorurteile sind die Wartelisten lang. Die angemeldeten Personen werden jedoch nicht der Reihe nach, sondern auf Grund der Dringlichkeit aufgenommen. Ausschlaggebend seien dabei der Befund des Arztes, der Spitex und der Angehörigen.

Gegenwärtig sind rund 15 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer im Pensionsalter. In zehn Jahren werden es 20 Prozent sein. Die Zunahme der Überalterung bleibt Tatsache. So kann wohl für die Lebensspanne, in der alles weniger wird, nicht früh genug gesorgt werden.

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