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Zurzeit ein rein kantonales Projekt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Karin aebischer

«Die Umfahrungsstrasse Düdingen ist ein Projekt mit drei Etappen», sagte Staatsrat Maurice Ropraz am Mittwoch vor den Medien. Zur Phase eins gehören Vorstudien und Landerwerb. Dafür hatte der Grosse Rat im Juni 2009 einen Verpflichtungskredit von neun Millionen Franken gesprochen. «Dieser ist noch nicht vollständig aufgebraucht», erklärte er. Landkäufe seien noch keine getätigt worden – dafür Vorstudien. Deren Ergebnisse stellte er mit Kantonsingenieur André Magnin vor und erklärte, dass die Baudirektion zwei Varianten für die Umfahrung geprüft habe. Beide sind 3,5 Kilometer lang und folgen demselben Trassee. Die eine Variante kostet nach heutigen Schätzungen 156 Millionen Franken. Die zweite wird auf 230 Millionen Franken beziffert, da ihr unterirdisch geführter Abschnitt 822 Meter länger ist.

Oberirdisch bevorzugt

Die oberirdische Variante mit Kosten von 156 Millionen Franken schneidet gemäss Maurice Ropraz in der Gesamtbeurteilung besser ab. Die unterirdische Variante habe zwar Vorteile in Bezug auf den Lärm, die Entwässerung und die Landschaft, doch werde bei ihr das Risiko von Umweltproblemen und unvorhergesehenen Ereignissen als mittel bis stark eingestuft. Die Kosten für die beiden Varianten können gemäss Ropraz heute mit einer Genauigkeit von plus/minus 20 Prozent beziffert werden. Beitragszusagen habe der Bund bisher keine gemacht.

Darin liegt ein Knackpunkt des Projekts. Denn die Umfahrung von Bulle (H189) durfte und die Poyabrücke darf auf Bundessubventionen zählen (s. Kasten). Die Umfahrungsstrasse Düdingen sei in Bezug auf die Finanzen aus heutiger Sicht ein rein kantonales Projekt, so Ropraz. Sie könne weder vom Infrastrukturfonds profitieren wie die Poyabrücke noch von der Klassierung als Schweizerische Hauptstrasse wie die H189. Auch die Gemeinde müsse sich am Projekt finanziell nur wenig beteiligen.

Ziel des Baus der Umfahrungsstrasse ist es, den Dorfkern vom hohen Verkehrsaufkommen und den Staus zu entlasten. Heute fahren gemäss André Magnin täglich 17200 Autos durch Düdingen – ohne Umfahrung sind es im Jahr 2030 22000. Mit Umfahrungsstrasse wären es noch 10000 Autos pro Tag, die die Hauptstrasse passieren. «Verkehrstechnisch wäre dies möglich», sagte Amtsvorsteher Martin Tinguely zum Szenario «2030 ohne Umfahrung». Für die Leute, die dort wohnen, sei es natürlich etwas anderes.

Birch–Luggiwil ist ein Muss

Unabdingbar für die Realisierung der Umfahrung ist der Bau der Verbindungsstrasse Birch–Luggiwil. «Diese muss so oder so kommen», betonte Magnin. Die Bauherrschaft, das Bundesamt für Strassen (Astra), setze aber die Prioritäten momentan in anderen Regionen. Die Kosten dieser Verbindungsstrasse werden auf 27 Millionen Franken geschätzt. Ein vom Astra aufgestellter Vorschlag für einen Kostenverteiler Bund/Kanton sei in Diskussion. Baubeginn ist frühestens 2016. Kann somit der Bau der Umfahrung Düdingens wie einmal angekündigt 2017 starten? «Technisch ist es möglich», sagt Ropraz.

Vorher stehen aber Phase zwei und drei des Projektes an: Acht Millionen Franken müssen vom Grossen Rat für das Bewilligungsverfahren und die Hauptbeschaffungen gesprochen werden. Da der Verpflichtungskredit dem obligatorischen Referendum unterliegt, kommt es vor der Verwirklichung der Bauarbeiten zu einer Volksabstimmung.

Die Umfahrungsstrasse führt von Jetschwil über St. Wolfgang bis nach Ottisberg und mündet in die geplante Verbindungsstrasse Birch–Luggiwil bei der Autobahnausfahrt. Die 230-Millionen-Variante (rechts) hat einen längeren Tunnel (dicker roter Balken).Karten zvg

Kommentar

Autor: Christoph Nussbaumer

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