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Aktionsgruppe fordert Lösungen

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«Dieser Abend soll nicht einfach ein Infoabend sein, sondern der Start zu einer aktiven Beteiligung an der Ortsplanung», sagte Fredi Schwab, Mitinitiant der Aktionsgruppe Ortsplanung am Dienstagabend im Kirchgemeindehaus Kerzers. Schwab hielt fest, der Gemeinderat habe bei der Ortsplanung viel gute Arbeit geleistet. «Was aber leider fehlt, sind Lösungen im Bereich Verkehr.» Es sei enttäuschend, dass dieses für viele Kerzerser zentrale Problem in der Ortsplanung stiefmütterlich behandelt werde.

Zu einem ähnlichen Fazit kam auch Daniel Hartmann, der sich ebenfalls in der Aktionsgruppe engagiert: «Es fehlt an Aussagen, wie die Gemeinde in Zukunft den Verkehr im Dorf bewältigen will.» Zudem werde mit dem möglichen Kiesabbau ein zentrales Grossprojekt in der Ortsplanung praktisch ausgeklammert. Die Verkehrsprobleme im Dorf seien bereits heute gross und mit dem in der Ortsplanung angestrebten Wachstum werde der Verkehr künftig noch massiv zunehmen. «Wir wollen deshalb vom Gemeinderat wissen, wann welche Verkehrsmassnahmen geplant sind und wie sie finanziert werden», so Hartmann. Diese Fragen gelte es, jetzt im Rahmen der öffentlichen Auflage der Ortsplanung zu klären.

Initiative und Einsprachen

Um vom Gemeinderat verbindliche Antworten zu erhalten, hat sich die Aktionsgruppe für zwei Unterschriftensammlungen entschieden. Zum einen sammelt sie Unterschriften für eine Initiative, mit der eine Gemeindeversammlung zu dem in der Ortsplanung enthaltenen Baureglement erwirkt werden soll. Dies ist laut Schwab rechtlich der einzige Weg, um eine Gemeindeversammlung zur Ortsplanung zu erwirken. Damit die Initiative zustande kommt, müssen bis zum Ende der öffentlichen Auflage der Ortsplanung am 16. September zehn Prozent der Stimmberechtigten unterschreiben, was rund 330 Unterschriften entspricht. Mit dem Druck der Initiative will die Gruppe sich für die Umsetzung des Leitbildes in der Ortsplanung einsetzen (siehe Kasten). Zudem erhoffe man sich klare Antworten, ob der Gemeinderat für eine Lösung des Verkehrsproblems im Dorf auf eine Dorfumfahrung oder eine Unterführung beim Bahnübergang an der Murtenstrasse setze.

Die zweite Unterschriftensammlung hat die Gruppe in Form einer Einsprache gegen die in der Ortsplanung vorgesehene Einzonung von Bauland im Widacker und an der Holzgasse lanciert. Damit soll verhindert werden, dass durch diese neuen Quartiere zusätzlicher Verkehr entsteht.

Dass die Aktionsgruppe mit ihrer Angst vor einem Verkehrskollaps nicht alleine steht, zeigte am Dienstag der Aufmarsch der Bevölkerung am Infoabend: Rund 50 Personen wollten sich die Ideen der Aktionsgruppe anhören.

Aktionsgruppe Ortsplanung: Angst vor dem Verkehrskollaps

D ie Aktionsgruppe Ortsplanung Kerzers hat sich im Anschluss an einen öffentlichen Informationsabend der Gemeinde zur Ortsplanungsrevision formiert, die noch bis zum 16. September öffentlich aufliegt (die FN berichteten). Die aus Bürgerinnen und Bürgern bestehende Aktionsgruppe will nach eigenen Worten dem Unbehagen und der Angst der Bevölkerung vor einem Verkehrskollaps in Kerzers eine Stimme geben.

Die Gruppe kritisiert nicht die Ortsplanung als Ganzes, sondern die Verkehrsplanung: Die Ortsplanung sehe ein starkes Wachstum vor, ohne Lösungsansätze für das Verkehrsproblem zu bieten. Sie entspreche daher nicht dem Leitbild der Gemeinde, so der Vorwurf der Aktionsgruppe: Das Leitbild sieht ein behutsames Wachstum im Einklang mit der Infrastruktur und verträgliche Verkehrsbedingungen für alle Verkehrsteilnehmer vor. luk

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