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Alles andere als matte Freiburger Judokas

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Alles andere als matte Freiburger Judokas

Einheimische Elite-Judokas holen neun Medaillen an der Schweizer Meisterschaft in Bulle

Die Freiburger Judokas liessen sich an der Schweizer Meisterschaft nicht auf die Matte legen. Zwei goldene, drei silberne und vier bronzene Medaillen konnten sich die Lokalmatadoren in der Elite-Kategorie notieren lassen – eine tolle Bilanz.

Von FRANK STETTLER

Glänzend in Szene setzen konnten sich im «Espace Gruyère» in Bulle in erster Linie die Männer. David Papaux (JC Freiburg) und Yoshiyuki Hirano (JC Romont) wurden Meister in ihrer Gewichtsklasse. Beide entschieden ihre Finals – notabene gegen Freiburger Kontrahenten – zu ihren Gunsten. Überhaupt sahen die zahlreichen Zuschauer guten Kampfsport mit vielen packenden Duellen.

Papaux verteidigt den Titel

Den Titel des Schweizer Meisters verteidigen konnte David Papaux in der Klasse bis 73 kg. Im Final bezwang er nach knapp zwei Minuten Emmanuel Bussard vom Judo-Club Romont mit Nippon. Papaux wollte diesen Sieg unbedingt: «Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Ich sagte mir, du holst dir heute diesen Titel – und so kam es dann auch. Es war nicht einfach, denn meine Gegner traten mit viel Selbstvertrauen gegen mich an.» Dennoch zeigte der Judoka vom JC Freiburg in seinen drei Kämpfen stets ein reife Darbietung, liess sich nur selten aus der Reserve locken. Nun heisst es für Papaux Koffer packen. «Am Dienstag fliege ich für knapp zwei Monate nach Japan. Ich hoffe, dass ich dort viel lernen kann», freut er sich auf das Abenteuer.

Der unterlegene Emmanuel Bussard mochte trotz der Niederlage nicht hadern: «Ich habe gezeigt, was ich kann. Ich hatte Glück, dass die beiden Favoriten Papaux und Jashari bereits im Halbfinal aufeinander trafen. So war der Weg für mich frei. Papaux war einfach zu stark für mich. Ich konnte den Kampf zu wenig aktiv gestalten.»

Lehrer bezwingt Schüler

In der Kategorie bis 60 kg kam es zu einem durchaus speziellen Duell. Yoshiyuki Hirano traf im Final auf seinen Club-Kollegen Ludovic Chammartin vom JC Romont. Doch damit nicht genug: Hirano ist gleichzeitig der Trainer des erst 18-jährigen Chammartin. Am Ende behielt der «Lehrer» die Überhand. «Ludovic machte mir Angst. Er kämpfte wirklich sehr gut. Ich bin natürlich glücklich über meinen Erfolg. Doch noch glücklicher macht mich die Leistung von Ludovic», erklärt der gebürtige Japaner Hirano, der zum ersten Mal an einer Schweizer Meisterschaft teilnahm. Und auch zum letzten Mal, wie er betonte: «Ich möchte Ludovic nicht noch einmal im Weg stehen.»

Für Chammartin ging Silber voll und ganz in Ordnung: «Yoshiyuki verfügt über viel mehr Erfahrung als ich. Dies spielte er im Final voll aus. Zudem kennt er mich natürlich wie kein anderer. Dies war sicherlich kein Vorteil.» Dem talentierten Chammartin, der bei den Junioren ebenfalls an den Start ging, gehört zweifelsohne die Zukunft.

Pittet und die Zeitnehmer

Ein kurioses Ende nahm der Finalkampf zwischen Markus Wellenreiter (Liestal) und Sébastien Pittet vom JC Romont in der Klasse bis 66 kg. Als noch 17 verbleibende Sekunden auf der Kampfuhr angezeigt waren, wurde der bis zu diesem Zeitpunkt nach Punkten führende Wellenreiter plötzlich als Sieger designiert. Was war geschehen? Der Zeitnehmer liess die Uhr schlicht 17 Sekunden zu spät anlaufen. So sah sich der enttäuschte Pittet um einen letzten Angriff betrogen: «Man liess mir einfach keine Chance mehr. Dabei war ich zuvor nur zwei Finger breit von einem Ippon entfernt. Trotzdem bin ich mit mir zufrieden. Eines ist aber klar: Ich brenne auf Revanche bei den nächsten Meisterschaften.»

Bronze gewann Julien Membrez vom JC Freiburg (-90 kg). Er zog im Halbfinal gegen den Vize-Europa- und Weltmeister Sergei Aschwanden (Lausanne) erwartungsgemäss den Kürzeren. «Ich war gegen Aschwanden chancenlos. Aber es war eine tolle Erfahrung. Er kämpft halt in einer anderer Klasse», hielt Membrez fest.
Bronze für Aki und Yoko

Jeweils Dritte wurden die Geschwister Aki und Yoko Shinomiya vom Tenri Judo Kai Düdingen.

Die 20-jährige Aki Shinomiya verlor im Halbfinal der Klasse bis 57 kg gegen die spätere Schweizer Meisterin und amtierende Vize-Europameisterin Lena Göldi (JC Nidau) mit Ippon. «Es hätte sicher besser laufen können», meinte die Murtnerin, die ihren Titel damit abtreten musste, «so bin ich nur bedingt zurieden». Aki, welche das Gymnasium abgeschlossen hat, setzt momentan voll auf den Judosport. So war sie auch kurze Zeit in Magglingen, brach ihre Zelte dort aber nach Unstimmigkeiten mit dem Trainer wieder ab. «Ich will im nächsten Jahr an A-Turnieren im Ausland teilnehmen», erklärt sie. Die erste Station wird Moskau sein.

Ihre um ein Jahr ältere Schwester Yoko (-63 kg) startete mit einer Niederlage gegen Tamara Zöllig (St. Gallen) nicht wunschgemäss ins Turnier. Anschliessend gewann sie drei Kämpfe in Folge. «Ich habe meine Prioritäten zuletzt etwas verlagert. Nachdem ich ein Jahr lang in Magglingen trainierte, mache ich zurzeit ein Praktikum in einem Berner Spital. Dies ist Teil meiner Ausbildung zur Ergotherapeutin», führt Yoko aus. Ausserdem war die Freiburgerin noch immer von ihrer schweren Knieverletzung (Kreuzband und Meniskus) handicapiert: «Ich habe noch Schmerzen. So fehlt mir die Sicherheit auf der Matte. Ich habe die Abläufe zwar im Kopf gespeichert, kann sie aber nicht abrufen.» Die Meisterschaft sei für sie zu früh gekommen, zumal sie erst seit September wieder richtig trainiert habe, «aber einen Versuch war es alleweil wert». fs
Barbara Bapst und die Technik

Die Bronzemedaille konnte sich Barbara Bapst vom Judo-Club Plaffeien umhängen lassen. Die Schweizer Meisterin von 1999 verlor in der Klasse über 63 kg nur gegen die zweitklassierte Emiliana Lucchese (Cortaillod).

«Meine beiden anderen Kämpfe gewann ich mit Ippon. Ich mache immer wieder die gleichen Fehler, habe Probleme mit dem Gleichgewicht. Die Kondition stimmt, aber mit der Technick klappt es nicht immer», erklärt die 27-jährige Senslerin. Bapst, die bei der Berner Stadtpolizei arbeitet, musste zuletzt das Training wegen ihrer Ausbildung etwas schleifen lassen. fs

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