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Zweisprachigkeit: Wunsch oder Wirklichkeit?

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Im Rahmen einer repräsentativen Umfrage zum Thema Zweisprachigkeit haben die ZiG-Reporter 118 Personen, hauptsächlich aus dem Kollegium Gambach, zu verschiedenen Themen bezüglich Zweisprachigkeit befragt. Die Umfrage wurde auf Deutsch und Französisch durchgeführt.

Auf die Frage «Welche Fremdsprachen sprechen Sie?» gaben 72 Prozent der Deutschsprachigen Französisch, 51 Prozent Englisch und 19 Prozent eine andere Sprache an. Bei den Französischsprachigen gaben 12 Prozent Deutsch, 20 Prozent Englisch und 21 Prozent eine andere Sprache an. Unter den anderen Sprachen wurden meist Portugiesisch oder Italienisch genannt. Da­raus lässt sich schliessen, dass die Deutschschweizer eher dazu neigen, sich als zweisprachig anzupreisen.

Auf einer Skala von 1 bis 10 mussten die Befragten angeben, wie gut sie ihre Kenntnisse der jeweiligen kantonalen Fremdsprache einschätzen. Die Deutschsprachigen schätzten ihre Sprachkenntnisse meist zwischen 7 bis 10 ein. Die Französischsprachigen schätzten sich zwischen 4 und 7 ein. Daraus könnte gefolgert werden, dass Deutschsprachige im Kanton Freiburg die Zweitsprache besser beherrschen als die Französischsprachigen. Dies würde die individuellen Erfahrungen der deutschsprachigen ZiG-Reporter bestätigen.

Förderung umstritten

Die Umfrage zeigte auch einen kulturellen Unterschied bei der Frage, ob der Staat genug unternimmt, um die kantonale Fremdsprache zu fördern. Auf der deutschen Seite haben 54 Prozent «Ja» und 46 Prozent «Nein» geantwortet. Hier besteht also beinahe ein Verhältnis von 50 zu 50. Bei den Französischsprachigen haben ganze 67 Prozent «Ja» und nur 33 Prozent «Nein» geantwortet. Auf die Frage, was denn der Staat noch mehr machen könne, waren die Antworten auf beiden Seiten ziemlich ähnlich. Mehrmals wurde gesagt, der Staat sollte Schüleraustausche fördern, mehr Projekte organisieren und mehr Begegnungen zwischen den Schülern der verschiedenen Sprachgemeinschaften ermöglichen. Von Umfrageteilnehmern wiederholt genannt wurde auch die Möglichkeit, die Fremdsprache in der Primarschule früher zu lernen und zweisprachige Klassen auf OS-Stufe einzuführen.

«Was sind die Vorteile, wenn man zweisprachig ist?», war eine weitere Frage. Hier antworteten viele Befragte, dass Zweisprachige bessere Chancen für die Zukunft hätten. Zweisprachige seien erfolgreicher bei der Arbeitssuche und erfolgreicher in einem zweisprachigen Studium. Weitere angegebene Vorteile sind die Verständigung und die vereinfachte Kommunikation im Kanton und fast überall in der Schweiz, die Kenntnis anderer Kulturen, die Fähigkeit, Kontakte zu knüpfen und ein grösseres soziales Umfeld. Zudem sei es auf Reisen praktisch, zweisprachig zu sein.

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