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Zwei Frauen knacken Männerdomäne

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Zwei Frauen knacken Männerdomäne

Delegiertenversammlung des Feuerwehrverbandes des Sensebezirks in Brünisried

Mit Huguette Aebischer aus Tafers und Barbara Wyssbrod aus Überstorf nehmen erstmals zwei Frauen Einsitz in den Vorstand des Feuerwehrverbandes des Sensebezirks. 2002 hatte der Verband sein 100-jähriges Bestehen gefeiert.

Von ANTON JUNGO

Auf die Delegiertenversammlung des Feuerwehrverbandes hin hatten die beiden Vorstandsmitglieder Hugo Roux aus Überstorf und Josef Lauper aus Düdingen ihre Demission eingereicht. Hugo Roux war 1980 der Feuerwehr Überstorf beigetreten. 1990 wurde er in den Vorstand des Bezirksverbandes gewählt, in welchem er das Sekretariat führte. Seit 1999 war er auch Vizepräsident. Josef Lauper ist seit 1967 Mitglied der Feuerwehr Düdingen und wurde 1996 in den Bezirksvorstand gewählt, welchem er als Kassier diente.

Präsident Heinrich Ruffieux lobte das Pflichtbewusstsein und die Zuverlässigkeit seiner beiden zurücktretenden Vorstandskameraden. Mit Applaus wurden die beiden am Freitag in Brünisried von der Versammlung zu Ehrenmitgliedern erklärt.

Aktive Feuerwehrfrauen

Neu wurden Huguette Aebischer und Barbara Wyssbrod in den Vorstand gewählt. Erstere arbeitet auf der Gemeindeverwaltung von Düdingen. In der Feuerwehr ist sie Gruppenführerin und im Polizeidienst eingeteilt. Die zukünftige Kassiererin hat schon während verschiedenen Feuerwehrwiederholungskursen als Kurssekretärin gedient. Barbara Wyssbrod gehört der Feuerwehr Überstorf seit 2001 an und ist dem Rettungsdienst zugeteilt. Sie arbeitet als Sekretärin und wird auch im Verband dieses Amt übernehmen.

Würdigung von Beat Bertschy

Heinrich Ruffieux, Plasselb, seit 1996 Präsident, und die drei bisherigen Vorstandsmitglieder René Aeby, Plaffeien, Marius Gauch, Tafers, sowie Max Clerc, Alterswil, wurden für eine weitere dreijährige Periode in ihrem Amt bestätigt.

Auch Markus Zosso, Schmitten, als Präsident, und die weiteren Mitglieder der Technischen Kommission (TK) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Für den verstorbenen Beat Bertschy aus Düdingen wurde Thomas Rudin, Plaffeien, neu in die TK gewählt. Markus Zosso ehrte den verstorbenen Kameraden als «offene und in die Zukunft blickende Persönlichkeit», als «kompetenten Feuerwehrausbildner und edlen Menschen».

In ihrem Jahresrückblick wiesen sowohl der Präsident wie auch der TK-Präsident auf den guten Ausbildungsstand der verschiedenen Korps hin. Dies ist vor allem eine Folge des reichhaltigen Kursangebots, das vom Verband organisiert wird.

Kurse für eine
einheitliche Ausbildung

Bewährt hat sich gemäss Markus Zosso vor allem ein Kurs für Neueingeteilte wie auch ein Atemschutzkurs in Düdingen, der eine einheitliche Ausbildung zum Ziel hatte. Mit rund 22 000 Franken Vermögen stehen auch die Finanzen des Verbandes auf gesunden Füssen, wie die letzte Rechnungsablage von Josef Lauper zeigte.

Die Delegiertenversammlung gibt jeweils auch Pierre Ecoffey, Direktor der Kantonalen Gebäudeversicherung (KGV), Gelegenheit zu einem Rückblick auf das verflossene «Schadenjahr». Im Kanton Freiburg wurden im 2004 472 Brände mit einer Schadensumme von 8,7 Millionen Franken registriert. Dies macht rund 15 Rappen pro 1000 versicherte Franken aus. Im Sensebezirk wurden Brandschäden im Betrag von 448 000 Franken (rund fünf Rappen pro 1000 versicherte Franken) vergütet.

Schlechter sieht es bei den Elementarschäden aus. Insgesamt wurden 1376 Fälle registriert und 4,2 Millionen Franken (7,5 Rappen pro 1000 versicherte Franken) vergütet. Im Sensebezirk wurden Elementarschäden im Betrag von 1,17 Millionen vergütet (12,8 Rappen pro 1000 versicherte Franken). Insbesondere die Gegend von Bösingen war am 22. Juli von einem Hagelunwetter betroffen.

Mehr Effizienz bei
geringeren Kosten

Pierre Ecoffey ist überzeugt, dass der Brandschutz noch effizienter und sowohl für Gemeinden wie auch für die KGV noch günstiger werden müsste. Vor allem dann, wenn die Mittel durch eine Reorganisation konzentrierter zum Einsatz kämen. Der Brandschutz ist zurzeit im Kanton in sieben Bezirksstützpunkten, 166 Gemeindefeuerwehrkorps und 25 Betriebsfeuerwehren organisiert. Total sind dies 6955 Kader- und Feuerwehrleute oder 28 Mann pro 1000 Einwohner.

Der KGV-Direktor wies darauf hin, dass das schweizerische Konzept Feuerwehr 2000+ von 15 Mann pro 1000 Einwohner ausgehe. «Wenn man die politische und die geografische Struktur unseres Kantons in Betracht zieht, wäre es nicht möglich, einen so tiefen Durchschnitt zu erreichen, aber wir müssen versuchen, uns anzunähern», hielt er fest.

Eine Flasche Holundersirup
explodierte

Oberamtmann Marius Zosso dankte den Feuerwehrleuten für ihre stete Bereitschaft und ihren Einsatz. Das Oberamt registrierte 30 Brandfälle, die zu Lasten der KGV gingen. Dreizehnmal waren Heizanlagen, achtmal Wohnräume und dreimal Küchen betroffen. Bei zwölf Fällen lag die Brandursache bei der Verpechung des Kamins, neunmal war Unvorsichtigkeit der Grund, fünfmal ein technischer Defekt und einmal Brandstiftung. Zehnmal mussten Feuerwehren wegen Fahrzeugbränden und dreimal wegen Feuer in der Natur ausrücken. Einmal musste die Feuerwehr ausrücken, weil in einem Haushalt im Senseoberland eine Flasche Holundersaft explodiert war.

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