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Auf dem Sprung nach oben

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Bei den Schweizer Nachwuchsmeisterschaften in Genf sprang Melanie Fasel Anfang September mit 3,80 Metern zum Titel in der U23-Kategorie und verbesserte gleichzeitig ihren persönlichen Rekord um zehn Zentimeter. Für die Leichtathletin aus St. Antoni war es ein versöhnliches Ende einer schwierigen Saison. Wegen einer Schulterverletzung musste die 20-Jährige Anfang Jahr längere Zeit pausieren und konnte keine Wettkämpfe bestreiten. «Gerade weil es mir zuvor nicht so gut gelaufen ist, hat der Titel eine besondere Bedeutung für mich», sagt Melanie Fasel. «Dass ich trotz der ungünstigen Voraussetzungen am Tag X meine beste Leistung abrufen konnte, ist sehr erfreulich. Und auch etwas überraschend.»

Mit 3,80 m braucht Melanie Fasel auch den Vergleich mit den Schweizer Elite-Stabhochspringerinnen nicht zu scheuen. Nicole Büchler (Biel), die beim Weltklasse Zürich im August mit 4,67 m neuen Schweizer Rekord aufgestellt hat, thront zuoberst an der nationalen Spitze. Anna Katharina Schmid (Oberdiessbach) weist eine Bestleistung von 4,45 m aus, die grösste Schweizer Nachwuchshoffnung Angelica Moser (Andelfingen) steht bei 4,36 m. Hinter den Dreien liegt ein Sextett von Schweizer Stabhochspringerinnen, das mit Höhen um die 3,80 m/3,90 m zu Buche schlägt–dazu gehört auch U23-Athletin Fasel.

Gefallen für die Kollegin

Eigentlich wollte die Senslerin gar nicht Stabhochspringerin werden. Als Siebenjährige begann sie beim TSV St. Antoni mit Polysport, später wechselte sie zum TSV Düdingen, wo sie im Sekundarschulalter mit der Leichtathletik begann. Weitsprung, Speer und Hürdenlauf waren Fasels bevorzugte Disziplinen. «Eine Kollegin von mir wollte im Jahr 2010 bei den Freiburger Meisterschaften im Stabhochsprung antreten», erinnert sich Fasel. «Zwei Athletinnen hatten sich für die kantonalen Titelkämpfe eingeschrieben, es brauchte aber gemäss Reglement mindestens drei Anwärterinnen, damit der Titel vergeben wurde. Meine Kollegin bat mich, ebenfalls mitzumachen, damit sie Meisterin werden könne.» Besagte Freundin gewann dann auch tatsächlich Gold–Melanie Fasel Bronze und Spass an der neuen Disziplin. «Da hat es mich gepackt.»

Die Grundlagen des Stabhochspringens lernte Fasel bei Walter Zbinden. Der 73-Jährige, der Ende August in der Türkei Senioren-Europameister in der anspruchsvollen Disziplin wurde, führte die Senslerin bis auf die Höhe von 3,20 m. Im Jahr 2013 musste Zbinden aus gesundheitlichen Gründen allerdings aufhören. «Ich habe seinen Rücktritt sehr bedauert. Walter war ein sehr kompetenter und stets freundlicher Trainer. Er meinte aber auch, dass ich an einem Punkt angelangt sei, bei dem ein Vereinswechsel mich weiterbringen würde.»

Entbehrungen zahlen sich aus

Melanie Fasel wechselte im November 2013 zum ST Bern, wo sie seit einem Jahr von Stefan Müller trainiert wird. «Der ST Bern ist einiges grösser als der TSV Düdingen und bietet mehr Möglichkeiten», sagt Fasel. «In Düdingen habe ich in einer Gruppe trainiert, beim STB ist das Training mehr auf mich abgestimmt. Ob Schnelligkeit, Kraft oder Technik–ich forciere spezifisch dort, wo ich Defizite habe.»

Fünf Trainingseinheiten à 2,5 Stunden absolviert die Senslerin wöchentlich. «Die Abende unter der Woche gehören dem Stabhochspringen, das Wochenende dem Studium.» Zeit für Ausgang oder andere Dinge, die 20-Jährige normalerweise so machen, bleibt da kaum. «Nach dem Training gemeinsam etwas trinken gehen, dafür reicht es schon», sagt Fasel. «Da ein Teil meiner Freunde ebenfalls Sportler sind, haben sie Verständnis dafür, dass ich nicht dauernd in den Ausgang kann.»

Die Entbehrungen zahlen sich aus, wie der Gewinn des U23-Meistertitels beweist. «Im Kraftbereich habe ich in letzter Zeit grosse Fortschritte gemacht», sagt Melanie Fasel. «Meine Stärken liegen in der Schnelligkeit, und ich besitze gute koordinative Fähigkeiten», sagt Fasel. «Bei der Technik habe ich indes noch viel Verbesserungspotenzial.»

EM-Limite als Ziel

Bis Mitte Oktober macht die 20-Jährige noch Wettkampfpause, dann beginnt die Vorbereitung auf die ersten Hallenmeetings im Januar. Für die kommende Saison hat sich Melanie Fasel ein ehrgeiziges Ziel gesteckt. «Ich will die Limite für die U23-Leichtathletik-EM 2015 unterbieten.» Welche Höhe Fasel überspringen muss, um bei den Europameisterschaften in der estnischen Hauptstadt Tallinn dabei sein zu können, weiss sie noch nicht. «Letztes Jahr lag die Limite bei 3,95 m, heuer könnte sie gar noch etwas höher sein. Dennoch ist es realistisch, dass ich sie schaffe. Wenn ich von Verletzungen verschont bleibe und meine Freude am Stabhochspringen nicht verliere, dann sollte es möglich sein.»

«Die Abende unter der Woche gehören dem Stabhochspringen, das Wochenende dem Studium.»

Zur Person

Die U23-Meisterin

Vorname:Melanie.

Nachname:Fasel.

Wohnort:St. Antoni.

Geburtsdatum:15.6.1994.

Beruf:Biologiestudentin.

Hobbys:Sport allgemein, Leichtathletik.

Verein:ST Bern (seit 2013), davor TSV Düdingen.

Disziplin:Stabhochsprung.

Grösster Erfolg:Schweizer Meisterin im Stabhochsprung bei den U23.

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