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Auf einem Bein in die zweite Runde

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 1972 wurde der Schweizer Cup im Eishockey letztmals ausgetragen. Der Sieger damals hiess Genf-Servette. Weil das Interesse zu gering war, verschwand dieser Wettbewerb in der Folge für 42 Jahre von der Bildfläche. Nun wurde der Cup aus seinem Dornröschenschlaf erweckt. Neben den 22 Klubs der National League (12 NLA, 10 NLB) nahmen zehn 1.-Liga-Teams, die sich in zwei Qualifikationsspielen innerhalb der höchsten Amateurliga behauptet hatten, an der gestrigen ersten Runde teil.

Diese garantiert jedem Team ein Startgeld von 22 000 Franken, was den Cup für die 1.-Liga-Vereine zu einem lukrativen Geschäft macht. Ein wenig anders sieht es für die Spitzenklubs aus, die wie im Fall von Gottéron mit den 50 Qualifikationsspielen und der Champions Hockey League ein ohnehin bereits vollgepacktes Programm zu bewältigen haben. «Es ist halt ein Spiel, das absolviert werden muss», hatte deshalb Hans Kossmann im Vorfeld der gestrigen Partie pragmatisch gesagt. Denn eigentlich hätte der Gottéron-Trainer lieber ein paar spielfreie Tage gehabt, um sein Team auf die wegweisenden Partien vom Wochenende gegen Biel und Ambri vorbereiten zu können.

 Körperloses Eishockey

Wie angekündigt liess Kossmann in der mit 1789 Zuschauern mässig besetzten Eishalle Littoral einige Stammspieler wie etwa Joel Kwiatkowski oder Benjamin Plüss pausieren. Stattdessen kam ein Quintett von den Elite-Junioren (Andrea Glauser, David Wildhaber, Tony Matewa, Benjamin Maillard und Joshua Brügger) zum Einsatz. Selbstredend sollte sich dies in keinster Weise in den Kräfteverhältnissen widerspiegeln. Schlicht zu gross ist der Unterschied zwischen der höchsten und der dritten Spielklasse. Überraschungen, wie sie der Cup im Fussball immer wieder schreibt, sind im Eishockey-Cup – wo zumindest in Neuenburg gestern wenig von einem Volksfestcharakter zu spüren war – so gut wie ausgeschlossen. Der Heimklub, der vor 50 Jahren von Studenten gegründet wurde, konnte sein Tor denn auch nur gerade 42 Sekunden lang sauber halten, ehe Killian Mottet den Torreigen für Gottéron eröffnete.

Von dieser ersten Spielminute an sollte sich Gil Montandons Wunsch, dass der NLA-Klub die Partie mit spielerischen Mitteln dominieren möge, erfüllen. Der Neuenburg-Trainer und langjährige Gottéron-Spieler hatte davor gewarnt, dass harte Checks für seine Cracks gefährlich werden könnten. Sein Ex-Verein tat ihm den Gefallen, spielte praktisch körperlos und suchte über die technische Überlegenheit den Erfolg. Mit dem 0:4 nach dem Startdrittel waren die Gastgeber noch gut bedient gewesen, zumal die Freiburger jederzeit mindestens drei Gänge hätten höher schalten können.

 Kein Shutout, aber ein Stängeli

Erschwerend kam für Neuenburg hinzu, dass es nur gerade 15 Feldspieler auf das Matchblatt brachte. Damit war das Heimteam dem übermächtigen Gegner nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ klar unterlegen. Der Faktor Müdigkeit kam mit fortlaufender Spieldauer deshalb immer mehr zum Tragen. So lebte die Partie nebst dem einen oder anderen Kabinettstückchen von der Spannung der Fragen, ob Melvin Nyffeler ein Shutout und Gottéron ein Stängeli gelingen würden. Derweil Neuenburg in der 58. Minute durch Yann Langel im Powerplay noch den verdienten Ehrentreffer erzielen konnte, sorgte Anthony Huguenin mit der Schlusssirene für das zweistellige Skore.

 Heute wird in Zürich die zweite Cup-Runde ausgelost. Doch dies dürfte die Freiburger nur am Rande interessieren. Die volle Konzentration gilt dem morgigen Meisterschaftsspiel in Biel, wo endlich der dritte Saisonsieg Tatsache werden soll. Können die Freiburger ein Stück von der Spielfreude mitnehmen, die sie gestern in Neuenburg aufs Eis brachten, so hatte die Cup-Partie – so unpassend der Zeitpunkt auch gewesen sein mag – zumindest einen positivenEffekt.

Telegramm

Uni Neuenburg – Gottéron 1:10 (0:4, 0:2, 0:4)

Littoral. 1789 Zuschauer. SR: Müller, Vinnerborg (Pitton, Zosso).Tore:1. Mottet (Wirtanen) 0:1. 7. Bykow (Sprunger, Ausschluss Fleuty) 0:2. 9. Tambellini (Sprunger, Bykow) 0:3. 17. Mottet (Wirtanen, S. Brügger) 0:4. 22. Hasani (Huguenin) 0:5. 24. Wirtanen (S. Brügger) 0:6. 48. Mottet (S. Brügger, Abplanalp) 0:7. 53. Vauclair (Abplanalp) 0:8. 56. Vauclair (Ness, Huguenin) 0:9. 58. Langel (Gay, Fleuty/Ausschluss Sprunger) 1:9. 60. Huguenin 1:10.

Strafen:3-mal 2 Min. gegen Neuenburg, 2-mal 2 Min. gegen Gottéron.

Uni Neuenburg:Y. Wildhaber; Kolly, Franzin; Dozin, Baruchet; Beutler, Pelletier; Langel, Fleuty, Gay; Zandovskis, Curty, Jacot; Pecaut, Gnädiger, Ferry.

Freiburg-Gottéron:Nyffeler; Abplanalp, Montandon; Schilt, Glauser; Huguenin, Matewa; Wildhaber; S. Brügger, Wirtanen, Mottet; Tambellini, Bykow, Sprunger; Monnet, Maillard, Fritsche; Vauclair, Ness, Hasani; J. Brügger.

Bemerkungen:Gottéron ohne Dubé, Helbling, Kwiatkowski, Ngoy, Pouliot und Plüss (alle geschont) sowie Kamerzin und Mauldin (beide verletzt).

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