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Baukommission ändert ARA-Baupläne ab

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An der Delegiertenversammlung des Verbands ARA Seeland Süd verlas Adrian Tschachtli, Gemeinderat aus Kerzers, den Bericht des abwesenden Pascal Pörner. Der Präsident der Baukommission schrieb, man habe am Vorprojekt der Firma Hunziker Betatech einige Anpassungen vorgenommen: So werde der Sandfang unterirdisch angelegt, was weniger Platz benötige und das Gelände besser ausnutze. Der Sauerstofftank werde nicht vorne an der Strasse, sondern mitten im Areal erstellt, wo er Passanten weniger auffalle. Zudem werde ein neues Betriebsgebäude in die Planung aufgenommen.

Für das Bauprojekt soll sich der Verband in Zukunft verschulden und die Abzahlungen der aufgenommenen Kredite inklusive Zinsen den Mitgliedergemeinden über die Betriebsrechnung belasten. Dadurch müssen finanzschwache Gemeinden keine Kredite mehr aufnehmen. Das hatten die Delegierten an ihrer letzten Versammlung entschieden (die FN berichteten).

Bisher haben sich die Mitgliedsgemeinden für die Investitionen des Verbands im Voraus verschuldet. Um die neue Finanzierung zu ermöglichen, muss der Verband seine Statuten ändern und sie von den Delegierten und den Stimmbürgern der Mitgliedergemeinden genehmigen lassen.

Dazu fragte Beat Aeberhard, Ammann von Ulmiz und Vorstandsmitglied der ARA Region Kerzers: «Werden die geänderten Statuten an der Delegiertenversammlung vom Februar 2018 zur Abstimmung bereit sein?» Verbandspräsidentin Ursula Schneider Schüttel antwortete: «Das ist unser Ziel. Zurzeit sind die überarbeiteten Statuten beim Kanton zur Prüfung.»

Nicht bewilligungsfähig

Ursula Schneider Schüttel ging auch auf die anhaltenden Querelen mit der Gruppierung «Aktion Sauberer Murtensee» ein: «Deren Mitglieder wollen jetzt die Abwässer der Region Murten und Kerzers in der ARA Lyss, Biel oder Neubrück in Bern reinigen lassen. Dabei sind diese Anschlüsse laut unseren Informationen nicht bewilligungsfähig.» Die Gegner des ARA-Standortes Muntelier wollten mit unvollständigen Studien und falsch geschätzten Kosten die Bevölkerung verunsichern. «Wir vom Verband halten an Muntelier als Standort der gemeinsamen ARA fest», sagte die Verbandspräsidentin.

Kerzers bezahlt weniger

Das Budget 2018 genehmigten die elf Delegierten aus den Regionen Murten und Kerzers einstimmig. Es sieht einen Aufwand von 194 000  Franken vor. Die Einnahmen stammen zu rund 59  Prozent von der ARA Region Murten und zu 41  Prozent von der ARA Region Kerzers.

Im nächsten Jahr beabsichtigt der ARA-Verband Seeland Süd, 750 000  Franken in den Ausbau der ARA in Muntelier zu investieren. Während die Bauherrenbegleitung und der Generalplaner 120 000 Franken weniger Kosten verursachen als geplant, weil das Projekt etwas in Verzug ist, fallen neu 100 000  Franken für technische Abklärungen an. «Damit lassen wir die Eliminierung von Mikroorganismen durch Ozonierung und Bio­fil­tra­tion beim Reinigen der Abwässer wissenschaftlich analysieren», erklärte Ursula Schneider Schüttel.

Wie das Budget genehmigten die Delegierten auch das Investitionsbudget und den Verteilschlüssel der Betriebskosten. Dieser bleibt fast unverändert. Eine auffällige Änderung gibt es jedoch: Kerzers bezahlt 4,7  Prozent weniger als 2015, weil die Gemeinde weniger Wasser aus dem Gewerbe zum Reinigen zugeführt hat.

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