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Agenda-21-Prozess kann mit neuer Organisation wieder durchstarten

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Autor: REgula Saner

Die lokale Agenda 21 hat eine nachhaltige Entwicklung der Schweiz zum Ziel. Kantone und Gemeinden möchten partnerschaftlich den Weg in eine ökonomisch nachhaltige, ökologisch verträgliche und sozial gerechte Zukunft gehen. Die lokale Umsetzung dieses Leitbildes erfolgt nicht überall gleich und heisst nicht überall Agenda 21. In der Stadt Freiburg wurde der partizipative Weg der Bevölkerung gewählt. Zwischen 2003 und 2004 hatten die Bewohner der Stadt die Gelegenheit, Ideen für eine nachhaltige Stadtentwicklung vorzuschlagen. 17 Projekte wurden schliesslich definiert. Die Verantwortung dafür wurde den verschiedenen Diensten der Stadt übergeben. Während einige Projekte rasch realisiert werden konnten, geriet der ganze Prozess in den letzten zwei Jahren ins Stocken.

Was wurde schon realisiert?

Im April 2008 erteilte die Stadt Freiburg nun der Gruppe Espace 21 ein Mandat mit dem Ziel, den Prozess wieder zu dynamisieren, die Realisierung der Projekte voranzutreiben und die Agenda 21 seitens der Öffentlichkeit und der Verwaltung besser zu kommunizieren. Espace 21, das sind das Umweltberatungsbüro Frinat von Isabelle Baeriswyl und das Planungsbüro Urbasol von Jean-Claude Verdon. Zudem konstituierte sich die Pilotgruppe neu, in der neben Vertretern aus der Gemeindeverwaltung auch Mitglieder von Quartiervereinen und anderen Partnerorganisationen Einsitz haben.

Am Mittwochabend wurden nun alle Personen, die am Agenda-21-Prozess teilgenommen haben, sowie die interessierte Bevölkerung am jährlich zwei Mal stattfindenden Forum über den Stand der Dinge informiert. Die Evaluation aller Projekte durch Espace 21 ergibt ein durchzogenes Bild. Einige Projekte konnten bereits realisiert werden. So ist die Fertigstellung des Kulturzentrums «Alter Bahnhof» eines der erfolgreichen Beispiele. Oder aber die Einführung von Altpapier in der Verwaltung. Andere Projekte sind auf gutem Wege. So werde die Förderung des Zweiradverkehrs in der Stadt Freiburg mit viel Engagement seitens der Verwaltung umgesetzt, wie Isabelle Baeriswyl erklärte. Die Partizipation, ein wichtiges Element im Rahmen des Agenda-21-Prozesses, sei zudem bei der Planung des Maggenberg-Parkes erfolgreich angewendet worden.

Wo harzt es?

Bei anderen Projekten sind hingegen erst wenig Fortschritte oder gar keine zu verzeichnen. So bleibt die Idee, aus dem Alten Werkhof ein Kulturhaus zu machen, vorerst noch eine Idee, dies vor allem aus finanziellen Gründen. Gar nichts gegangen ist beim «Ticket Plaisir» (öV-Benutzer sollen billiger zu Veranstaltungen im Bereich Kultur, Sport oder anderen gesellschaftlichen Ereignissen kommen) oder etwa bei der Schaffung eines Lesezentrums. So gut wie gestorben ist zudem das Hilfsprojekt mit dem rumänischen Dorf Homorod. Vize-Syndic Jean Bourgknecht betonte, dass zwar der Eindruck entstehen könnte, es sei noch nicht viel gegangen. Aber man arbeite an der Realisierung jedes einzelnen Projektes. Die Koordination der Arbeiten zwischen den zuständigen Dienststellen ist nun unter anderem die Aufgabe von Espace 21.

Kritik von Teilnehmern

Obwohl sich die anwesenden Bürgerinnen und Bürger am Mittwochabend positiv überrascht zeigten von der Entwicklung des Agenda-21-Prozesse, gab es auch Kritik. So hätten die Behörden in den vergangenen drei Jahren schlecht kommuniziert. Zudem sei das Mitspracherecht der am Agenda-21-Prozess beteiligten Personen zu kurz gekommen.

Im zweiten Teil des Abends wurden in Arbeitsgruppen neue Projekte in Arbeitsgruppen diskutiert. So soll die Stadt weitergehende Massnahmen zum Energiesparen ergreifen, Ökoquartiere sollen gefördert werden und nach dem Vorbild des Maggenberg-Parkes soll auch bei der Gestaltung von anderen öffentlichen Räumen, notabene der Schützenmatte, die Bevölkerung mit einbezogen werden. Espace 21 wird diese Anregungen an die Pilotgruppe weiterleiten.

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