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Zbinden kann sich nur selber schlagen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Kantonalschwinget:«Es soll ein Fest der Begegnung und der Freude werden»

Yvonne Stempfel-Horner, als OK-Präsidentin des Freiburger Kantonalen Schwingfestes wissen Sie sicher, wie der aktuelle Schwingerkönig heisst…

Das ist Kilian Wenger.

Richtig. Und wissen Sie auch, wer mit 136 gewonnen Kränzen Schweizer Rekordhalter ist?

Das müsste Hanspeter Pellet sein.

Das stimmt. Welche Beziehung haben Sie zum Schwingen?

Die Eidgenössischen Feste verfolge ich jeweils mit Interesse, aber nicht im Detail. Die Info über Rekordschwinger Pellet steht zum Glück auf unserem Flyer, mit dem wir Werbung für das Schwingfest in Cressier machen. Sonst hätte ich es wohl nicht gewusst. Der Schwingsport ist eigentlich nicht so mein Ding, beim Fussball kenne ich mich besser aus. Trotzdem habe ich gerne zugesagt, als mich Jean Berset letztes Jahr angefragt hat, ob ich OK-Präsidentin werden wolle. Es hat mich gereizt, hier in der Region dieses Fest auf die Beine zu stellen und für einmal etwas ganz anderes auszuprobieren. Ich habe dabei viele interessante Einblicke in den Schwingsport gewonnen.

Zum Beispiel?

Das grosse Engagement der Jungen hat mich beeindruckt. Das Bodenständige, die typisch schweizerischen Werte haben offensichtlich auch für sie eine grosse Bedeutung. Überhaupt haben sehr viele Leute mit angepackt, damit das Schwingfest in Cressier durchgeführt werden kann. Bei der Organisation ist zwar nicht alles reibungslos verlaufen, aber die Leute konnte nichts aus der Ruhe bringen. Mit dem Glauben an das Gute und unter dem Motto «Es geit de scho» hat die Organisation am Ende doch geklappt.

Welches waren denn die grössten Herausforderungen, die Sie zu bewältigen hatten?

Das Schwierigste war, einen attraktiven Gabentisch hinzubekommen. Auf der Suche nach Sponsoren mussten wir an zahlreiche Türen klopfen. Aber es hat sich gelohnt. Unsere Preise können sich sehen lassen. Als Hauptpreis können wir einen Muni und ein Fohlen anbieten.

Weitere grosse Herausforderungen stellten die ganze Logistik und die Bauten dar. Weil der Verband in der Wettkampfarena keine Werbung erlaubt, haben wir daneben ein «Schwingerdorf» aufgebaut. Dort können sich die Sponsoren präsentieren, dort können sich die Zuschauer verpflegen und flanieren. Zudem waren wir sehr bemüht, ein attraktives Rahmenprogramm auf die Beine zu stellen.

Wo waren Sie als OK-Präsidentin am meisten gefordert?

Im letzten Jahr konnte ich eher wenig helfen, weil ich als Grossratspräsidentin zeitlich sehr ausgelastet war. Die grösste Arbeit hat das Organisationskomitee ohne mein Zutun erledigt. Meine grosse Aufgabe wird es sein, beim Wettkampftag am Sonntag alles zu managen und für eine reibungslose Durchführung zu sorgen. Ich bin gewissermassen für den offiziellen Teil verantwortlich.

Was wünschen Sie sich für das bevorstehende Fest?

Schönes Wetter – und dass es nicht nur im Sägemehl fair und kollegial zu und her geht. Das Kantonale soll ein grosses Fest der Begegnung und der Freude sein.

Ihr Tipp für das Kantonalschwingfest – wer gewinnt?

Der Beste.ms

Rahmenprogramm:Training mit Pellet und Abderhalden

Für das Kantonale Schwingfest in Cressier hat der organisierende Schwingklub Murten und Umgebung ein attraktives Rahmenprogramm auf die Beine gestellt.

Am Samstag leiten Rekord-Kranzhalter Hanspeter Pellet und der dreifache Schwingerkönig Jörg Abderhalden zwischen 10 Uhr und 15 Uhr ein Schnuppertraining für Nachwuchsschwinger. Der Tag wird um 9 Uhr mit einem Schwingerbrunch eingeläutet. Ab 18 Uhr wird beim Freiburger Abend allerlei folkloristische Unterhaltung geboten.

Sowohl am Samstag als auch am Sonntag können sich Interessierte beim Hornussen oder Steinstossen versuchen.

