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Ameisen teilen sich die Stoffwechselarbeit mit «Küssen» auf

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Ameisen tauschen Flüssigkeiten untereinander aus, um die darin enthaltenen Proteine in der Kolonie zirkulieren zu lassen. Manche Kolonie-Mitglieder können somit Stoffwechselarbeit zum Nutzen des gesamten Ameisenvolks leisten.

Die Forscherinnen um Adria LeBoeuf von der Universität Freiburg analysierten sämtliche Proteine in Kolonien der Florida-Zimmermannsameise (Camponotus floridanus), die die Insekten selbst produzieren können. Die Proteine werden im sogenannten «sozialen Magen» gespeichert, wie die Universität Freiburg am Dienstag mitteilte. Durch von Mund zu Mund ausgetauschte Flüssigkeiten aus diesem Magen können die Ameisen so Proteine mit ihren Artgenossen teilen.

Das Freiburger Team berichtet nun im Fachmagazin «eLife», dass sich die Zusammensetzung der Proteine in der ausgetauschten Flüssigkeit verändert, wenn ein Ameisenvolk heranreift.

Anti-Aging-Proteine für Ammen

Demnach tauschen Ameisen aus jungen Kolonien beispielsweise Proteine aus, die als molekulare Maschinen für die schnelle Nährstoffaufnahme gelten. In älteren Ameisenvölkern wiesen die Insekten hingegen mehr Proteine auf, die für die Nahrungsspeicherung wichtig sind. Dies dürfte den Aufzug grosser Arbeiterinnen und die Ausbildung von Geschlechtsorganen sichern.

Zudem fanden die Forscherinnen heraus, dass die Ammen-Ameisen, die sich um die Jungtiere kümmern, mehr «Anti-Aging-Proteine» besitzen. Womöglich speichern die Kolonie-Mitglieder diese lebensverlängernden Elixiere vorausschauend in diesen Ameisen, damit die Ammen lange überleben und sich um die nächste Generation kümmern können.

«Mit einem besseren Verständnis, wie sich die Ameisen die Stoffwechselarbeit aufteilen, können wir vielleicht mehr darüber erfahren, wie andere Lebewesen wie Menschen Stoffwechselaufgaben auf verschiedene Gewebe oder Zellen im Körper verteilen», sagte LeBoeuf gemäss der Mitteilung.

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