Archiv 12.05.2000

Courtepins Sorgen sollte man haben

Die Finanzen sind zu gut. Mit dieser Feststellung konfrontierte Courtepins Gemeinderat am Mittwoch seine Bürger. Die Gemeinde könnte nämlich in eine höhere Finanzklasse eingestuft werden.

Mit seiner Arbeit über das vergangene Jahr kann der Gemeinderat zufrieden sein. Die Kasse ist gut gefüllt, wie an der Gemeindeversammlung hervorging. Der Finanzverantwortliche Philippe Dumont hat dennoch eine Sorge: Es könnte nämlich sein, dass der Kanton die Finanzkraft Courtepins nach oben korrigiert. Die gebundenen Ausgaben an den Kanton oder an «gemeinsame Töpfe» würden deutlich erhöht. «Dies würde für unsere Kasse Mehrausgaben von rund 200000 Franken bedeuten», erklärte Dumont. Das ist mehr als Gewinn und Abschreibungen aus dem Jahr 1999. Die Laufende Rechnung weist nämlich für das vergangene Jahr einen Ertragsüberschuss von 20000 Franken aus; dazu kommen ausserordentliche Abschreibungen von 150000 Franken. Insgesamt belaufen sich Einnahmen und Ausgaben auf über 7 Millionen Franken. Die Rechnung entspricht in etwa dem Budget. Hingegen hat man weniger als die Hälfte der vorgesehenen Investitionen getätigt. Statt 1,8 Millionen Franken liegen die Nettoinvestitionen bei 956000 Franken. Vor allem Strassenarbeiten wurden verzögert.

Nach Courtaman orientierte nun auch der Gemeinderat Courtepin über eine Umfrage betreffend Fusion. Nach diesen Resultaten wollen Courtepin, Courtaman und Wallenried eine entsprechende Studie in Auftrag geben. Eine Fusion sei aber nicht vor 2003 zu erwarten, erklärte Syndic Bernard Bourqui.