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Auf der Suche nach neuen Helden

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Die Spiele zwischen Freiburg und Bern haben bisher gezeigt, dass es in einer Finalserie oftmals wenige Tore gibt und dass mitunter Nichtigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden. «Wir brauchen deshalb Schlüsselspieler, die im richtigen Moment zuschlagen und die Differenz ausmachen», sagt Freiburgs Trainer Hans Kossmann.

«Wird uns nicht noch einmal passieren»

 Zuletzt war die Offensive in Freiburg arg von Andrei Bykow, Julien Sprunger und dem überragenden Benjamin Plüss abhängig. Das Sturmtrio erzielte fünf der sechs Tore in den vergangenen drei Spielen. Dahinter hat sich kaum einer für die Heldenrolle aufgedrängt. «Bern hat am Samstag seine Helden gefunden», sagt Kossmann. Er denkt dabei insbesondere an die märchenhafte Geschichte des Michael Loichat, der die ganze Saison mit Basel in der NLB gespielt hat, am Samstag aber seine erfolgreichen Playoffs mit Bern mit zwei Toren gekrönt hat.

 «Das ist typisch für diese Phase der Saison. Wir kontrollieren die ersten zwei Linien, und die dritte schlägt dann zu», sagt Kossmann. Tatsächlich ist es in Finals immer wieder zu beobachten, dass die Teams die gegnerischen Toplinien neutralisieren und anschliessend Spieler die Matches entscheiden, die sonst wenig im Fokus stehen. Bei Freiburg ist das bisher nicht der Fall. Auch deshalb liegt das Team in der Best-of-7-Serie 2:3 zurück.

 «Heute haben wir keine Wahl. Wir müssen das Spiel gewinnen», sagt Kossmann. Dazu muss Gottéron jedoch einiges besser machen als am Samstag in Freiburg. Das fängt bereits beim Start an. «Bern war im Stolz verletzt und ist am Samstag sehr aggressiv ins Spiel gestartet. Das hat uns wohl doch ein bisschen überrascht. Das wird uns jedoch ganz bestimmt nicht noch einmal passieren.»

In Sachen Spielweise will der Trainer die Direktiven an seine Spieler nicht ändern. Geduld lautet das Zauberwort weiterhin. Nur müssen es die Spieler heute wieder besser umsetzen. «Wir sind am Samstag ein bisschen von unserem Plan abgekommen, haben die Geduld und an der blauen Linie zu viele Pucks verloren», sagt Kossmann. «Am Dienstag müssen wir wieder geduldiger, cleverer und disziplinierter spielen.» Am Samstag hätten einige Spieler vielleicht zu viel gewollt und sich dadurch verkrampft. «Wir haben den Puck zu wenig schnell gespielt und uns zu oft in Einzelaktionen verstrickt.»

«Weniger vif»

Ähnlich sieht dies Torhüter Benjamin Conz. Er hat bei der Videoanalyse ganz offensichtlich aufgepasst. «Bei unseren zwei Siegen haben wir die Scheibe viel schneller gespielt. Auch in der Defensivzone. So sind wir weniger in Bedrängnis geraten», sagt der 21-Jährige. «Zudem waren wir am Samstag schlicht weniger vif. Bei unseren beiden Siegen waren wir bei Abprallern immer als Erste am Puck, am Samstag weniger.» Bestes Beispiel dafür, dass die Berner im letzten Spiel vifer waren, war das 2:0, als Ryan Gardner hinter dem Tor gegen das Netz schlug und damit den darauf liegenden Puck so hochschleuderte, dass er via Conz’ Schoner im Freiburger Tor landete. «So etwas habe ich noch nie erlebt.», sagt Conz. «Natürlich kann ich, im Nachhinein betrachtet, versuchen, den Puck zu blockieren oder ganz ins Tor stehen und so den Winkel zumachen. Aber genauso gut kann der Schiedsrichter das Spiel abpfeifen oder Abplanalp den Puck mit der Hand aus der Luft wegschlagen. Das alles ist nicht geschehen, das Tor war deshalb einfach auch nur Glück.»

 Schwierige Serie für Conz

Für Conz, der insgesamt eine gute, aber keine überragende Serie zeigt, sind die Spiele gegen Bern nicht leicht. Die Berner schiessen nicht oft aufs Tor, am Samstag beispielsweise taten sie es lediglich 14 Mal. «Für einen Goalie ist das natürlich schwierig, da man lieber möglichst viele Schüsse aufs Tor kriegt», sagt Conz. «Die Berner kommen oft nur durch Konter zu Torschüssen. Und bei diesen warten sie geschickt, bis sie in einer guten Abschlussposition sind.» Alibi-Schüsse sind beim SCB sehr selten.

Es liegt an den Freiburger Verteidigern, die Berner heute vermehrt zu solchen Alibiabschlüssen zu zwingen. Bei diesem Unterfangen muss Gottéron wohl ein weiteres Mal auf Shawn Heins verzichten. Der Kanadier trainierte gestern zwar auf dem Hometrainer, gemäss Kossmann ist ein Einsatz nicht ausgeschlossen, jedoch «nicht wahrscheinlich».

«Ansonsten sind keine Änderungen im Team vorgesehen. Nur Christian Dubé ist ebenfalls fraglich.» Bei Bern kehrt derweil Stürmer Tristan Scherwey nach vier abgesessenen Spielsperren ins Team zurück.

Die Freiburger Spieler, die es heute Abend richten sollen, sparten nach dem gestrigen Training selbstredend nicht mit Bekundungen, dass sie an die Wende glauben und die Serie noch nicht zu Ende ist. «Wir haben noch nicht genug», sagte beispielsweise Greg Mauldin, der Amerikaner, der im dritten Block zuletzt regelrecht untergetaucht ist. Doch in einem Final kann es mitunter schnell gehen. Vielleicht wird ja gerade er zum Helden, den Freiburg dringend sucht.

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