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Zahl der Hilfesuchenden nimmt zu

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Die Vertreter der Gemeinden Bösingen, Düdingen, Schmitten, Ueberstorf und Wünnewil-Flamatt haben gestern Abend das Budget 2019 für den Betrieb der gemeinsamen Berufsbeistandschaft genehmigt. Es sieht einen Aufwand von 934 000 Franken vor, leicht tiefer als im Vorjahresbudget. Zum grössten Teil kommen die fünf Trägergemeinden für die Kosten auf, ihr Anteil beträgt gemäss Voranschlag rund 730 000 Franken. Etwa 200 000 Franken kommen in Form von Entschädigungen der Klienten, die von der Berufsbeistandschaft betreut werden, in die Kasse.

Friedensgericht entscheidet

Berufsbeistände verwalten das vorhandene Einkommen und Vermögen von Menschen, die nicht in der Lage sind, dies selber zu tun. Wer Anrecht auf einen Berufsbeistand erhält und wie weit die Unterstützung geht, entscheidet jeweils das Friedensgericht. Die beiden Dienste – Berufsbeistandschaft und Friedensgericht – arbeiten denn auch eng zusammen. Die neue Friedensrichterin Martina Gerber, die das Amt seit dem 1. Juni innehat, erklärte an der gestrigen Versammlung in Schmitten, dass die Zahl der Anfragen extrem zugenommen habe und oft kaum zu bewältigen sei. «Es gibt immer mehr Leute, die Hilfe brauchen», sagte sie.

Auch Elmar Boschung, Leiter der Berufsbeistandschaft, sagte, dass seinem Team die Arbeit nicht ausgehe. Allein 2018 übernahm der Dienst 35 neue Mandate.

Wie alle anderen Berufsbeistandschaften im Bezirk passt auch der Unterland-Verband die Höhe der Mandatsentschädigung an. Wer sowieso nur wenig Vermögen besitzt, soll für dieses Mandat nicht übermässig viel bezahlen. «Grundsätzlich gibt es mehr Leute mit weniger Geld», sagte Elmar Boschung.

Neu können auch Private, die ein Beistandsmandat ausüben, beim Friedensgericht eine Entschädigung geltend machen. Anerkennt dieses den Anspruch, wird er durch den Gemeindeverband abgerechnet. «Wir rechnen nicht mit sehr vielen solchen Anträgen», sagte Elmar Boschung. Friedensrichterin Martina Gerber ergänzte, dass es sich dabei oft um Eltern von Behinderten handle, die deren Finanzen regelten und auf eine Entschädigung verzichteten, um das Vermögen ihrer Kinder nicht zu schmälern.

Der Verband hat entschieden, den Fonds «Zuwendungen und Spenden» wie bis anhin zu verwalten. Mit diesem Geld wird Menschen in Notlagen direkt geholfen, oder es wird ihnen ein Betrag vorgeschossen.

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