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Zeit nehmen, Visionen zu entwickeln

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Zeit nehmen, Visionen zu entwickeln

Delegiertenversammlung der CSP Sense in St. Ursen

Die CSP Sense hat das «wahllose» Jahr 2002 genützt, um sich vermehrt grundsätzlich Gedanken zu machen über den Kanton Freiburg und das christlichsoziale Kartell Deutschfreiburg.

Von ANTON JUNGO

Es sei wichtig, dass man sich nicht von der Beschäftigung mit Alltagsproblemen erdrücken lasse, sondern sich hie und da auch Zeit nehmen könne, sich mit den grossen Linien zu beschäftigen und Visionen zu entwickeln, betonte Parteipräsident Erich Bapst in seinem Jahresbericht. Die CSP Sense habe sich deshalb im vergangenen Jahr – in welchem keine Wahlen stattfanden – Zeit reserviert, um sich wieder einmal vertieft mit einigen Problemen auseinander zu setzen.

Unter dem Motto «Freiburg, quo vadis?» stellte sich die Partei die Frage, wie es um das Image des Kantons Freiburg nach aussen bestellt sei. Endgültige Antworten habe auch seine Partei nicht gefunden. Man sei aber immerhin zur Erkenntnis gekommen, dass es nicht gerade eine Stärke Freiburgs sei, Visionen zu entwickeln, sich Ziele zu setzen und die entsprechenden Strategien zu entwickeln.

Die CSP beteiligte sich aber auch an den Diskussionen zur Reorganisation des christlichsozialen Kartells. Das neue Leitbild wird an der Generalversammlung des Kartells vorgestellt. Die Partei ist eine der vier Säulen dieses Kartells.

Viel Arbeit für kleine Fraktion

Nicolas Bürgisser, Vizepräsident der CSP-Fraktion des Grossen Rates, wies darauf hin, das 2002 im Kantonsparlament 182 Geschäfte und Vorlagen behandelt wurden. Für eine kleine Fraktion wie die CSP bedeute dies ein riesiges Mass an Arbeit. Verfassungsrat Peter Jaeggi gab bekannt, dass der Entwurf der neuen Kantonsverfassung am kommenden Freitag in die Vernehmlassung geschickt werde. 900 interessierte Kreise werden angeschrieben. Doch jede Bürgerin und jeder Bürger ist eingeladen, zum neuen Gesetzeswerk Stellung zu nehmen. Die neue Verfassung sei nicht revolutionär, doch modern und gut, hielt er fest.

Nationalrat Hugo Fasel machte einen Tour d’horizon durch die sieben eidgenössischen Departemente. Besonders beschäftigt ihn die hohe Zahl der Arbeitslosen und die Untätigkeit des Bundesrates diesem Problem gegenüber. Er ist überzeugt, dass ein jugendlicher Arbeitsloser in kurzer Zeit sein Verhalten ändert und rasch zu einem Problemfall werden kann.

Das «wahllose» Jahr hatte auch Auswirkungen auf die Parteikasse. Einnahmen von 22 821 Franken standen Ausgaben von 5696 Franken gegenüber, was einen Reingewinn von 17 125 ergibt. Die Rechnung, die von Stefan Roux vorgetragen wurde, wurde von den 25 Delegierten einstimmig genehmigt.

Hugo Fasel ist gesetzt

Über die kommenden eidgenössischen Wahlen liess Erich Bapst nicht allzu viel Konkretes verlauten. Nach seinen Aussagen kann aber die Kandidatur von Hugo Fasel als gesetzt gelten. Als kleine Partei könne es sich die CSP erlauben, abzuwarten und ihre Strategie nach den Entscheiden der «Grossen» festzulegen. Sie will aber mit einer Siebner-Liste in die Nationalratswahlen steigen. Die Kandidaten werden noch vor den Sommerferien im Rahmen einer kantonalen Parteiversammlung festgelegt.

Schulische Sozialarbeit

Im zweiten Teil der Versammlung liess sich die CSP durch Walter Fasel, Präsident des Gemeindeverbandes OS Sense, und durch Schulinspektor Mathias Wattendorf über das Projekt der schulischen Sozialarbeit informieren. Sie wiesen auf die grossen gesellschaftlichen Veränderungen hin, die auch die Jugendlichen und die Schule erfassen. Immer mehr muss sich die Schule auch um erzieherische Belange von Jugendlichen kümmern. In der Anstellung von schulischen Sozialarbeitern sehen sie eine der Möglichkeiten die Lehrer zu entlasten, damit sich diese wieder auf ihre Kernaufgabe – das Unterrichten – konzentrieren können. Die Sozialarbeiter würden sowohl im Dienst der Lehrpersonen wie auch der verhaltensauffälligen Jugendlichen stehen.

In der Diskussion wurde vor allem darauf hingewiesen, dass die Eltern wieder vermehrt an ihren Erziehungsauftrag erinnert werden müssten.

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