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Befreiungsschläge im Multipack

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Autor: matthias Fasel

Eigentlich sollte für Gottéron mit der teuersten Freiburger Mannschaft aller Zeiten ein Heimsieg gegen Biel fast schon selbstverständlich sein. Die Seeländer haben in dieser Saison ganze drei Auswärtsspiele gewonnen. Zwei davon in Freiburg … Doch für Gottéron ist nach zuletzt sechs Niederlagen momentan gar nichts selbstverständlich. So war nicht nur den Zuschauern, sondern vor allem auch den Torschützen bei ihren Treffern die unendliche Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Kein Wunder, wenn man beispielsweise auf die persönlichen Durststrecken der ersten drei Torschützen blickt. Serge Aubin, der beim 1:0 einen Zuckerpass von Björn Melin verwertete, hatte seit 685 Minuten nicht mehr getroffen, Julien Sprunger, der nur 44 Sekunden später in Überzahl einen Schuss von Romain Loeffel ins Tor lenkte, 657. Und als kurz danach der lange Zeit verletzte Mark Mowers das fast schon nicht mehr für möglich Gehaltene wahr machte und im zehnten Saisonspiel sein erstes Tor schoss, ging fast schon ein ungläubiges Raunen durchs Publikum.

Huets Weckruf

Bevor die drei Freiburger Sorgenkinder im Mitteldrittel zu ihren persönlichen Befreiungsschlägen ansetzen konnten, mussten die Zuschauer aber über eine halbe Stunde lang zittern. Den Freiburger Spielern war die Verunsicherung deutlich anzumerken, so dass im Offensivspiel wenig zusammenpasste. Ein ausgeglichenes erstes Drittel endete torlos, weil beide Teams vor dem gegnerischen Tor zu wenig konsequent agierten und die beiden Torhüter eine gute Leistung zeigten.

Eine der entscheidenden Szenen spielte sich in der 25. Minute ab. Biels Provokateur Philipp Wetzel bearbeitete abseits des Spielgeschehens vor dem Freiburger Tor den am Boden liegenden Michael Ngoy. Dies wiederum veranlasste Goalie Cristobal Huet, der einmal mehr ein mehr als sicherer Rückhalt war, dazu, sich den grossen Gästestürmer zur Brust zu nehmen. Es war der Weckruf in diesem Spiel. Dass Schiedsrichter Brent Reiber daraufhin nur gegen Huet wegen übertriebener Härte eine Zweiminutenstrafe aussprach, tat das seine dazu, dass die Aktion die dringend benötigten Emotionen ins Team und auf die Zuschauerränge brachte.

Erwachen der Ausländer

Insgesamt hat Gottéron gestern Abend eine solide, den Umständen entsprechend gar gute Leistung gezeigt. Insbesondere die zuletzt (zurecht) in der Kritik stehende Ausländerfraktion hat gestern geschlossen überzeugt. Auch der schwedische Nationalspieler Björn Melin, der nach dem Spiel seine erste Ehrenrunde im St. Leonhard drehen durfte, schoss in seinem vierten Spiel für Gottéron nicht nur sein zweites Tor, sondern bewies wiederholt gute Spielübersicht und eine starke Puckkontrolle. Und während die ausländischen Stürmer alle trafen, zeigte selbst Verteidiger Shawn Heins, wie die gesamte Verteidigung, für einmal wieder eine solide und fehlerfreie Partie.

Zwei Tore in Überzahl

Die klare Leistungssteigerung nach dem ersten Treffer lässt darauf hoffen, dass Freiburg-Gottéron mit diesem Sieg ein wichtiger Schritt aus der Krise gelungen ist. In der zweiten Spielhälfte klappte sogar das Powerplay wieder. Als Benjamin Plüss kurz vor Schluss einen schönen Pass des sehr stark aufspielenden jungen Verteidigers Romain Loeffel zum 5:1 verwertete, sorgte er gleichzeitig für das zweite Überzahl-Tor des Abends.

Es ist nun an Freiburg, das neu gewonnene Selbstvertrauen dazu zu nutzen, auch heute Abend die Revanche in Biel erfolgreich zu gestalten, sich damit wieder deutlich vom Strich zu entfernen und vorerst wieder Ruhe in die Mannschaft zu bringen. Vergleicht man das Potenzial der beiden Mannschaften, ist dies eigentlich gar ein Muss.

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