Der Sonntag ist der Wettkampftag. Das Anschwingen ist auf 8.30 Uhr angesetzt, der Schlussgang auf 16 Uhr. Das Schweizer Fernsehen wird in Cressier einen Bericht für das Sportpanorama verfassen.ms

Zbinden kann sich nur selber schlagen

Autor: Michel Spicher

Es gibt Schwingfeste, an denen schon im Vornherein klar ist, wer sich am Ende durchsetzen wird. Auch beim Freiburger Kantonalfest, das am Sonntag in Cressier ausgetragen wird, präsentiert sich die Ausgangslage ähnlich. Alles andere als ein Tagessieg des vierfachen Eidgenossen Stefan Zbinden würde alle überraschen.

Nydegger als Herausforderer

Zu dominant trat der 35-jährige Sensler in den letzten Wochen auf. Beim Regionalschwinget in Le Mouret (17. Mai) entschied Zbinden den Schlussgang gegen Joel Niederberger bereits nach sieben Sekunden zu seinen Gunsten und beim Waadtländer Kantonalschwingfest in Mont-sur-Rolle (6. Mai) verlor er erst im Final gegen den Berner Gast Matthias Sempach. «Ich bin tatsächlich gut in Form», freut sich Zbinden, «und ich hoffe natürlich, dass es so weitergeht. Die wichtigen Feste wie das Schwarzseeschwinget sowie das Innerschweizer Kantonale kommen erst noch.»

Am ehesten darf Michael Nydegger zugetraut werden, dem Favoriten ein Bein zu stellen. Der 26-jährige Oberschroter hatte in den letzten Jahren oft mit Verletzungen zu kämpfen und hat daher den Anschluss an die Spitze noch nicht ganz gefunden. Mit seinem Kranzgewinn beim Waadtländer Kantonalen in Mont-sur-Rolle und mit dem Tagessieg beim Regionalschwinget in Oron-la-Ville hat Nydegger allerdings gezeigt, dass er auf bestem Weg ist, die Lücke zu seinem Klubkollegen zu schliessen.

Hinter den beiden klafft bereits ein grösserer Abstand zu einem Mittelfeld, das mit wenigen Ausnahmen kaum Ambitionen nach oben hegt. Aus der Menge ragen einzig Zbindens Vereinskollegen Joel Niederberger, Rolf Kropf oder Michel Dousse heraus. Ihnen wird dereinst der Sprung an die Spitze zugetraut.

Keine grossen Namen unter den Gästen

Auf Grund seines Palmares und seiner Routine gilt Stefan Zbinden in Freiburg als die unbestrittene Nummer eins. Im Sägemehl hat er in erster Linie die Konkurrenz aus den anderen Teilverbänden zu fürchten – so auch in Cressier. Unter den sechs Gästen, die am Freiburger Kantonalen teilnehmen werden, befinden sich allerdings nicht die grossen Namen. «Man darf Jean-Philippe Kläy und Mael Staub aber nicht unterschätzen», sagt Zbinden. «Sie sind beide fast zwei Meter gross. Gegen solche Brocken ist es nie leicht.»

Und eigentlich hätte Stefan Zbinden am kommenden Sonntag gerne noch den einen oder anderen Topschwinger am Start gesehen, so paradox es klingen mag. Denn so bestehe die Gefahr, dass der Festsieg unter den Sensler Klub- und Trainingskollegen vergeben werde, sagt Zbinden. «Ich bin sicher etwas routinierter als Michael und Joel, deswegen muss ich wohl damit leben, dass ich als Favorit gehandelt werde. Weil wir uns alle so gut kennen, über die Stärken und Schwächen des anderen bestens Bescheid wissen, ist jeder Ausgang möglich.»

Zbindens Jubiläum

Wenn ihm nicht der Himmel auf den Kopf fällt, wird Stefan Zbinden am Sonntag beim Kantonalschwingfest einen Kranz holen – seinen hundertsten insgesamt. Damit wäre der Giffersner neben Martin Grab (107) und Arnold Forrer (105) der dritte noch aktive Schwinger, der die Marke von 100 gewonnenen Kränzen erreicht hätte.

Neben dem begehrten Eichenlaub gibt es bei einem Schwingfest auch immer etwas vom «Gabentisch» zu gewinnen. Weil Schwingen so populär ist wie nie, blättern immer mehr Sponsoren viel Geld hin, um ihr Image auf Tradition, Ehrlichkeit und Swissness zu trimmen. Der Hauptpreis beim Freiburger Kantonalen ist – ganz traditionell – ein Muni. Was macht Automechaniker Zbinden eigentlich mit dem Muni, sollte er ihn gewinnen? «Zum Glück kann man jeweils wählen, ob man den Naturalpreis oder lieber den entsprechenden Geldpreis will. In den meisten Fällen ist es so organisiert, dass der Sponsor den Muni wieder zurücknimmt und den Geldwert ausbezahlt. Ich wüsste ehrlich gesagt nicht, was mit einem Muni anzufangen.»

Die Wahrscheinlichkeit, das Stefan Zbinden auch am Sonntag in Cressier jubeln kann, ist gross.Bild Charles Ellena/a

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